Richard Müller (USPD)

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Richard Müller (* 9. Dezember 1880 in Weira; † 11. Mai 1943 in Berlin) spielte als einer der Protagonisten der Revolutionären Obleute vor allem im Vorfeld und Verlauf der Novemberrevolution als Verfechter einer deutschen Räterepublik eine wichtige Rolle. So war er Vorsitzender des Vollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenräte Großberlin

Vollzugsratsausweis Nr. 1 von Emil Barth, unterschrieben durch Richard Müller und Brutus Molkenbuhr als Vorsitzende des Berliner Vollzugsrates

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Herkunft und Jugend[Bearbeiten]

Müller wurde am 9. Dezember 1880 im Dorf Weira (im heutigen Thüringen) als Sohn eines Gastwirts geboren. Die Eltern betrieben neben der Gaststätte auch Landwirtschaft, um die Familie zu ernähren. Richard war das vierte von zunächst sieben Geschwistern. Kurz vor seinem achten Geburtstag starb seine Mutter Wilhelmina, der Vater Otto heiratete zwei Jahre später erneut, die Stiefmutter Ulrike Müller (geb. Zimmermann) war erst 19 Jahre alt und somit nur sechs bis sieben Jahre älter als Richards älteste Geschwister. Aus der erneuten Ehe kamen zwei weitere Kinder hinzu, so dass die Familie nun zehn Personen umfasste (ein Kind war kurz nach der Geburt verstorben).

1896 starb auch der Vater Otto Müller, so dass Richard Müller zum Vollwaisen wurde. Wenig später geriet der familieneigene Gasthof in den Konkurs, die wirtschaftliche Situation der Familie verschlechterte sich. Richard Müller verließ Weira und trat eine Dreherlehre an.

Nachdem er zunächst einige Zeit in Hannover gelebt und dort eine Familie gegründet hatte, siedelte er nach Berlin über, wo er spätestens seit 1910 im Deutschen Metallarbeiterverband wirkte und erste Artikel zur Kritik des Taylorismus in der Dreherbranche verfasste.[1]

Weltkrieg und Leiter der Revolutionären Obleute[Bearbeiten]

Müller war seit 1914 Leiter der Dreherbranche im freigewerkschaftlichen Deutschen Metallarbeiterverband und einer der führenden Köpfe des auf dem linken Flügel der Gewerkschaften angesiedelten Metallarbeiterverbandes in Berlin. Müller hatte seit Beginn des Krieges die sozialdemokratische Burgfriedenspolitik bekämpft. Aus dieser Haltung heraus wurde er zum Mitbegründer der Revolutionären Obleute, eines Widerstandsnetzwerkes von Metallarbeitern, ursprünglich hervorgegangen aus den Vertrauensleuten der Dreherbranche. Im Juni 1916 organisierten die Obleute einen eintägigen Generalstreik aus Protest gegen die Verhaftung Karl Liebknechts, an der sich etwa 55.000 Arbeiter beteiligten. Dieser Streik ging als erster politischer Massenstreik Deutschlands in die Geschichte ein.

Kurz vor einem geplanten 2. Massenstreik im April 1917 wurde Müller verhaftet und zum Militär eingezogen. Von vielen seiner Genossen wurde eine Denunziation der Gewerkschaftsführung vermutet, was die Wut unter den Arbeitern noch steigerte. Am Aprilstreik (auch „Brotstreik“ genannt) beteiligten sich etwa 300.000 Arbeiter und protestierten gegen die unzureichende Lebensmittelversorgung, aber auch gegen die Inhaftierung Müllers. Nach einem Entgegenkommen der Behörden wurde der Streik bereits am zweiten Tag eingestellt. Dieser frühzeitige Abbruch des Streiks auf Betreiben des SPD-Gewerkschaftsführer Adolf Cohen führte dazu, dass Müller erst nach drei Monaten das Militär verlassen konnte.[2]

Im Januarstreik 1918 übernahm Müller den Vorsitz des in Berlin gegründeten Aktionsausschusses, dem auch Friedrich Ebert, Philipp Scheidemann, Otto Braun und andere angehörten. Hier setzte er sich gegen den Willen der linksradikalen Mehrheit für eine Beteiligung der SPD an der Streikleitung ein, um die Streikfront möglichst breit zu halten.

Nach dem gescheiterten Januarstreik setzte eine erneute Repressionswelle mit Massenverhaftungen ein, Müller wurde erneut eingezogen und musste bis zum September Militärdienst leisten. Entlassen wurde er erst, nachdem er für den Berliner Reichstagswahlkreis 1 als Kandidat der USPD aufgestellt worden war. Als Reichstagskandidat war er für den Wahlkampf vom Wehrdienst befreit. Die Wahl selbst fand am 15. Oktober 1918 statt und war eine Nachwahl, bei der das Mandat des verstorbenen Reichstagspräsidenten Johannes Kaempf neu besetzt werden musste. Müller schaffte es in die Stichwahl, konnte jedoch das Mandat nicht erobern.

Während Müllers Abwesenheit führte Emil Barth die Revolutionären Obleute, gleichzeitig stieß der ehemalige Vorwärts-Redakteur Ernst Däumig zur Organisation. Die Obleute orientierten sich nun, ermuntert durch den seit Sommer 1918 immer offensichtlicheren militärischen Zusammenbruch an der Front, auf einen bewaffneten Aufstand hin. Unter der Leitung Barths wurden Waffen gesammelt, Aufstandspläne wurden diskutiert.

Gemeinsam mit Mitgliedern der Spartakusgruppe und weiteren USPD-Linken versammelten sich die Obleute in einem „Arbeiterrat“ und koordinierten ihre Aktionen. Die Führung lag dabei eindeutig bei Müller und den Revolutionären Obleuten, sehr zum Verdruss Liebknechts und der Spartakusgruppe. Liebknecht, am 23. Oktober 1918 aus der Haft entlassen, drängte auf eine schnelle Aktion, während Müller und die Obleute Bewaffnung und Vorbereitung noch für unzureichend hielten. Auch als durch die Matrosenrevolte in Kiel die Revolution bereits angebrochen war, gaben sie zunächst nicht nach und hielten am verabredeten Aufstandstermin für den 11. November fest. Erst in letzter Minute, am 8. November, wurde für den nächsten Tag das Losschlagen beschlossen.[3]

Obwohl der Aufstand am 9. November in weiten Teilen spontan und unkoordiniert verlief, so trugen doch die wochenlangen Vorbereitungen der Obleute einiges zum Gelingen der Aktion bei. Die Taktik, in bewaffneten Demonstrationszügen von den Industriegebieten am Stadtrand ins Zentrum vorzudringen und dort die Regierungsgebäude zu besetzen, ging weitgehend auf. Die Planungen der Obleute gaben dem Revolutionsgeschehen insbesondere in den ersten Stunden eine gewisse Struktur, es kam kaum zu Gegenwehr und die Revolution verlief relativ unblutig.

Novemberrevolution und Vorsitzender des Vollzugsrates[Bearbeiten]

Erster Reichskongress der Arbeiter- und Soldatenräte, Eröffnungsrede von Richard Müller

Als sich unter Friedrich Ebert im Zuge der Novemberrevolution am 9. und 10. November 1918 nach dem Sturz der Monarchie der Rat der Volksbeauftragten als neue, aus Vertretern der SPD und USPD paritätisch besetzte provisorische Reichsregierung bildete, lehnte Müller, der wie auch Liebknecht der USPD angehörte, eine Regierungsbeteiligung gemeinsam mit den Mehrheitssozialisten ab. Müller war kein Vertreter einer parlamentarischen Regierungsform, er strebte das Rätesystem als Grundlage der neuen Staatsordnung an. Eine Nationalversammlung lehnte er daher ab und plädierte für die volle Machtübernahme der Arbeiter- und Soldatenräte. Die Nationalversammlung, so Müller, würde es nur „über [seine] Leiche“ geben. Dieser Ausspruch begründete seinen zeitgenössischen Spitznamen „Leichenmüller“.[4]

Stattdessen wurde Müller am 10. November zum Vorsitzenden der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin gewählt. Außerdem gehörte er neben anderen MSPD- und USPD-Mitgliedern wie Hermann Müller, Georg Ledebour oder Emil Barth dem aus insgesamt 28 Personen bestehenden Vollzugsrat an. Als dessen Vorsitzender war er einer der Hauptkontrahenten des Rates der Volksbeauftragten. Im Vorfeld des Reichsrätekongresses hatte ihn die USPD als einen der Vorsitzenden vorgeschlagen, auch wenn er kein Mandat für den Kongress besaß. Letztlich hatte Carl Severing von der MSPD mit Argumenten aus der parlamentarischen Praxis verhindert, dass Müller auf dem Kongress Mitglied des Vorstandes wurde. Dahinter steckte aber auch das Ziel, den Einfluss dieses politischen Gegners möglichst zu begrenzen. Dennoch spielte er als Vorsitzender des Vollzugsausschusses eine nicht unerhebliche Rolle. So stammte vermutlich von ihm die Geschäftsordnung der Versammlung. Außerdem hielt er die Eröffnungsrede. In dieser führte Müller aus, dass es Aufgabe des Kongresses sei, die Fundamente für eine deutsche sozialistische Republik zu legen, die Errungenschaften der Revolution zu sichern, die „von den Arbeitern und Soldaten eroberte politische Macht für alle Zeiten fest [zu] verankern und dem deutschen werktätigen Volke den Weg zur Freiheit, zum Glück und Wohlergehen [zu] zeigen.“[5] Später gab Müller den Rechenschaftsbericht des Vollzugsrates ab, während Ebert für den Rat der Volksbeauftragten sprach. Auf dem Kongress setzte sich im Wesentlichen die Position Eberts durch. Zwar beanspruchte der Berliner Vollzugsrat auch später noch das Kontrollrecht, er konnte dem Rat der Volksbeauftragten aber nicht dessen führende politische Rolle streitig machen.

Müller war sich mit der Mehrheit des linksrevolutionären Spartakusbundes zwar über das Ziel einer sozialistischen Räterepublik einig. Aber er lehnte für die revolutionären Obleute solange einen Anschluss an die KPD ab, ehe diese nicht ihre Putschistentaktik aufgegeben hätten.[6]

Rätetheoretiker[Bearbeiten]

Als Vertreter des linken Flügels im Deutschen Metallarbeiterverband gehörte Müller zu den entschiedenen Kritikern einer Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern in der so genannten Zentralarbeitsgemeinschaft. Eine Resolution Müllers vom 2. März 1919 warf der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands Verrat vor. Im Juni 1919 sprach Müller neben Theodor Leipart auf dem Kongress der freien Gewerkschaften über die zukünftigen Aufgaben der Arbeiterräte. Er entfaltete dabei ein über die Betriebsebene hinausgehendes rätedemokratisches Konzept. Ohne die Gewerkschaften zu erwähnen, entwickelte Müller das Modell einer regional und fachlich durchgegliederten Räteorganisation, an deren Spitze ein Zentralrat und ein Reichswirtschaftsrat stehen sollten. Dieses Konzept wurde jedoch von der Mehrheit des Kongresses mit 407 zu 192 Stimmen abgelehnt, stattdessen setzte sich in der Folge das Betriebsratskonzept durch.[7] Im November 1919 wurde Müller, nachdem sich im DMV der linke Flügel durchgesetzt hatte, Chefredakteur von dessen Wochenblatt Metallarbeiter-Zeitung; nach einem Zerwürfnis mit dem DMV-Vorsitzenden Robert Dißmann musste er diese Position aber schon im Juni 1920 aufgeben.

Ein Jahr später scheiterte Müller mit seinem Antrag, die Betriebsräte zu selbstständigen politischen Kampforganisationen zu machen - in Berlin hatte er mit der Berliner Betriebsrätezentrale bereits ein entsprechendes Modell geschaffen, das auf lokaler Ebene arbeitsfähig war. Jedoch erklärte der erste deutsche Betriebsrätekongress von 1920 die Gewerkschaften zu Trägern der Betriebsräte. Müller versuchte in der Folge wenig erfolgreich, die der USPD nahestehenden Betriebsräte in einer Reichsstelle der Betriebsräte zu sammeln, um mit ihr der gewerkschaftlichen Betriebsrätezentrale des ADGB und des AfA-Bundes Konkurrenz zu machen.[8]

Übergang zur KPD und innerkommunistische Opposition[Bearbeiten]

Auf dem außerordentlichen Parteitag der USPD in Halle zwischen dem 12. und 17. Oktober 1920 gehörte Müller zu denjenigen um Ernst Däumig, die eine Aufnahme der Partei in die kommunistische Internationale und letztlich den Zusammenschluss mit der KPD zur VKPD befürworteten. Die Mehrheit der Delegierten stimmte diesem Kurs zu. Die Gegner des Beschlusses jedoch verließen den Saal, womit die Partei gespalten war.

Müller war von Oktober bis Dezember 1920 im Zentralkomitee der USPD-Linken aktiv, seit Dezember war er Leiter der Reichsgewerkschaftszentrale der KPD. Im Jahr 1921 zählte Müller zu den parteiinternen Kritikern der Märzaktion um die VKPD-Vorsitzenden Levi und Däumig und entwickelte darüber hinaus eine kritische Haltung zur Politik der Roten Gewerkschafts-Internationale. Wegen seines parteiinternen Widerstandes und seiner Weigerung, in Berlin zu Streiks im Rahmen der Märzaktion verlor er alle Posten in der KPD und war fortan nur noch einfaches Mitglied. Müller sympathisierte zeitweise mit der KAG, trat dieser jedoch nicht bei. Laut neueren Forschungen war er noch 1924 Mitglied der KPD, die gegen ihn ein Ausschlussverfahren anstrengte weil er angeblich aktive Parteiarbeit verweigere. Müller protestierte bei der Komintern in Moskau und verwies auf seine entstehenden Schriften zur historischen Aufarbeitung der niedergeschlagenen Revolution - ein Werk, dass von der KPD jedoch als "Privatsache" betrachtet wurde. Ob das Ausschlußverfahren hier oder später erfolgreich war, bleibt unklar - Ende der 20er Jahre war Müller nicht mehr Parteimitglied.[9]

In den Folgejahren zog Müller sich aus dem politischen Leben zurück und widmete sich seiner neuen Tätigkeit als Publizist und Historiker. In verschiedenen Schriften hatte er schon 1919-1921 seine politischen Ideen einer Räterepublik niedergelegt. Nach dem Ende seiner aktiven politischen Laufbahn schrieb er seine dreibändige Revolutionsgeschichte mit dem Obertitel Vom Kaiserreich zur Republik, sie fand unter Zeitgenossen hohe Beachtung und gilt bis heute als die bedeutendste zeitgenössische Darstellung der Novemberrevolution aus linkssozialistischer Perspektive.

Nach der Veröffentlichung seiner Bücher war Richard Müller eine Zeitlang in der Linksgewerkschaft Deutscher Industrie-Verband (DIV) tätig, die eine revolutionäre Gewerkschaftsarbeit verwirklichen wollte und KPD wie SPD gleichermaßen kritisch gegenüberstand. Um 1929 verließ Müller den DIV, weiteres politisches Engagement ist nicht bekannt.

Rückzug ins Private und Tätigkeit als Unternehmer[Bearbeiten]

In seinen letzten Lebensjahren wirkte Müller als Geschäftsführer der Phöbus-Bau GmbH und erwarb sich ein Vermögen mit Immobiliengeschäften. Die Gesellschaft war ursprünglich als Verlagsgesellschaft zum Vertrieb seines dritten Buches gegründet worden, wurde jedoch schon bald in ein Bauunternehmen umgewandelt. Um 1930 gerieten Müller und seine Gesellschaft wegen unlauterer Praktiken als Vermieter mehrfach in die Schlagzeilen. Laut Informationen der KPD-Zeitung Rote Fahne wurde Müller wegen des Einzugs überhöhter Kautionen und illegaler Auskunftsgebühren gerichtlich verurteilt und musste die Gelder an seine Mieter zurückzahlen.[10]

Richard Müller starb am 11. Mai 1943 in Berlin, Todesursache und Grabstelle sind unbekannt.

Bedeutung und Nachwirkung[Bearbeiten]

Müllers Stellung zwischen Sozialdemokratie und Kommunismus standen lange Zeit einer breiteren Rezeption entgegen, während andere Akteure wie Karl Liebknecht oder Friedrich Ebert während des Kalten Krieges zu Symbolfiguren avancierten. Im Gedächtnis blieb Richard Müller vor allem durch seine drei Bände zur Revolutionsgeschichte, die in den 1960er Jahren von der westdeutschen Studentenbewegung stark rezipiert wurden, zunächst in Form von Raubdrucken und 1974 auch durch eine „offizielle“ Neuauflage.

Die Berichte von Müller wurden von Theodor Plievier in seinem Roman Der Kaiser ging, die Generäle blieben verwendet, in dem er auch Müller selbst in einer Szene bei der Erstürmung des Reichstags auftreten lässt. Ähnlich stark beeinflusst haben Richard Müllers Schriften auch die 1969 erschienene, bis heute sehr erfolgreiche Darstellung Die verratene Revolution von Sebastian Haffner, in der dieser die gescheiterte Novemberrevolution unter anderem als Vorgeschichte des Nationalsozialismus interpretiert. Im Jahr 2011 erschien unter dem Titel Eine Geschichte der Novemberrevolution eine Neuausgabe, in der Müllers Geschichtswerke in einem Band zusammengefasst und mit wissenschaftlichem Apparat (historische Einleitung, Chronologie und Personenregister) versehen wurden.

Weniger bekannt, aber dennoch folgenreich ist das maßgeblich durch Müller und Däumig geprägte Konzept des „Reinen Rätesystems“, das die Forderungen der Streikwelle des Jahres 1919 prägte und auch später immer wieder von neomarxistischen und gewerkschaftlichen Kreisen diskutiert wurde. Ein weiterer Vertreter und Architekt dieses Modells war auch Karl Korsch, später einer der Gründerväter des Neomarxismus. Korsch war 1919 gemeinsam mit Müller als Autor für die Zeitschrift Der Arbeiter-Rat tätig, 1929 engagierte er sich gemeinsam mit Müller im DIV und schrieb für dessen Verbandszeitschrift.

Werke[Bearbeiten]

  • Was die Arbeiterräte wollen und sollen! Mit einem Vorwort von Ernst Däumig. Verlag „Der Arbeiter-Rat“, Berlin 1919.
  • Das Rätesystem in Deutschland. In: Die Befreiung der Menschheit. Leipzig 1921 (online hier).
  • Vom Kaiserreich zur Republik. 2 Bände. Wissenschaft und Gesellschaft Nr. 3, 4. Malik, Wien 1924, 1925. (Nachdruck: Olle & Wolter, Kritische Bibliothek der Arbeiterbewegung. Berlin 1974)
    • Band 1: Ein Beitrag zur Geschichte der revolutionären Arbeiterbewegung während des Weltkrieges.
    • Band 2: Die Novemberrevolution. Malik-Verlag, Wien 1924 Einbandgestaltung von John Heartfield.
  • Der Bürgerkrieg in Deutschland. Geburtswehen der Republik. Phöbus-Verlag, Berlin 1925. (Nachdruck: Olle & Wolter, Kritische Bibliothek der Arbeiterbewegung. Berlin 1974)

Bei Olle & Wolter erschienen die drei letztgenannten Titel auch unter dem Gemeinschaftstitel Der Bürgerkrieg in Deutschland. Berlin 1979. Nachdruck aller 3 Bände in einem Band: Richard Müller: Eine Geschichte der Novemberrevolution. Verlag Die Buchmacherei, Berlin 2011, ISBN 978-3-00-035400-7.

Literatur[Bearbeiten]

Monographien:

  • Ralf Hoffrogge: Richard Müller - Der Mann hinter der Novemberrevolution. Karl-Dietz-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02148-1.
  • Ralf Hoffrogge, Working-Class Politics in the German Revolution. Richard Müller, the Revolutionary Shop Stewards and the Origins of the Council Movement, Brill Publications 2014, ISBN 978-9-00421-921-2.
  • Ingo Materna: Der Vollzugsrat der Berliner Arbeiter- und Soldatenräte 1918/19. Dietz-Verlag, Berlin 1978, DNB 780433440.
  • Franz Osterroth, Dieter Schuster: Chronik der deutschen Sozialdemokratie. Band 2: Vom Beginn der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Dietz, Bonn/Berlin 1975, ISBN 3-8012-1084-7, S. 7f.
  •  Hermann Weber, Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. Zweite, überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6 (online, abgerufen am 1. Januar 2013).
  • Wolfram Wette: Gustav Noske: Eine politische Biographie. Droste Verlag, 1987, ISBN 3-7700-0728-X.

Aufsätze:

  • Ralf Hoffrogge: Hinter den Kulissen des Januarstreiks 1918 - Richard Müller und die Revolutionären Obleute. In: Chaja Boebel, Lothar Wentzel (Hrsg.): Streiken gegen den Krieg - Die Bedeutung der Massenstreiks in der Metallindustrie vom Januar 1918. VSA-Verlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-89965-320-5.
  • Ralf Hoffrogge: Richard Müller (1880-1943). In: Bewahren Verbreiten Aufklären. Archivare, Bibliothekare und Sammler der Quellen der deutschsprachigen Arbeiterbewegung. Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn-Bad Godesberg 2009, ISBN 978-3-86872-105-8, S. 209–215.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ralf Hoffrogge: Richard Müller - Der Mann hinter der Novemberrevolution. Berlin 2008, S. 15ff.
  2. Richard Müller: Vom Kaiserreich zur Republik. Wien 1924, S. 116f.
  3. Revolutionäre Gymnastik. auf: Jungle World. 13. November 2008.
  4. Eduard Bernstein: Die deutsche Revolution von 1918/19. (Rezension im Archiv für Sozialgeschichte von Heinrich-August Winkler)
  5. Zit. nach Ross: Politisches Verhalten. S. 169.
  6. Protokoll des Gründungsparteitags der KPD. (Dritter Tag, 1. Januar 1919)
  7. Michael Schneider: Höhen, Krisen und Tiefen. Die Gewerkschaften in der Weimarer Republik. In: Ulrich Borsdorf (Hrsg.): Geschichte der deutschen Gewerkschaften. Von den Anfängen bis 1945. Köln 1987, S. 297.
  8. Schneider, S. 304.
  9. Ein Schriftwechsel dazu ist dokumentiert in: Ralf Hoffrogge, Working-Class Politics in the German Revolution. Richard Müller, the Revolutionary Shop Stewards and the Origins of the Council Movement, Brill Publications 2014, ISBN 978-9-00421-921-2, S. 174ff; in der dt. Erstausgabe der Biographie ist diese Quelle noch nicht enthalten.
  10. Ralf Hoffrogge: Hinter den Kulissen des Januarstreiks 1918 - Richard Müller und die Revolutionären Obleute. In: Chaja Boebel, Lothar Wentzel (Hrsg.): Streiken gegen den Krieg - Die Bedeutung der Massenstreiks in der Metallindustrie vom Januar 1918. Hamburg 2008.