Rieux-Minervois

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Rieux-Minervois (Rius de Menerbés)
Wappen von Rieux-Minervois
Rieux-Minervois (Frankreich)
Rieux-Minervois
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Carcassonne
Kanton Peyriac-Minervois
Gemeindeverband Carcassonne Agglo.
Koordinaten 43° 17′ N, 2° 35′ O43.2819444444442.5875110Koordinaten: 43° 17′ N, 2° 35′ O
Höhe 55–180 m
Fläche 21,19 km²
Einwohner 2.016 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 95 Einw./km²
Postleitzahl 11160
INSEE-Code

Rieux-Minervois – Château

Rieux-Minervois (katalanisch und occitanisch: Rius de Menerbés) ist eine französische Gemeinde mit 2016 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon. Die Einwohner nennen sich – nach einer alten Ortsbezeichnung aus dem 17. und 18. Jahrhundert – 'Mérinvillois'.

Lage[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Weinbaugebiet Minervois, am Ufer des Flusses Argent-Double etwa 25 Kilometer (Fahrtstrecke) nordöstlich von Carcassonne. Das Städtchen Caunes-Minervois befindet sich gut 8 Kilometer nordwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2006
Einwohner 2.048 1.879 1.892 1.868 2.075 2.039

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Ort hat eine jahrhundertelange Tradition im Weinbau. Gekeltert werden sowohl Rot- und Roséweine (Cabernet-Sauvignon, Merlot, Syrah) als auch Weißweine (Chardonnay, Sauvignon, Vionnier). Es gibt verschiedene Möglichkeiten für eine Weinprobe (dégustation).

Geschichte[Bearbeiten]

Obwohl der Platz wohl schon in gallorömischer Zeit besiedelt war, entstand der Ort wahrscheinlich erst um das Jahr 1000, als ein castrum, der Vorläufer der heutigen Burg, erbaut wurde. Im 12. Jahrhundert gehörte das Gebiet den Grafen von Minerve, die ihre Besitztümer während der Albigenserkriege jedoch verloren, da sie sich auf die Verliererseite gestellt hatten. Danach gab es ständig wechselnde Herren, bis König Heinrich IV. im Jahr 1604 eine Baronie in Rieux errichtete. In der Zeit Ludwigs XIII. und Richelieus stellte sich der Graf von Rieux erneut auf die falsche Seite und wurde in der Schlacht von Castelnaudary (1632) getötet; die Grafschaft Rieux verlor ihren Titel baronnie und die Burg wurde weitgehend zerstört. Im 17. und 18. Jahrhundert gehörte der Ort zum Besitz der Familie Moustiers-Mérinville.

Brücke über den Argent-Double und Burgviertel

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kirche Notre-Dame de l’Assomption[Bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten]

  • Einige Häuser im alten Ortskern (Rue Dalmace) vermitteln noch ein mittelalterliches Flair.
  • Auch von der mittelalterlichen Wehrmauer sind noch Teile erhalten.
  • An mehreren Stellen im Ort finden sich Jakobsmuscheln als Ornament an Hausfassaden – ein Hinweis darauf, dass Rieux ehemals an einem Nebenweg des Jakobswegs (Via Tolosana) lag.
  • Das mittelalterliche Schloss (château) liegt außerhalb des Ortes auf einem Felshügel auf der Nordseite des Argent-Double. Es wurde mehrfach erweitert und umgebaut bevor es im 17. Jahrhundert weitgehend zerstört wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden einige Häuser mitten in den Gebäudekomplex hineingebaut, dennoch wurde die in Privatbesitz befindliche Anlage im Jahr 1997 zum Monument historique[1] erklärt.
  • Die Kapelle Notre-Dame du Bout du Pont steht in der Nähe der alten Brücke über den Argent-Double und sollte Schutz vor allem Übel (Pest, Schiffbruch etc.) bieten.
  • Ein alter Getreidespeicher (silo) wurde im Jahr 1963 als Monument historique[2] anerkannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Château, Rieux-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Silo, Rieux-Minervois in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rieux-Minervois – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien