Rijksakademie van beeldende kunsten

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Nicht umgesetzter Wettbewerbsentwurf für die neue Rijsksakademe van beeldende kunsten von Michel de Klerk aus dem Jahre 1917.

Die Rijksakademie van beeldende kunsten (deutsch: Reichsakademie der Bildenden Künste) ist die 1870 gegründete, niederländische Kunstschule. Sie fördert bildende Künstler und Künstlerinnen durch einen zweijährigen Akademieaufenthalt in Amsterdam. Darüber hinaus war sie in der Vergangenheit der Ort der neuen Bewegung des Amsterdamer Impressionismus als Teil der internationalen Bewegung des Impressionismus, auch kunsthistorisch auch als Schule von Allebé bekannt. Von hier gingen wesentliche Impulse für die Bewegung der Moderne aus. Dies war vor allem durch die Öffnung des Lehrbetriebes von dem im Jahre 1880 neu ernannten Direktors August Allebé erst möglich. Zu den wichtigsten Wegbereitern zählen solche bekannten Namen wie Georg Breitner, Jan Toorop, Piet Mondriaan und Willem Arnold Witsen.

Zur Vorgeschichte von 1718-1869[Bearbeiten]

Wouter Johannes van Troostwijk (1809): Het Raampoortje te Amsterdam, Rijksmuseum Amsterdam.

Im Königreich der Niederlande hat es in Amsterdam seit 1718-1819 eine städtischen Zeichenschule gegeben. Sie ist auch bekannt unter dem Namen Amsterdamse Stads Teekenacademie. Im Jahre 1820 wurde dann die Koninklijke Academie van Beeldende Kunste gegründet, welche dann in Fortsetzung dieser Tradition zu sehen ist. Sie pflegte vor allem die Tafelbildmalerei in der Öltechnik. Der Stil war der historisch gewachsenen Landschaftsmalerei in Verbindung mit dem Neo-Klassizismus zu sehen.[1] Von 1820-1830 mußte dies Lehranstalt sich mit den Rang der ertsen Kunstakademie teilen. Im Jahre 1869 wurde sie aufgelöst und neu ausgerichtet, sie trug fortan den Namen Rijksakademie van beeldende Kunsten.

Geschichte der jungen Rijksakademie[Bearbeiten]

Die Rijksakademie van beeldende kunsten will – nach eigenem Verständnis – ein Ort sein, an dem Philosophen, Wissenschaftler und Künstler zusammenkommen, um Wissen und Ideen zu überprüfen und auszutauschen. Sie wurde 1870 von König Wilhelm III. gegründet, um in den Niederlanden durch staatliche Kulturförderung bildenden Künstlern eine Ausbildungsmöglichkeit zu geben. Frühe Schüler waren u.a. George Hendrik Breitner, Isaac Israëls und Willem Witsen, von denen der Amsterdamer Impressionismus ausging. Unter dem Patronat des damaligen Direktor, Prof. August Allebé, wurde die Studentenbewegung „St. Lucas” (der Schutzpatron der Maler) gründeten, um die künstlerischen Fächer an der Akademie und die kollegialen Beziehungen unter den Studenten zu fördern.[2]

Die Akademie heute[Bearbeiten]

Zugang zur neuen Rijksakademie

1992 zog die staatlichen Akademie in eine ehemalige Kavallerie-Kaserne an der Sarphatistraat, die für die aktuelle Funktion grundlegend renoviert und modernisiert wurde.

Im November 1999 wurde sie eine unabhängige Institution, die durch einen Fonds des Ministeriums für Bildung und private Sponsoren finanziert wird. Das Institut bietet auch Werkstätten mit spezialisierten Fachkräften und eine Bibliothek mit dem Schwerpunkt Zeitgenössische Kunst und Kunstgeschichte.

Eingeladenen Künstlern und Künstlerinnen wird ein Stipendium und ein Atelier angeboten. Jedes Jahr werden etwa zwanzig Stipendiaten eingeladen. Die Zahl der Bewerber lag in den letzten Jahren bei 1200. Die Künstler und Künstlerinnen kommen aus der ganzen Welt. Weniger als die Hälfte kommen aus den Niederlanden. Berühmte Künstler und Künstlerinnen sowie wichtige Kunstkritiker werden zum regelmäßigen Besuch in die Ateliers der Residenten eingeladen.

Prix de Rome[Bearbeiten]

Die Akademie vergibt jährlich einen niederländischen Prix de Rome an förderungswürdige Künstler und Architekten. Er ist mit € 45.000 für den ersten, mit € 20.000 für den zweiten und € 10.000 für weitere Preisträger dotiert. Der Preis geht auf die Anregung des 1666 ins Leben gerufen, französischen Prix de Rome zurück und ist - mit 200 Jahren - der älteste und am höchsten dotierte Kunstpreis der Niederlande.

Bekannte Dozenten und Professoren der Akademie[Bearbeiten]

Maria Alexandrina Reuss (1886): Augustus Allebé, Rijksmuseum Amsterdam.

Bekannte Schüler der Akademie[Bearbeiten]

George Hendrik Breitner (1903): - Der Damrak in Amsterdam, Rijksmuseum Amsterdam.
Jan Toorop (1900): Portrait von Marie Jeanette de Lange, Rijksmuseum Amsterdam.
Piet Mondriaan (1926): Composition en rouge, jaune, bleu et noir, Gemeentemuseum Den Haag.

Bibliographien[Bearbeiten]

  • Bionda, Richard und Blotkamp (1990): The Dutch Age of Painting - Van Gogh 1880-1895, catalogue, Uitgeverij Wanders bv, Zwolle, ISBN 90 6630 128 7.
  • Hammacher, A.W. (1946): Amsterdamsche Impressionisten en hun Kring, Amsterdam, J.M. Meulenhoff
  • Loos, Wiepke und van Serooskerken, Carpel van Tuyll (1988): Waarde Hoer Allebé – Leven en werk van August Allebé (1838-1927), Wanders, ISBN 9-0663-0124-4
  • Muller, Sheila D. (2013): Dutch Art – An Encyclopedia, Routledge, ISBN 1-1354-9574-2
  • Bley, Britta (2004): Vom Staat zur Nation: zur Rolle der Kunst bei der Herausbildung eines niederländischen Nationalbewusstseins im langen 19. Jahrhundert. LIT Verlag, Berlin-Hamburg-Münster 2004, ISBN 978-3-8258-7902-0.
  • Bock, Manfred; Johanisse, Sigrid, und Stissi, Vladimir (2001): Michael de Klerk 1864-1923, Rotterdam: NA Publischers, Den Haag EFL Stichling, ISBN 9072469623.
  • Broude, Norma (1990): Impressionismus - Eine internationale Bewegung 1860-1920, DuMont Buchverlag zu Köln, ISBN 3-7701-2601-7
  • Jenny Reynaerts (2008): Der weite Blick – Landschaften der Haager Schule aus dem Rijksmuseum, Ausstellungskatalog, Hatje Cantz, Ostfildern , ISBN 978-3-7757-2270-4.
  • Moes, Wally (1913): Scheltema & Holkema's Boekhandel, K. Groesbeek & Paul Nijhoff, Amsterdam.
  • Renske Suyver (2011): A Reflection of Holland – the Best of the Hague School in the Rijksmuseum, Rijksmuseum Amsterdam, ISBN 9086890482.
  • John Sillevis, Hans Kraan, Roland Dorn (1987): Die Haager Schule - Meisterwerke der holländischen Malerei des 19. Jahrhunderts aus Haags Gemeentemuseum, Ausstellungskatalog, Ed. Braus, Heidelberg, ISBN 3-925835-08-3.
  • Ronald de Leeuw, John Sillevis, Charles Dumas (Hrsg.) (1983): The Hague school – Dutch masters of the 19th century, Ausstellungskatalog, Gemeentemuseum, Den Haag, Weidenfeld & Nicolson, London, ISBN 0-297 78069 7.
  • Anna Wagner (1972): Die Haager Schule - Holländische Maler vor hundert Jahren. Rheinisches Landesmuseum Bonn, ISBN 3 79270142 1.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die mit der britischen Watercolourbewegung und dem sich anbahnenden Umbruch durch William Turner, John Constable und Richard Parkes Bonington wurde hier nicht Rechnung getragen.
  2. Dieser Freundeskreis hat dann in den späteren Jahren eine jährliche Kunstausstellung ausgerichtet, welche wesentlich zur kulturellen Bereicherung der Metropole Amsterdam beitrug.
  3. Hier handelt es sich um die Koninklijke Academie van Beeldende Kunste, der Vorgängerin der jetzigen Rijksakademie van beeldende kunsten.
  4. Sie war Mitglied der Bewegung der Amsterdamse Joffers.
  5. Er wurde später Professor und folgte August Allebé als Direktor an der Rijksakademie zu Amsterdam.
  6. Er wurde später Professor und folgte Anton Derkinderen als Direktor an der Rijksakademie zu Amsterdam.
  7. Sie war Mitglied der Bewegung der Amsterdamse Joffers.
  8. Sie war Mitglied der Bewegung der Amsterdamse Joffers.
  9. Im Jahre 1904 hatte Jan Slyters den Prix de Rome erhalten.
  10. Sie war Mitglied der Bewegung der Amsterdamse Joffers.