Richard May

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Sir Richard George May (* 12. November 1938 London, Großbritannien; † 1. Juli 2004 in Oxfordshire, Großbritannien) war ein britischer Jurist.

Richard May studierte nach dem Wehrdienst bei der Leichten Infanterie Durham Rechtswissenschaften am Selwyn College in Cambridge. Als Barrister wurde er 1965 zugelassen. Neben seiner rechtsanwaltschaftlichen Tätigkeit wurde er schließlich Staatsanwalt, bevor zum Richter am Crown Court 1987 ernannt wurde.

Richard May machte sich einen Namen als Politiker. 1970 kandidierte er als Kandidat der Labour-Partei für Dorset South und im Jahr 1979 als Labour-Kandidat gegen Margaret Thatcher im Wahlkreis Finchley. In den Jahren 1970–1979 war er Ratsmitglied im Stadtrat von Westminster.

1997 wurde Sir Richard May an den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) der Vereinten Nationen in Den Haag berufen. Hier führte er den Vorsitz unter anderem im Verfahren gegen den früheren serbischen Präsidenten Slobodan Milošević wegen Kriegsverbrechen. Richard May setzte sich für die Schaffung des Internationalen Strafgerichtshofes (ICC) der Vereinten Nationen ein. Dieser wurde 2002 ebenfalls in Den Haag errichtet.

Wegen seiner gesundheitlichen Schwächung trat Richard May im Februar 2004 von seinem Amt zurück. Noch im Juni 2004 wurde er zum Ritter geschlagen und mit dem Titel des "Sir" geehrt. Schließlich starb er wenige Wochen später in seinem Haus in Oxfordshire an einem Hirntumor.