Riederich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Riederich
Riederich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Riederich hervorgehoben
48.5602777777789.2672222222222336Koordinaten: 48° 34′ N, 9° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Reutlingen
Höhe: 336 m ü. NHN
Fläche: 4,61 km²
Einwohner: 4224 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 916 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72585
Vorwahl: 07123
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 062
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mittelstädter Straße 17
72585 Riederich
Webpräsenz: www.riederich.de
Bürgermeister: Tobias Pokrop
Lage der Gemeinde Riederich im Landkreis Reutlingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Biberach Landkreis Böblingen Landkreis Esslingen Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Sigmaringen Landkreis Tübingen Zollernalbkreis Bad Urach Dettingen an der Erms Engstingen Eningen unter Achalm Gomadingen Grabenstetten Grafenberg (Landkreis Reutlingen) Gutsbezirk Münsingen Hayingen Hohenstein (Landkreis Reutlingen) Hülben Lichtenstein (Württemberg) Mehrstetten Metzingen Münsingen (Württemberg) Pfronstetten Pfullingen Pfullingen Pliezhausen Reutlingen Riederich Römerstein (Gemeinde) Sonnenbühl St. Johann (Württemberg) Trochtelfingen Walddorfhäslach Wannweil ZwiefaltenKarte
Über dieses Bild

Riederich ist eine Gemeinde etwa zehn Kilometer nordöstlich von Reutlingen in Baden-Württemberg. Zur Gemeinde Riederich gehören außer dem gleichnamigen Dorf Riederich keine weiteren Ortschaften.

Geographie[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Tal der Erms.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Riederich, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen bzw. zum Landkreis Esslingen¹:

Bempflingen¹, Grafenberg, Metzingen, Reutlingen-Mittelstadt und Reutlingen-Reicheneck.

Geschichte[Bearbeiten]

Auf der Gemarkung wurden Funde aus der Jungsteinzeit gemacht, die auf eine Siedlung schließen lassen. Ein römischer Heerweg verlief zwischen Bempflingen und Riederich.

Der heutige Ort wurde vermutlich von den Alemannen gegründet; urkundlich erwähnt wurde Riederich erstmals 1097. Später gehörte der Ort zum Oberamt Urach. Nach dessen Auflösung 1938 kam der Ort an den Landkreis Reutlingen.

Religionen[Bearbeiten]

Riederich gehörte lange zur Kirchengemeinde Bempflingen. Da diese zum Kloster Denkendorf gehörte, konnte die Reformation in Riederich erst nach dessen Säkularisierung eingeführt werden. 1860 wurde Riederich eigenständige Pfarrei. Auch heute ist Riederich noch überwiegend evangelisch-lutherisch geprägt. Für die Katholiken ist die römisch-katholische Gemeinde in Metzingen zuständig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Stichtag Einwohnerzahl
1. Dezember 1871 ¹ 799
1. Dezember 1900 ¹ 918
17. Mai 1939 ¹ 1.058
13. September 1950 ¹ 1.234
6. Juni 1961 ¹ 1.897
27. Mai 1970 ¹ 2.641
25. Mai 1987 ¹ 3.963
31. Dezember 1995 4.294
31. Dezember 2000 4.285
31. Dezember 2005 4.319
31. Dezember 2010 4.243

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeinde Riederich ist Mitglied in der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit Metzingen und Grafenberg (Landkreis Reutlingen)|Grafenberg.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Tobias Pokrop endet 2021.

  • 1951–1989: Alfred Barner
  • 1989-2013: Klaus Bender
  • seit 2013: Tobias Pokrop

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 14 ehrenamtlich tätigen Gemeinderäten (Bürgern). Es ist das höchste Organ in der Gemeinde. Bei der Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 trat erstmals seit Jahrzehnten neben Wählergemeinschaften auch eine Parteiliste an. Die Wahl brachte bei einer Wahlbeteiligung von 51,6 % folgendes Ergebnis:

FBR 50,5 % 7 Sitze
UBR 42,4 % 5 Sitze
FDP 7,0 % 1 Sitz

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Grün zwischen zwei goldenen Schrägbalken drei goldene Garnspindeln aneinander.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Natur[Bearbeiten]

Musik[Bearbeiten]

  • Musikverein Riederich, gegründet am 18. November 1950
  • Sängerbund Riederich

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Alte Post in Riederich, erbaut zwischen 1703 und 1708

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Riederich ist durch die Bundesstraße 312 (Stuttgart - Berkheim) an das überregionale Straßennetz angebunden.

Bildung[Bearbeiten]

Mit der Gutenbergschule besteht eine Grund- und Hauptschule. Für die jüngsten Einwohner gibt es drei gemeindliche Kindergärten.

Ver- und Entsorgung[Bearbeiten]

Das Stromnetz in der Gemeinde wird von der EnBW Regional AG betrieben.[2] Das Erdgasnetz wird von der FairEnergie GmbH betrieben, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Reutlingen GmbH und der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH.[3]

Zur Wasserversorgung dienten in Riederich bis zum Jahr 1928 Schöpfbrunnen, private und zudem zwei öffentliche Pumpbrunnen. Im Frühjahr 1928 konnte die erste zentrale Wasserversorgung in Betrieb genommen werden. Heute besteht das Trinkwasser aus 35 Prozent Eigenwasser aus dem Tiefbrunnen Burris und 65 Prozent Bezug von der Bodensee-Wasserversorgung. Die Mischung erfolgt im Hochbehälter Neubruch.

Der Zweckverband Abwasserreinigung Bempflingen-Riederich betreibt eine gemeinsame Kläranlage für die Abwasserentsorgung der Gemeinden Bempflingen und Riederich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. BDEW (Hrsg.): Karte der Stromnetzbetreiber 2012. Frankfurt 2012.
  3. BDEW (Hrsg.): Karte der Gasnetzbetreiber 2012. Frankfurt 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Riederich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien