Richard Seaman

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Richard John Beattie „Dick“ Seaman (* 4. Februar 1913 in Chichester; † 25. Juni 1939 in Spa, Belgien) war ein britischer Automobilrennfahrer, und fuhr 1937 bis 1939 für Mercedes.

Leben[Bearbeiten]

1913 als Sohn wohlhabender Eltern geboren, war Richard Seaman schon in seiner Kindheit von Autos begeistert. 1934 brach er seine Ausbildung in Cambridge ab, um Rennfahrer zu werden. Mit seinem neu erworbenen Wagen der Marke MG ging er auf europäische Festland, um die ersten Rennen zu bestreiten. Seaman gewann auf Anhieb das Voiturette-Rennen in Bremgarten. Mit einem ERA siegte er bei weiteren kleinen Rennen. Als Co-Fahrer von Hans Ruesch belegte er 1936 beim Großen Preis von Donington den ersten Platz. Schließlich wurde Mercedes-Rennleiter Alfred Neubauer auf ihn aufmerksam und lud ihn zu Testfahrten auf den Nürburgring ein.

Richard Seaman unterzeichnete einen Vertrag mit Mercedes für 1937, gegen den Willen seiner Mutter, die ihren Sohn nicht für ein Team der Nationalsozialisten fahren sehen wollte. Die Saison 1937 war für Seaman solide, aber nicht überragend, seine beste Saison war 1938, wo er den Großen Preis von Deutschland gewann und in der Schweiz Zweiter wurde. Im Dezember 1938 heiratete er Erica Popp, Tochter des BMW-Direktors. Seine Mutter blieb der Trauung demonstrativ fern.

Seamans Grabstätte auf dem Putney Vale Cemetery in London

Die Saison 1939 begann unglücklich. In Pau durfte Seaman nicht starten, beim Eifelrennen schied er aus. Der Große Preis von Belgien schien die Wende zu bringen. Im strömenden Regen führte er überlegen, als er von der Strecke abkam und gegen einen Baum prallte. Sein Wagen fing Feuer, Seaman war bewusstlos. Als er befreit wurde, war es zu spät. Am Abend erlag Richard Seaman seinen schweren Verletzungen.

Der wohl beste britische Fahrer der Zwischenkriegszeit blieb Mercedes' einziger Todesfall während der Silberpfeil-Ära 1934 bis 1939.

Erfolge[Bearbeiten]

  • 1934: Coppa Acerbo (Voiturette) (3), GP der Schweiz (Voiturette) (1), GP der Tschechoslowakei (Voiturette) (5)
  • 1935: DNF Frontieres GP, Eifelrennen (Voiturette) (4), Coppa Acerbo (Voiturette) (1), GP der Schweiz (Voiturette) (1), GP der Tschechoslowakei (Voiturette) (1)
  • 1936: British Empire Trophy (Handicap) (1), Isle of Man (Voiturette) (1), GP von Deutschland (8), Coppa Ciano (Voiturette) (6), Coppa Acerbo (Voiturette) (1), DNF Coppa Acerbo, GP der Schweiz (Voiturette) (1), JCC 200 (Voiturette) (1), GP von Donington (1)
  • 1937: Tripoli GP (7), AVUS GP (5). DNF Eifelrennen, Vanderbilt Cup (2), DNF GP von Deutschland, Coppa Acerbo (5), GP von Italien (4), GP der Tschechoslowakei (4), DNF GP von Donington
  • 1938: DNS GP von Frankreich, GP von Deutschland (1), GP der Schweiz (2), DNF GP von Italien, GP von Donington (3)
  • 1939: DNS GP von Pau, DNF Eifelrennen, DNF GP von Belgien

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dick Seaman, George Monkhouse, Doug Nye: Dick and George. The Seaman Monkhouse Letters 1936–1939. Palawan Press, London 2002, ISBN 0-9523009-9-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Richard Seaman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien