Riddick (2013)

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Filmdaten
Deutscher Titel Riddick
Originaltitel Riddick
Produktionsland USA, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 119 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie David Twohy
Produktion Ted Field
Vin Diesel
Samantha Vincent
Musik Graeme Revell
Kamera David Eggby
Schnitt Tracy Adams
Besetzung

Riddick (deutscher Langtitel: Riddick – Überleben ist seine Rache) ist ein Science-Fiction-Actionfilm von Regisseur David Twohy aus dem Jahr 2013 mit Vin Diesel in der Hauptrolle. Nach Riddick: Chroniken eines Kriegers (2004) und Riddick: Krieger der Finsternis (2004) handelt es sich um die dritte Fortsetzung des im Jahr 2000 erschienenen Pitch Black – Planet der Finsternis. Das Werk bildet den dritten Kinofilm des Riddick-Franchise.

Handlung[Bearbeiten]

Fünf Jahre nach der Handlung von Riddick: Chroniken eines Kriegers wird Richard B. Riddick von den eigenen Leuten im Auftrag von Vaako verraten und auf einem unwirtlichen Planeten ausgesetzt.

Schwer verletzt muss sich dieser zunächst in einer wüstenartigen Umgebung vor der heimischen Fauna, geierartigen Aasfressern, wolfs- oder schakalartigen Tieren und sehr gefährlichen, giftigen, skorpionartigen Tieren (Mud-Demons) retten. Nachdem er sich von seinen Verletzungen erholt hat, zieht er einen wolfsartigen Einheimischen groß und immunisiert sich gegen das Gift der Mud-Demons. Nach einem Kampf gegen einen großen Mud-Demon erreicht er durch eine Schlucht eine savannenartige Landschaft und kann so relativ problemlos überleben. Aufgrund einer Reihe anziehender Gewitter, die aus der sicheren Umgebung durch den Regen eine tödliche Zone bilden, in der zahlreiche Mud-Demons, die ihre Haut feucht halten müssen, leben können, entschließt sich Riddick, in einer verlassenen Söldner-Station ein Notsignal zu aktivieren, welches seine Identität und Präsenz auf dem Planeten preisgibt. Zeitnah erreichen zwei Schiffe samt Kopfgeldjägern unter der Führung des skrupellosen Santana und des besonnenen Johns den Planeten, mit dem Ziel, Riddick tot (Santana) oder lebendig (Johns) zu fangen. Letzterer, Vater des im Pitch-Black-Films verstorbenen Kopfgeldjägers William J. Johns, will von Riddick erfahren, wie und warum sein Sohn sterben musste.

Nachdem der Gesuchte einige Kopfgeldjäger neutralisieren und ferner je eine Energiezelle stehlen konnte, die die Raumschiffe zum Starten benötigen, kann Riddick zunächst den ungleichen Kampf für sich entscheiden. Seiner zentralen Forderung, den Planeten mit einem Schiff zu verlassen und ihm das zweite zu übergeben, kommen die Söldner nicht nach.

Nachdem ein aufziehendes Gewitter beide Gruppen zur Zusammenarbeit zwingt, versuchen Riddick und Johns, die versteckten Energiezellen zurück zu den Schiffen zu bringen. Dabei scheint Riddick, schwer verletzt, von Johns zurückgelassen zu werden. In einem finalen Kampf, in dem Riddick zahlreiche Mud-Demons erschlagen kann, wird er von Johns mit einem reaktivierten Raumschiff gerettet.

Anschließend gehen beide Gruppen getrennte Wege, die wenigen Überlebenden in einem, Riddick im anderen Raumschiff.

Der verlängerten Version des Filmes wurde eine Szene hinzugefügt, welche dem Ende des Films eine völlig neue Wendung zukommen lässt. In dieser Szene wird der Lord Marshal der Necromonger in betender Haltung gezeigt. Ein Blick aus dem Fenster seiner Raumschiffkabine lässt vermuten, dass sich die Flotte am Rande des necromongischen Paradieses „Underverse“ befindet. Riddick tritt in den Raum und hält dem knienden Lord Marshal ein Messer an sein Genick. Er fordert ihn auf, ihm zu verraten, ob Vaako noch lebe. Als der Lord Marshal erneut inhaltslose religiöse Phrasen vor sich hin murmelt, wird er von Riddick erstochen. Riddick wendet sich nun der Dienerin zu und stellt ihr dieselbe Frage. Diese antwortet ihm, dass Vaako sowohl am Leben als auch tot sei. Danach endet der Film.

Hintergrund[Bearbeiten]

Bedingt durch den finanziellen Misserfolg des Vorgängers, der erst durch die DVD-Veräußerung seine Produktionskosten wieder einspielen konnte, sah es lange danach aus, dass es keine Fortsetzung geben würde. Durch die beiden erfolgreichen Auskoppelungen The Chronicles of Riddick: Escape from Butcher Bay und The Chronicles of Riddick: Assault on Dark Athena, die bei Kritikern und Fans positiv aufgenommen worden sind, war eine direkte Fortsetzung wieder realistisch geworden.

Im Gegensatz zu den beiden Vorgängern steht hinter dem aktuellen Riddick-Werk nicht das zuvor verantwortliche Major Studio Universal, so dass Regisseur David Twohy und die Produzenten, zu denen Vin Diesel selbst gehört, unabhängig arbeiten konnten – und mussten. Ein positiver Aspekt sei dabei gewesen, künstlerisch freier arbeiten zu können. Um die Dreharbeiten finanziell zu stützen, ließ Co-Produzent Vin Diesel sein eigenes Haus beleihen und unterstrich damit seine Aussage, dass es sich bei dem Projekt um eine Herzensangelegenheit handelt.[1]

Analog zum dritten Kinofilm soll auch ein drittes Riddick-Spiel erscheinen. Wie Vin Diesel persönlich in einem Interview bestätigte, soll das alte Team, welches bereits an der Entwicklung der vorherigen Spiele mitgewirkt hat, wieder zusammengebracht werden. Anders als die direkten Vorgänger, die eher als gradlinige Ego-Shooter bekannt waren, soll es sich beim zukünftigen Projekt um ein MMO handeln.

Kritik[Bearbeiten]

Riddick wurde von den US-amerikanischen Kritikern durchschnittlich bis positiv aufgenommen. Rund 60 Prozent der Rezensionen bei Rotten Tomatoes schätzen den Film positiv ein.[2] Die Internetseite kommt zu folgendem Fazit: „Es mag dem Franchise keine neuen Facetten abgewinnen, aber dieses Zurück-zu-den-Wurzeln bringt den Fans mehr schwerblütigen [brooding] Science-Fiction als zu erwarten war.“[2]

„Trotz eines Durchhängers im zweiten Drittel und leichten Abzügen in der Spezialeffekt-B-Note lässt sich letzten Endes doch guten Gewissens behaupten: Riddick rockt!“

Filmstarts.de[3]

„Natürlich ist es fantastisch Riddick wieder auf der Leinwand zu sehen, doch hat ein Pitch Black gereicht. Twohy kopiert vieles vom ersten Teil und somit macht er den Action-Thriller zu einem voraussehbaren Film. Diesel ist zwar sofort in seiner Rolle, genauso wie die anderen Schauspieler, nichtsdestotrotz wirkt vieles billig und nachgemacht. Die Computereffekte wirken ebenfalls unreal, selbst wenn manche Tricks wiederum überzeugen. Ein solides Sequel, aber hoffentlich nicht der letzte Teil.“

Moviejones.de[4]

„Wer genug hat von der Hochglanz-Technologie herkömmlicher Blockbuster, der ist bei Riddick richtig. Hier ist alles herzhaft altmodisch, die Figuren ebenso wie die Technologie der Spezialeffekte. Manchmal fühlt man sich zurückversetzt in eine dieser Space Operas der 60er Jahre. Kein Wunder: Kameramann David Eggby hat schon den ersten Mad Max-Film fotografiert.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vin Diesel: Wegen „Riddick“ drohte die Pleite, GQ-Magazin, August 2013, abgerufen am 24. Oktober 2013
  2. a b Riddick (2013). In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 25. Oktober 2013 (englisch).
  3. Kritik der Filmstarts-Redaktion auf Filmstarts.de. Abgerufen am 25. Oktober 2013
  4. Riddick (2013). In: Moviejones.de. Abgerufen am 25. Oktober 2013.
  5. Arnold Hohmann: Vin Diesel spielt wieder den Weltraum-Sträfling. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 25. Oktober 2013.