Richard Trunk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Richard Trunk (* 10. Februar 1879 in Tauberbischofsheim; † 2. Juni 1968 in Herrsching am Ammersee) war ein deutscher Komponist.

Biographie[Bearbeiten]

1894 nimmt er sein Studium am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt auf. Von 1896 bis 1899 studiert er an der Münchner Akademie der Tonkunst bei Joseph Rheinberger. 1912 geht er als Leiter der Arion Society nach New York, wo er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges bleibt. Danach lebt er als Musikschriftsteller, Dirigent und Begleiter in München. 1925 Hochzeit mit der Sängerin Maria Delbran. Ab 1925 ist er an der Rheinischen Musikschule in Köln, zunächst als stellvertretender Direktor, ab 1933 als Direktor, tätig. 1931 tritt er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 659.692)[1]. 1934 wurde Richard Trunk Präsident der Staatlichen Akademie der Tonkunst München (heute Hochschule für Musik und Theater München). 1935-1939 war er Dirigent des Münchner Lehrergesangvereins. Nach 1945 lebte er bis zu seinem Tod 1968 zurückgezogen in Riederau am Ammersee.

1933 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Tauberbischofsheim ernannt[2], 1952 von Rieden am Ammersee[3]. Die Richard-Trunk-Musikschule in Tauberbischofsheim trägt seinen Namen, ebenso eine Straße.

Werk[Bearbeiten]

94 Opera, Chorwerke, Klavierlieder (37 Zyklen mit über 200 Liedern), Instrumentalmusik.

Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Trunk stellte als frühes NSDAP-Mitglied ("Alter Kämpfer") seine Talente bereitwillig in den Dienst der Nationalsozialisten. 1932 und 1940 vertonte von Textvorlagen von Baldur von Schirach („Feier der neuen Front“, „Adolf Hitler, dem Führer gewidmet“) und Hanns Johst. Das erstgenannte Werk op.65 mit seinen Teilen „1. Hitler; 2. Des Führers Wächter; 3. O, Land; 4. Horst Wessel“ wurde in der Nazi-Zeit vielfach aufgeführt.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fred K. Prieberg: Handbuch deutsche Musiker 1933–1945, CD-Rom-Lexikon, Kiel 2004, S. 7259.
  2. Ehrenbürger der Kreisstadt Tauberbischofsheim auf www.tauberbischofsheim.de
  3. http://www.riederau.net/index.php/menschen