Richard Stöss

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Richard Stöss [ʃtœs] (* 18. März 1944 in Sankt Goar) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und außerplanmäßiger Professor an der FU Berlin. Schwerpunkte seiner Forschungsarbeit sind Rechtsextremismus und Parteienforschung.

Leben und wissenschaftlicher Werdegang[Bearbeiten]

Stöss machte im Jahr 1965 das Abitur und legte 1970 die Diplomprüfung im Fach Politikwissenschaft an der FU Berlin ab. Er arbeitete von 1969 bis 1996 am Zentralinstitut für sozialwissenschaftliche Forschung der FU Berlin. Dort war er zunächst bis 1971 Studentische Hilfskraft und Wissenschaftlicher Hilfsassistent bzw. Teilzeitassistent, von 1971 bis 1976 Wissenschaftlicher Assistent und von 1976 bis 1996 Wissenschaftlicher Angestellter (zunächst im DFG-Projekt „Parteiensystem“, ab 1977 unbefristet). Stöss promovierte 1978 mit einer Dissertation zum Thema „Konservative Revolution gegen den Basiskonsens. Die Deutsche Gemeinschaft/Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland“ an der FU Berlin zum Dr. phil. Ebenfalls an der FU Berlin wurde seine Habilitationsschrift im Jahr 1984 für das Fach Politische Wissenschaft zum Thema „Struktur und Entwicklung des Parteiensystems der Bundesrepublik - Eine Theorie“ angenommen. Seit 1996 war Stöss Mitglied des Fachbereichs Politische Wissenschaft, des heutigen Fachbereichs Politik- und Sozialwissenschaften, der FU Berlin und Geschäftsführer des Otto-Stammer-Zentrums - Arbeitsstelle für Empirische Politische Soziologie. Stöss wurde 2004 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Seit dem 1. April 2009 ist Stöss im Ruhestand.[1]

Richard Stöss ist Mitglied der SPD.[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2005: Rechtsextremismus im Wandel; Friedrich-Ebert-Stiftung, 3. aktual. Aufl. Bonn 2010 ISBN 978-3-86872-565-0 Volltext (PDF; 3,8 MB)
  • 2001: Stabilität im Umbruch
  • 1999: Rechtsextremismus im vereinten Deutschland
  • 1996: Die PDS: Geschichte, Organisation, Wähler, Konkurrenten (zusammen mit Gero Neugebauer)
  • 1989: Die extreme Rechte in der Bundesrepublik. Entwicklung, Ursachen, Gegenmaßnahmen
  • 1986: Parteien-Handbuch. Die Parteien der Bundesrepublik Deutschland seit 1945; 4 Bände
  • 1980: Vom Nationalismus zum Umweltschutz
  • 1975: Die Parteien und die Presse der Parteien und Gewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland 1945 – 1974

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Lebenslauf und Berufliche Tätigkeiten auf der Homepage von Richard Stöss zuletzt abgerufen am 12. Mai 2010
  2. Joachim Fahrun: SPD-Mann machte nach Ausschluss noch Karriere. In: Die Welt, 1. August 2008.

Weblinks[Bearbeiten]