Rijksakademie van beeldende kunsten

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Zugang zur Rijksakademie

Die Rijksakademie van beeldende kunsten (deutsch: Reichsakademie der Bildenden Künste) ist eine 1870 gegründete, niederländische Kunstschule. Sie fördert bildende Künstler und Künstlerinnen durch einen zweijährigen Akademieaufenthalt in Amsterdam.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Rijksakademie van beeldende kunsten will - nach eigenen Aussagen - ein Ort sein, an dem Philosophen, Wissenschaftler und Künstler zusammenkommen, um Wissen und Ideen zu überprüfen und auszutauschen. Sie wurde 1870 von König Wilhelm III. gegründet, um in den Niederlanden durch staatliche Kulturförderung bildenden Künstlern eine Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Frühe Schüler waren George Hendrik Breitner, Isaac Israëls und Willem Witsen, die den Amsterdamer Impressionismus entwickelten und 1882 den Freundeskreis „St. Lucas” (der Schutzpatron der Maler) gründeten, um die künstlerischen Fächer an der Akademie und die kollegialen Beziehungen unter den Studenten zu fördern. [1]

Die Akademie heute[Bearbeiten]

1992 zog die staatlichen Akademie in eine ehemaligen Kavallerie-Kaserne an der Sarphatistraat, die für die aktuelle Funktion grundlegend renoviert wurde. Im November 1999 wurde sie eine unabhängige Institution, die durch einen Fonds des Ministeriums für Bildung und private Sponsoren finanziert wird. Das Institut bietet auch Werkstätten mit spezialisierten Fachkräften und eine Bibliothek mit dem Schwerpunkt Zeitgenössische Kunst und Kunstgeschichte. Eingeladenen Künstlern und Künstlerinnen wird ein Stipendium und ein Atelier angeboten. Jedes Jahr werden etwa zwanzig Stipendiaten eingeladen. Die Zahl der Bewerber lag in den letzten Jahren bei 1200. Die Künstler und Künstlerinnen kommen aus der ganzen Welt. Weniger als die Hälfte kommen aus den Niederlanden. Berühmte Künstler und Künstlerinnen sowie wichtige Kunstkritiker werden zum regelmäßigen Besuch in die Ateliers der Residenten eingeladen.

Prix de Rome[Bearbeiten]

Die Akademie vergibt jährlich einen niederländischen Prix de Rome an förderungswürdige Künstler und Architekten. Er ist mit € 45.000 für den ersten, mit € 20.000 für den zweiten und € 10.000 für weitere Preisträger dotiert. Der Preis geht auf die Anregung des 1666 ins Leben gerufen, französischen Prix de Rome zurück und ist - mit 200 Jahren - der älteste und am höchsten dotierte Kunstpreis der Niederlande.

Bekannte Professoren und Studenten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Britta Bley: Vom Staat zur Nation: zur Rolle der Kunst bei der Herausbildung eines niederländischen Nationalbewusstseins im langen 19. Jahrhundert. LIT Verlag, Berlin-Hamburg-Münster 2004, ISBN 978-3-8258-7902-0, S. 117 ff.