Riesenbeck

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52.2611111111117.623611111111147Koordinaten: 52° 15′ 40″ N, 7° 37′ 25″ O

Riesenbeck
Stadt Hörstel
Wappen der ehemaligen Gemeinde Riesenbeck
Höhe: 47 m ü. NN
Fläche: 39,98 km²
Einwohner: 7434 (31. Dez. 2009)
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 48477
Vorwahl: 05454
Der Kirchplatz in Riesenbeck mit der St.-Kalixtus-Kirche; im Hintergrund rechts liegt das Rathaus.

Der Kirchplatz in Riesenbeck mit der St.-Kalixtus-Kirche; im Hintergrund rechts liegt das Rathaus.

Riesenbeck ist ein Stadtteil von Hörstel in der Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt) in Nordrhein-Westfalen.

Geografie[Bearbeiten]

Am Südhang des Teutoburger Waldes gelegen, grenzt Riesenbeck im Süden an das flachere Münsterland an. In der Nähe des Ortes, am Nassen Dreieck, treffen der Dortmund-Ems-Kanal und der Mittellandkanal zusammen. Im nördlich von Riesenbeck gelegenen Teutoburger Wald befinden sich der Bergeshöveder Berg, Riesenbecker Berg, Lagerberg und der Birgter Berg.

Ortsteile von Riesenbeck sind Riesenbeck-Dorf, Birgte, Lage und Bergeshövede.

Geschichte[Bearbeiten]

Riesenbeck wurde erstmals im 11. Jahrhundert, im Zusammenhang mit der Übertragung eines Hofes an den Bischof von Osnabrück, urkundlich erwähnt. Der Wohnplatz Bergeshövede ist seit 965 urkundlich nachgewiesen. Bis ins 18. Jahrhundert war Hörstel ein Teil des Kirchspiels Riesenbeck.

Am 1. April 1900 entstand die Gemeinde Hörstel durch Ausgliederung aus Riesenbeck.[1]

Am 1. Januar 1975 wurde Riesenbeck in die Stadt Hörstel eingegliedert.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Denkmal „Ossenlock“ im Oberdorf

Mittelpunkt des Ortes bildet die St.-Kalixtus-Kirche, deren romanischer Westturm mit seinem schwarzen Dach aus dem 12. Jahrhundert stammt. Im Innern der katholischen Pfarrkirche befindet sich die Reinhildis-Grabplatte, eine frühmittelalterliche westfälische Bildhauerarbeit.

Südwestlich von Riesenbeck liegt die Wasserburg Surenburg mit altem Park.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes:

  • Karl Grüter (* 29. August 1920 in Riesenbeck; † 17. Januar 2006), NRW-Landtagsabgeordneter der CDU 1970–1980
  • Werner Witthuhn (* 4. Dezember 1926 in Riesenbeck, † 1. Juni 1981), Maler und Grafiker
  • Norbert Strotmann (* 14. August 1946 in Riesenbeck), katholischer Bischof, 1992 Weihbischof in Lima/Peru, 1997 Bischof der neu gegründeten Diözese von Chosica (Lima-Ost)
  • Karl-Josef Laumann (* 11. Juli 1957 in Riesenbeck), von 2005 bis 2010 Arbeits- und Sozialminister in NRW
  • Thomas Bühner (* 13. April 1962 in Riesenbeck), Koch
  • Peter Niemeyer (* 22. November 1983 in Riesenbeck), Profifußballer bei Hertha BSC seit 2010

Sonstige Persönlichkeiten:

  • Robert Kronfeld (* 5. Mai 1904 in Wien; † 12. Februar 1948 bei Lasham), Segelflieger, startete am 15. Mai 1929 von Riesenbecker Berg aus zum ersten Langstrecken-Segelflug der Welt
  • Constantin Freiherr Heereman von Zuydtwyck (* 17. Dezember 1931 in Münster), wohnt in Haus Surenburg
  • Ludger Beerbaum (* 26. August 1963 in Detmold), erfolgreicher Springreiter und Olympiasieger, wohnt und trainiert in Riesenbeck
  • Marco Kutscher (* 2. Mai 1975 in Norden/Ostfriesland), erfolgreicher Springreiter und Olympiasieger, wohnt und trainiert in Riesenbeck

Literatur[Bearbeiten]

  • Autorenkollektiv: Riesenbeck. Aus Vergangenheit und Gegenwart eines münsterländischen Dorfes. Herausgegeben im Reinheldis-Gedenkjahr 1962 vom Heimatverein Riesenbeck. Riesenbeck 1962.
  • Reinhard Niehoff, Klaus H. Peters, Georg Pistorius: Hörstel: fotografische Impressionen. Bevergern, Dreierwalde, Hörstel, Riesenbeck. Lammert, Hörstel-Riesenbeck 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Riesenbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 276.
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 318.