Richard L. Gardner

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Richard Lavenham Gardner (* 10. Juni 1943 in Dorking, Surrey) ist ein britischer Biologe.

Leben[Bearbeiten]

Gardner erwarb 1966 an der Universität Cambridge einen Bachelor und 1970 einen Master, sowie 1971 einen Ph.D. in Physiologie. Von 1969 bis 1973 war Gardner Forschungsassistent an der Universität Cambridge. 1973 wurde er Dozent für Entwicklungsbiologie und Biologie der Reproduktion an der Universität Oxford und war gleichzeitig als Student am Christ-Church-College eingeschrieben. 1978 erhielt Gardner eine ordentliche Professur, die von der Royal Society gefördert wurde (Royal Society Professor). Seit 1985 war Gardner Ehrendirektor der Abteilung für Entwicklungsbiologie des Imperial Cancer Research Fund. 2008 wurde er in Oxford emeritiert, seit 2007 hat er eine Professur an der University of York inne.

Gardner ist verheiratet und hat einen Sohn.

Wirken[Bearbeiten]

Gardner gilt als Pionier der mikroskopischen Manipulationen an der Blastozyste der Maus, womit er eine Grundlage für wesentliche wissenschaftliche Fortschritte auf den Gebieten der Entwicklungsbiologie und Genetik schuf. In der Folge wurden weitere Techniken des Gentransfers und der Mikromanipulation entwickelt, die letztlich zum Klonen von Säugetieren führten. Gardner gelang es, embryonale Stammzellen der Maus zu identifizieren und in Kultur zu bringen und spezifische Mutationen in diesen Zellen einzuführen.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernest Kay (Hrsg.): International Who’s Who in Medicine. Melrose Press, Cambridge 1987, ISBN 0-900332-86-7, S. 254

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fellows der Royal Society (royalsociety.org); abgerufen am 18. März 2013
  2. March of Dimes Prize in Developmental Biology. Previous Recipients. (Version vom 13. Februar 2009 im Internet Archive)
  3. Royal Medal der Royal Society (royalsociety.org); abgerufen am 18. März 2013
  4. R. Gardner bei der Académie royale de Belgique (academieroyale.be); abgerufen am 18. März 2013
  5. Knights Bachelor, Juni 2005 (PDF, 149 kB) bei der BBC (bbc.co.uk); abgerufen am 18. März 2013