Rickenbach BL

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
BL ist das Kürzel für den Kanton Basel-Landschaft in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Rickenbachf zu vermeiden.
Rickenbach
Wappen von Rickenbach
Staat: Schweiz
Kanton: Basel-Landschaft (BL)
Bezirk: Sissachw
BFS-Nr.: 2857i1f3f4
Postleitzahl: 4462
Koordinaten: 631173 / 25956547.4861087.852233479Koordinaten: 47° 29′ 10″ N, 7° 51′ 8″ O; CH1903: 631173 / 259565
Höhe: 479 m ü. M.
Fläche: 2.90 km²
Einwohner: 575 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 198 Einw. pro km²
Website: www.rickenbach-bl.ch
Karte
Deutschland Deutschland Kanton Aargau Kanton Solothurn Kanton Solothurn Bezirk Liestal Bezirk Waldenburg Anwil Böckten Buckten Buus Diepflingen Gelterkinden Häfelfingen Hemmiken Itingen Känerkinden Kilchberg BL Läufelfingen Maisprach Nusshof Oltingen Ormalingen Rickenbach BL Rothenfluh Rümlingen Rünenberg Sissach Tecknau Tenniken Thürnen Wenslingen Wintersingen Wittinsburg Zeglingen ZunzgenKarte von Rickenbach
Über dieses Bild
ww

Rickenbach ist eine politische Gemeinde im Bezirk Sissach des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten]

Rickenbach
Dorfbrunnen in Rickenbach

Im Jahr 1274 wird erstmals ein „Richenbah“ erwähnt. Über die Entstehung des Dorfnamens ist man sich nicht einig. Das Dorf kam 1461 zur Stadt Basel. Vermutungen, dass das Dorf ursprünglich ein Weiler von Gelterkinden war, haben sich nicht bestätigt. Trotzdem sind beide Dörfer als Pfarrei eng miteinander verbunden, was sich in den gleichen Farben der beiden Gemeindewappen widerspiegelt.

1510 ließ die Basler Obrigkeit hier einen Fischweiher anlegen. Mit ca. 3 Hektaren Fläche erstreckte er sich über die gesamte Ebene westlich des Dorfes. Im Weiher wurden Karpfen für die Stadt Basel gezüchtet. Er war jedoch auch Tummelplatz für zahlreiche Amphibien, was den Rickenbachern den Spitznamen „d Frösch“ eingebracht hat. Die Einwohner von Rickenbach waren mit der Pflege und Instandhaltung des Weihers beschäftigt. Sie lebten zusätzlich von bescheidenem Ackerbau, Viehzucht und später von der Posamenterei. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass sich Rickenbach 1831 mit 36 zu 21 Stimmen gegen die Kantonstrennung aussprach.

Ein sehr wichtiges Standbein für die hiesige Landwirtschaft ist heute der Obstbau. Es werden vor allem Kirschen und Zwetschgen angebaut.

Die Siedlung von Rickenbach veränderte sich während Jahrhunderten kaum. Wegen des Trinkwasserproblems konnte keine grosse Bautätigkeit einsetzen. Den Dorfkern durchzieht seit 1848 die Hauptstrasse nach Buus, an der am südlichen Dorfeingang das 1830 erbaute Schulhaus steht. Im Jahre 2001 wurde dieses total saniert und ist heute mit moderner Einrichtung den gestellten Anforderungen wieder gewachsen. Die vormals zwei alten Gastwirtschaften, die an den guten Ruf Rickenbachs als Kurort erinnerten, bestehen heute selbst nur noch in der Erinnerung. Es besteht lediglich noch eine kleine Dorfbeiz und das Dancing „Barriere“. Seit 1971 besitzt die Gemeinde einen eigenen Sportplatz und seit 1985 eine eigene Mehrzweckhalle.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rickenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)