Richard Tol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Richard S. J. Tol (* 2. Dezember 1969 in Hoorn) ist ein niederländischer Volkswirtschaftler.

Er ist Forscher am Economic and Social Research Institute in Dublin, Irland[1][2], hält zudem eine Professur an der Vrije Universiteit Amsterdam und war an der Universität Hamburg und dem Hamburger Zentrum für Marine und Atmosphärenwissenschaften tätig. Er arbeitete außerdem an der Carnegie Mellon Universität in Pittsburg.

Akademische Laufbahn[Bearbeiten]

Tol machte 1992 den Magister in Ökonometrie an der Freien Universität Amsterdam und wurde dort 1997 in Wirtschaftswissenschaften promoviert. Ab 1998 trug er mit 19 anderen Wissenschaftlern zum Umweltprogramm der UN bei.[3] Tol war auch beim Intergovernmental Panel on Climate Change tätig. Er war von 2000 bis 2006 Professor in Hamburg und ging anschließend an das Economic and Social Research Institute in Dublin.

Tol hat einen h-Index von 16 und wird nach Research Papers in Economics zu den führenden 250 Volkswirtschaftlern weltweit gezählt.[4]

Er hält Maßnahmen gegen Treibhausgase in Irland für wirtschaftlich schädlich[5] und sieht die negativen Auswirkungen der Klimaänderung als überbewertet an[6]. Tol nahm mehrmals an Projekten des Copenhagen Consensus teil und gehört zu den Kritikern des Stern-Reports. 2014 gab er kurz vor der Veröffentlichung des Sachstandsberichts der zweiten Arbeitsgruppe des AR5 seinen Rücktritt bekannt. Seiner Ansicht nach "drifte das Resümee des UNO-Berichts Richtung Alarmismus".[7]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage des ESRI Energiebereichs
  2. Homepage des ESRI Umweltbereichs
  3. J.F. et al. Feenstra: Handbook on Methods for Climate Change Impact Assessment and Adaptation Strategies 1998 print (Zugriff am 10. Oktober 2008).
  4. Top 5% Authors on IDEAS/RePEc
  5. Irish Times, Dec 20, 2007
  6. Richard Tol: Why Worry About Climate Change?. ESRI. 2009. Abgerufen am 3. Februar 2011.
  7. Angebliche Panikmache: Führender Forscher verlässt Spitze des Welt-Klimarats Der Spiegel, März 2014, von Axel Bojanowski