Richard Rive

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Oberbürgermeister der Stadt Halle/Saale siehe Richard Robert Rive.

Richard Rive (* 1930 in Kapstadt; † 4. Juni 1989 ebenda) war ein südafrikanischer Schriftsteller.

Rive wurde 1931 im „District Six“ genannten Arbeiterviertel von Kapstadt geboren. In seiner Jugend war er ein Hürdenläufer, später lange Zeit als Lehrer tätig.

Als Farbiger war es ihm möglich, eine akademische Karriere sowohl in seinem Heimatland, wie auch in Übersee zu beginnen. So bekam er 1965 ein Fulbright-Stipendium und später ein Forschungsstipendium der Universität Oxford. Dort schrieb er auch seine Doktorarbeit über Olive Schreiner.

Rive glaubte an den Antirassismus und blieb im Gegensatz zu vielen Kollegen im Land und verteidigte dort die Stellung der Diskriminierten.

Der Großteil seiner Arbeiten wurde in der ersten Hälfte der 60er Jahre veröffentlicht, zum Beispiel die Kurzgeschichten Dagga-smoker's Dream und The Bench, die die Grausamkeiten des Apartheidsystems offenlegten. Zuerst konzentrierte er sich auf diese Art der Prosaliteratur und veröffentlichte diese als Sammlungen oder in Magazinen wie „Drum“ und „Fighting Talk“, später schrieb er allerdings noch drei Romane: Emergency (1964), 'Buckingham Palace', District Six (1986) und Emergency Continued (1990); außerdem veröffentlichte er eine Autobiographie mit dem Namen Writing Black (1981).

Rive wurde 1989 in seinem Haus in Kapstadt erstochen. Sein letzter Roman wurde postum veröffentlicht. Der Mord, wahrscheinlich von zwei jungen Männern gemeinsam begangen, stand im Zusammenhang mit Rives kaum bekannter Homosexualität.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Shaun Viljoen: A Skewed Biography, Kapstadt 2006[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Shaun Viljoen, 2006, besonders S. 258-261
  2. Hier als PDF, abgerufen am 30. April 2012

Weblinks[Bearbeiten]