Rifftriel

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Rifftriel
Rifftriel (Esacus giganteus)

Rifftriel (Esacus giganteus)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Triele (Burhinidae)
Gattung: Esacus
Art: Rifftriel
Wissenschaftlicher Name
Esacus giganteus
Wagler, 1829
Rifftriel von vorne

Der Rifftriel (Esacus giganteus) ist eine Vogelart aus der Familie der Triele und der Ordnung der Regenpfeiferartigen.

Merkmale[Bearbeiten]

Der Rifftriel ist ein kräftig gebauter Vogel. Sein Körper ist langgezogen, die Brust steht weit hervor. Sein Hals ist lang und dünn. Sein mächtiger, kantiger Kopf trägt einen gewaltigen, halbmondförmigen Schnabel. Die Beine sind dünn und lang. Das Fersengelenk ist sehr groß. Der Vogel besitzt drei lange und eine kurze Zehe. Über den Scheitel und an den Augen zieht sich je ein schwarzes Band bis in den Nacken. Zwischen diesen Bändern ist das Gefieder wie auch an der Kehle weiß. Am Kinn befindet sich ein kleiner schwarzer Strich. An diesen grenzt auf der Vorderseite des Halses ein langer, beiger Fleck. Der Vorderkörper des Rifftriels ist braun, der Bauch ist weiß bis beige. Sein Schwanz und seine Handschwingen haben eine dunkle Färbung, seine unteren Armfedern sind grau. Über den Armflügel ziehen sich vom Handgelenk an zwei weiße und dunkelgrau umrahmte Streifen. Die Schnabelspitze ist schwarz, der Schnabelschaft und die Beine sind gelb gefärbt. Die Flügelunterseiten sind weiß. Der Rifftriel erreicht eine Länge von 55 Zentimetern.

Lebensweise[Bearbeiten]

Der Rifftriel steht tagsüber im Schatten oder im flachen Wasser. Nachts und in der Dämmerung geht er auf Nahrungssuche. Er schreitet den Strand entlang und hält Ausschau nach seiner Beute wie Krabben, Muscheln, Würmern und anderen Wirbellosen. Besonders häufig ist der Vogel in Mangroven anzutreffen. Droht ihm Gefahr läuft er nur weg. Dieser Vogel fliegt selten und schlecht. Sein Nest ist eine durch Körperdruck geformte Mulde am Strand neben Treibholz, Spülgut und Tang. Die Jungen sind Nestflüchter.

Lebensraum und Verbreitung[Bearbeiten]

Der Rifftriel kommt an tropischen Stränden, in Mangroven und an Korallenriffen vor. Er ist an den nördlichen und östlichen Küsten Australiens, Neukaledoniens und auf dem Malaiischen Archipel sowie den Philippinen beheimatet.

Systematik[Bearbeiten]

Die Art wird auch unter den Protonymen Esacus magnirostris (Erstbeschreiber Vieillot 1818), Burhinus giganteus oder Oedicnemus magnirostris geführt. Die IUCN[1] stellt ihn nach Andrew (1992)[2] zusammen mit dem Krabbentriel (E. recurvirostris) in die Gattung Esacus, da eine von Sibley und Monroe (1990, 1993) vorgeschlagene Zusammenführung der Gattung Esacus mit der Gattung Burhinus nicht berücksichtigt, dass die beiden Arten sich durch ihre kräftigen Schnäbel, die schwarz-weiße Gesichtszeichnung und das vereinfachte Rückenmuster von allen anderen Arten der Gattung Burhinus deutlich abheben.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Esacus giganteus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: BirdLife International, 2008. Abgerufen am 17. November 2011
  2. P. Andrew: The birds of Indonesia: a checklist (Peters’ sequence), Indonesian Ornithological Society, Jakarta 1992.

Literatur[Bearbeiten]

  • Colin Harrison und Alan Greensmith:Vögel der Welt. Ravensburger Buchverlag, 1994, ISBN 3-473-46076-1

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rifftriel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien