Richard Williams (Tennisspieler)

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Richard Williams

Richard Norris „Dick“ Williams II (* 29. Januar 1891 in Genf, Schweiz; † 2. Juni 1968 in Bryn Mawr, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Tennisspieler.

Biografie[Bearbeiten]

Williams wurde in der Schweiz als Sohn des US-amerikanischen Anwalts Charles Duane Williams (1860–1912) und dessen Frau Lydia Biddle White (1864–1946) geboren.

Im April 1912 verließ er Europa als Passagier Erster Klasse des Luxusdampfers RMS Titanic. Nach dem Untergang des Schiffes hielt Williams sechs Stunden im eiskalten Wasser aus, ehe er gerettet wurde. Sein Vater kam bei dem Unglück ums Leben; er wurde von einem der niederstürzenden Schornsteine erschlagen. Williams selbst schaffte es, in ein gekentertes Boot zu klettern.

Der Arzt an Bord des Passagierschiffes RMS Carpathia, welches Williams rettete, riet ihm die Beine aufgrund der Erfrierungen amputieren zu lassen – eine damals gängige Maßnahme bei schwerwiegenden Erfrierungen dieser Art. Williams widersetzte sich jedoch dieser Empfehlung und gesundete vollständig. Bereits Monate später erreichte er das Viertelfinale der US Open und unterlag dem späteren Sieger Maurice McLoughlin. Am 18. Juli 1912 traf er erstmals in einem Turnier in Boston auf Karl Howell Behr, den er nach dem Untergang der Titanic auf der Carpathia kennengelernt hatte.[1]

In den Jahren 1914 und 1916 gewann er die amerikanischen Tennismeisterschaften und 1925 und 1926 das Doppel. Im Jahr 1920 siegte er in Wimbledon im Doppel und 1924 gewann er im Alter von 34 Jahren mit der 37-jährigen Hazel Hotchkiss Wightman das Mixed bei den Olympischen Spielen. 1957 erfolgte die Aufnahme in die International Tennis Hall of Fame.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Richard Williams – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heiko Oldoerp: Zwei US-Tennisspieler überlebten Titanic-Untergang: Karl Behr und Richard Williams trafen sich nach der Rettung auf dem Court wieder, Beitrag in der Sendung Sport am Sonntag vom 15. April 2012 im Deutschlandfunk (Archiv-Version)