Rick Warren

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Pastor Rick Warren

Richard Duane „Rick“ Warren (* 28. Januar 1954 in San José, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Geistlicher und Autor religiöser Bücher.

Rick Warren ist Pastor der evangelikalen Megachurch Saddleback Church in Lake Forest, Kalifornien, deren Gottesdienste am Wochenende von durchschnittlich 22.000 Menschen besucht werden.[1] Rick Warren hat seine Ausbildung an baptistischen Institutionen genossen. Die von ihm gegründete Gemeinde (Saddleback Church) ist eine Baptistengemeinde und gehört der Southern Baptist Convention an.[2]

Lebenslauf[Bearbeiten]

Warren wurde am 28. Januar 1954 in San Jose als Sohn von Jimmy und Dot Warren geboren. Sein Vater war Pastor einer Baptistengemeinde, seine Mutter Bibliothekarin.

Nach seinem High-School-Abschluss studierte er Theologie und erwarb einen Bachelor of Arts an der California Baptist University in Riverside sowie 1979 einen Master of Divinity am Southwestern Baptist Theological Seminary in Fort Worth. Zudem promovierte er am Fuller Theological Seminary in Pasadena (Kalifornien). Darüber hinaus wurden ihm mehrere Ehrendoktorwürden verliehen.

Rick Warren ist verheiratet und hat mit seiner Frau Kay drei erwachsene Kinder (Amy, Josh und Matthew) sowie zwei Enkelkinder. Am 5. April 2013 nahm sich Matthew das Leben. Er litt schon länger an starken Depressionen.[3] [4]

Am 20. Januar 2009 sprach Rick Warren bei der Amtseinführung von Barack Obama ein Fürbittgebet.

Das Buch The Purpose Driven Life[Bearbeiten]

Warren ist durch sein Buch The Purpose Driven Life (deutsch: Leben mit Vision) bekannt geworden, das auf der Bestsellerliste der New York Times für über zwei Jahre die Sektion für gebundene Ratgeber anführte. Warren beschreibt darin fünf biblische Prinzipien, die für ein erfülltes Leben notwendig sind: Lobpreis und Anbetung, Gemeinschaft, Jüngerschaft, Dienst und Evangelisation.

Die Bekanntheit des Buches ist unter anderem auf eine Geiselnahme im März 2005 in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia zurückzuführen. Die Geisel Ashley Smith las dem Geiselnehmer Brian Nichols kurz vor ihrer Freilassung Passagen aus dem Buch vor. Die US-Medien spekulierten über die Rolle des Buches bei der Geiselnahme, was die Popularität enorm steigerte und auch dafür sorgte, dass die Buchverkäufe stark anzogen.

Seit 2003 haben mehr als 700 Gemeinden in Deutschland, Österreich und der Schweiz und weltweit etwa 40.000 Gemeinden verschiedenster Konfessionen, Ausprägungen und Denominationen an einer Kampagne zum Buch teilgenommen. Dabei lesen die Mitglieder der teilnehmenden Gemeinden täglich einen Teil des Buches und besprechen sie in Kleingruppen und in den Gottesdiensten.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2002 würdigte das US-amerikanische Magazin Christianity Today Warren als einflussreichsten Pastor der USA. Das TIME magazine führt ihn unter den „15 World Leaders Who Mattered Most in 2004“ (englisch für: Die 15 weltweit wichtigsten Anführer) und den „100 Most Influential People in the World“ (2005) (englisch für: 100 einflussreichste Menschen in der Welt). Newsweek nennt ihn als einen von „15 People Who Make America Great“ (englisch für: 15 Menschen, die Amerika groß machen). Das Magazin U.S. News & World Report nannte ihn 2005 einen von „America's Top 25 Leaders“ (englisch für: Amerikas 25 wichtigste Anführer).

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Abanes: Rick Warren : Es geht nicht um mich – die Geschichte einer Vision. 2006, ISBN 3-417-24968-6
  • Jonas Schilke: Zielgruppenorientierte Gottesdienste bei Rick Warren und Dan Kimball. Analyse des Buches "Emerging Church". GRIN, 2013. ISBN 978-3-65640-115-5 (Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Praktische Theologie)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rick Warren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mega Church Statistics (Abgerufen am 18. September 2012).
  2. Southern Baptist Convention: Church Search (Abgerufen am 18. September 2012).
  3. http://www.foxnews.com/us/2013/04/06/pastor-rick-warren-son-commits-suicide
  4. http://www.kath.net/news/41470
  5. Stand 2011, lt. deutschem Kampagnenbüro