Riesenchamäleon

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Riesenchamäleon
Riesenchamäleon (Furcifer oustaleti)

Riesenchamäleon (Furcifer oustaleti)

Systematik
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Leguanartige (Iguania)
Familie: Chamäleons (Chamaeleonidae)
Unterfamilie: Echte Chamäleons (Chamaeleoninae)
Gattung: Furcifer
Art: Riesenchamäleon
Wissenschaftlicher Name
Furcifer oustaleti
(Mocquard, 1894)

Das Riesenchamäleon (Furcifer oustaleti), auch Madagaskar-Riesenchamäleon genannt, ist mit einer Länge bis zu 70 cm die größte Chamäleonart. Es ist in den Savannen und Wäldern der afrikanischen Insel Madagaskar beheimatet. Der wissenschaftliche Name ehrt den französischen Zoologen Émile Oustalet.

Aussehen[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet

Riesenchamäleons beeindrucken mehr durch ihre Größe als durch ihre Färbung. Der Helm wirkt sehr mächtig, Rücken- und Kehlkamm bestehen aus auffälligen Kegelschuppen. Das Männchen weist meist eine schmutzig wirkende Tarnfarbe auf, die aus braunen und grauen Tönen besteht. Dagegen wirken die Weibchen um einiges farbenfroher. Bei ihnen dominieren Grüntöne, die häufig durch weiße Flecken auf den Flanken ergänzt werden.

Ernährung, Fortpflanzung, Lebensdauer[Bearbeiten]

Das Tier ernährt sich hauptsächlich von Insekten, darunter Fliegen und Schaben, die für den Menschen lästig sein können. Es wird deshalb von den Bewohnern Madagaskars als Insektenvertilger gerne gesehen. Zu seinen Beutetieren gehören auch kleine Säugetiere und Echsen.

Die innerartliche Aggressivität von Furcifer oustaleti ist nicht allzu stark ausgeprägt. Trotzdem sind sie wie fast alle Chamäleons Einzelgänger. Generell sind Männchen untereinander und trächtige Weibchen immer unverträglich. Die Tragzeit dauert etwa 40 Tage. Dann legt das Weibchen bis zu 50 Eier in den Boden ab. Es dauert bei 28 Grad Celsius etwa 250 Tage, bis die jungen Chamäleons schlüpfen.

Junge Riesenchamäleons wachsen schnell und sind bereits nach einem Jahr geschlechtsreif. Als Terrarientier kann das Riesenchamäleon bis zu 15 Jahre alt werden.

Furcifer oustaleti female.JPG
Furcifer oustaleti - male.JPG
Weibliches (links) und männliches (rechts) Riesenchamäleon

Literatur[Bearbeiten]

  • NECAS, P. (2004): Chamäleons - Bunte Juwelen der Natur. Edition Chimaira, Frankfurt am Main, 2004 ISBN 3-930612-02-X
  • Schmidt, W.; Tamm, K; Wallikewitz, E (2003): Chamäleons. Drachen unserer Zeit. Natur- und Tier-Verlag, 2004 ISBN 3-931587-03-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Riesenchamäleon – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Furcifer oustaleti in The Reptile Database
  • Furcifer oustaleti in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Jenkins, R.K.B., Andreone, F., Andriamazava, A., Anjeriniaina, M., Brady, L., Glaw, F., Griffiths, R.A., Rabibisoa, N., Rakotomalala, D., Randrianantoandro, J.C., Randrianiriana, J., Randrianizahana , H., Ratsoavina, F. & Robsomanitrandrasana, E., 2011. Abgerufen am 19. Mai 2014