Rido

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Der Rido ist eine vor allem in Mindanao, Philippinen vorkommende Blutfehde zwischen Familienklans. Dieser sieht vor, dass an einer Person Blutrache verübt wird, wenn diese die Ehre einer Familie verletzt oder ein Mitglied einer Familie ermordet hat. Ein Beispiel ist das international in den Medien hervorgetretene Massaker in Maguindanao 2009.[1]

Statistik[Bearbeiten]

Zwischen 1930 und 2005 wurden 1.266 Rido-Fälle, bei der über 5.500 Menschen ums Leben kamen, dokumentiert. Die vier Provinzen mit der höchsten Zahl an Rido-Fällen sind Lanao del Sur mit 377, Maguindanao mit 218, Lanao del Norte mit 164 und Sulu mit 145 Fällen, die insgesamt 71 % aller bekannt gewordenen Fälle in dem Zusammenhang ausmachen. In den Jahren 2002 bis 2004 wurde ein Ansteigen der Taten um 50 % verzeichnet. 64 % der Fälle blieben ungelöst.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Philippine Star: „Rido“ in Maguindanao
  2. Torres, Wilfredo M. (ed.): „Rido: Clan Feuding and Conflict Management in Mindanao“, 2007, Makati: The Asia Foundation.