Richard von Chichester

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Denkmal Richards vor der Kathedrale von Chichester
mittelalterliches Wandbild

Richard von Chichester (* 1197 oder 1198 in Wych, heute Droitwich; † 3. April 1253 in Dover) ist ein Heiliger der römisch-katholischen Kirche, später auch der anglikanischen Kirche und ehemaliger Bischof von Chichester.

Leben[Bearbeiten]

Richard studierte in Oxford, Paris, Bologna und Orléans.

Um das Jahr 1235 wurde er Kanzler der Universität Oxford, dann Kanzler bei Edmund von Abingdon, dem Erzbischof von Canterbury und unterstützte diesen gegen König Heinrich III.. Er begleitete ihn auch ins Exil nach Frankreich. Anschließend studierte Richard in Orléans Theologie. Im Jahr 1244 wurde Richard von den Bischöfen zum Bischof von Chichester gewählt, König Heinrich betraute jedoch einen Mann seines Vertrauens mit diesem Amt. Papst Innozenz IV. weihte zwar Richard 1245 zum Bischof, doch der König hinderte ihn daran, seinen Amt anzutreten. So verwaltete Richard sein Bistum von unterwegs, was ihn zusammen mit seinem bescheidenen Lebensstil den einfachen Menschen näher brachte.

Erst 1247 gab König Heinrich unter Androhung der Exkommunikation nach und Richard konnte in Chichester residieren. Doch auch jetzt behielt er seinen Lebensstil bei und wirkte als Seelsorger. In seinen letzten Lebensjahren warb er erfolgreich für den Kreuzzug.

Nach seinem Tod wurde Richard in der Kathedrale von Chichester beigesetzt. Sein Grab war bis zu seiner Zerstörung im Jahre 1538 auf Befehl des englischen Königs Heinrich VIII. durch die Adligen von Sussex ein beliebter Wallfahrtsort.

Darstellung[Bearbeiten]

Richard von Chichester ist der Patron der Fuhrleute. Er wird im Bischofsornat dargestellt, mit einem Kelch zu seinen Füßen, den er umgestoßen haben soll, ohne dass etwas verschüttet wurde.

Sein Gedenktag ist der 16. Juni in der anglikanischen, der 3. April in der römisch-katholischen Kirche.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]