Rijksweg 2

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Autosnelweg A2/Autoweg N2 in den Niederlanden
Rijksweg 2Rijksweg 2
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Karte
Verlauf der AN2
Basisdaten
Betreiber: Rijkswaterstaat
Gesamtlänge: 217 km

Provinzen:

Die A2 ist ein Rijksweg und eine niederländische Autobahn. Die Autobahn beginnt in Amsterdam am Kreuz Amstel und verläuft via Utrecht, ’s-Hertogenbosch, Eindhoven und Maastricht zur belgischen Grenze in der Nähe von Eijsden. Von da aus führt die Strecke als A25 weiter nach Lüttich in der Wallonie.

Die A2 gilt als die wichtigste Nord-Süd-Verbindung der Niederlande, vor allem das Stück von Amsterdam nach Eindhoven hat ein immens hohes Verkehrsaufkommen.

Verlauf[Bearbeiten]

Die A2 hat eine Länge von 217 km. Bei Maastricht wird die A2 ein paar Kilometer lang ein Autoweg und heißt dann N2. Die N2 verläuft weiter durch Maastricht und verursacht viele Staus und hohe Luftverschmutzung. Ein Tunnel unter der Stadt soll für Abhilfe sorgen.

Zwischen Amsterdam und Utrecht folgt die A2 der Route der E 35, danach der Strecke der E 25.

Streckenweise laufen weitere Autobahnen gemeinsam mit der A2 über eine Trasse:

  • zwischen den Knotenpunkten Empel und Hintham die A59
  • zwischen den Knotenpunkten De Hogt und Leenderheide die A67

Geschichte[Bearbeiten]

Der Abschnitt zwischen Amsterdam und Utrecht wurde 1954 eröffnet und wird irrtümlicherweise vielfach als erste niederländische Autobahn bezeichnet. Das erste niederländische Autobahnteilstück wurde 1936 zwischen Voorburg und Zoetermeer als Teil der heutigen A12 eröffnet. Bereits vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges waren große Teile der heutigen Autobahnen A4, A12 und A44 fertiggestellt. Der 1954 eröffnete Abschnitt war hingegen das erste nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnete Autobahnteilstück mit getrennten Richtungsfahrbahnen.

Am 10. Januar 2005 begann das Verkehrsministerium mit einer Probe des „dynamischen Überholverbots“ (Überholverbot für LKWs zur Hauptverkehrszeit) auf der A2 zwischen Abcoude und Maarssen.

Fallengelassene Planungen[Bearbeiten]

In den 1960er Jahren wurde eine alternative Trasse der Autobahn zwischen ’s-Hertogenbosch und Weert geplant, die östlich an Eindhoven vorbei durch die Strabrechtse Heide hindurch verlaufen sollte. Diese Planung wurde jedoch ab 1971 nicht mehr weiter verfolgt. Der Ausbau der bestehenden westlichen Umfahrung Eindhovens wird jedoch weiterhin als Provisorium betrachtet.

Zukünftige Entwicklungen[Bearbeiten]

Seit Jahren gilt die A2 als Nadelöhr und Stauquelle. Die Korridorstudie Amsterdam – Utrecht (CAU) führte Mitte der 1990er Jahre zum Kabinettsbeschluss, die Autobahn zu erweitern. Das Besondere an dieser Studie war, dass die Kapazitätsvergrößerung der Autobahn auch in Verbindung mit den Transportkapazitäten der übrigen Verkehrswege, in diesem Fall Schienen- und Wasserwege, betrachtet wurde. Die Erweiterungsarbeiten an der Autobahn sollen planmäßig 2012 abgeschlossen werden.

Am 5. Januar 2007 wurde bekannt gemacht, dass zwischen Breukelen und Maarssen in Richtung Utrecht und beim Knotenpunkt Everdingen südlich von Utrecht der Verkehr kameraüberwacht wird, um besonders starken Nutzern der A2 Fragebögen zuzusenden. Auf diesen wurden sie gebeten, sich zu äußern, ob sie während der Bautätigkeiten bereit wären, alternative Transportmöglichkeiten (zum Beispiel den öffentlichen Nahverkehr) zu benutzen. Die installierten Kameras wurden Mitte März 2007 wieder abgebaut.

Bei Utrecht[Bearbeiten]

Nach dem Ausbau wird die Autobahn im Bereich Utrecht jeweils fünf Richtungsfahrbahnen haben, wovon je drei durchgehend sind und jeweils zwei weitere als Parallelfahrbahnen gebaut werden, um den lokalen Verkehr vom Fernverkehr trennen zu können. Über eine Länge von 1650 Metern wird die Autobahn im Tunnel geführt, um einen neuen Stadtteil (Leidsche Rijn) mit voraussichtlich 80.000 Einwohnern darüber bauen zu können. Während des Baus dieses Stadtteils werden temporäre Anschlussstellen gebaut, um den Baustellenverkehr weitestgehend aus den Stadtstraßen fernzuhalten. Die A2 wird dann zwischen der Anschlussstelle Maarssen und dem Knotenpunkt Holendrecht auf je vier Richtungsfahrbahnen und im weiteren Verlauf bis zur Anschlussstelle Abcoude auf je fünf Richtungsfahrbahnen ausgebaut.

Am 10. Mai 2006 kündigte Verkehrsministerin Karla Peijs den zehnstreifigen Ausbau zwischen dem Knotenpunkt Holendrecht und dem Kreuz Oudenrijn an. Die ersten Fahrspuren wurden dem Verkehr am 16. Juli 2010 übergeben, am 21. Juli 2010 wurde auch der zweite Abschnitt zwischen Vinkeveen und Utrecht eröffnet.

Da die Verkehrsentwicklung in der Mitte der Niederlande dem Ausbau der Infrastruktur voranschreitet, wurde 2006 eine neue Studie zur Entwicklung weiterer Maßnahmen in Auftrag gegeben.

Everdingen - ’s-Hertogenbosch[Bearbeiten]

Im Februar 2006 begannen die Bauarbeiten zur Erweiterung der A2 auf je drei Richtungsfahrbahnen zwischen dem Knotenpunkt Everdingen und Culemborg. Bei Rosmalen und ’s-Hertogenbosch wird die Autobahn auf je vier Richtungsfahrbahnen ausgebaut, wobei je Richtung jeweils zwei Fahrbahnen für den Lokal- und zwei Fahrbahnen für den Fernverkehr vorgesehen sind. Die Gemeinde ’s-Hertogenbosch plant im Zuge des A2-Ausbaus ein neues Wohn- und Geschäftsviertel an der Autobahn anzusiedeln. Im Zuge dieser Planungen wird die A2 nördlich des Knotenpunktes Hintham über eine Länge von 300 Metern durch einen Tunnel geführt.

’s-Hertogenbosch - Eindhoven[Bearbeiten]

Der Staat und die Provinz Nordbrabant beraten derzeit über die Lösung des Problems, den Verlauf der A2 zwischen ’s-Hertogenbosch und Eindhoven zu entzerren. Rijkswaterstaat, die für den Autobahnbau und -unterhalt zuständige Behörde, favorisiert einen Komplettneubau, um die komplizierte Trassenführung im Raum Eindhoven grundsätzlich neu gestalten zu können. Folgende Konzepte werden dabei diskutiert:

  • sechs- bzw. achtstreifiger Ausbau
  • Standstreifenbenutzung zu Stoßzeiten
  • gemeinsamer Ausbau mit der N279 zwischen ’s-Hertogenbosch und Veghel.

Eine Anlage zur dynamischen Standstreifenfreigabe wird zunächst bis 2008 realisiert.

Bei Eindhoven[Bearbeiten]

Im Rahmen einer grundlegenden Instandsetzung des (unvollständigen) Autobahnrings wurde auch hier die Autobahn auf vier mal zwei Richtungsfahrbahnen ausgebaut. Ebenso gibt es hierbei eine Trennung zwischen Lokal- und Fernverkehr. Der Fernverkehr unterliegt dabei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 120 km/h, der Lokalverkehr auf den Parallelfahrbahnen von 80 km/h. Die 2008 fertiggestellte A73 führt auch zur Entlastung der A2 und des Ballungsraums Eindhoven.

Bei Maastricht[Bearbeiten]

Im Januar 2006 haben die beteiligten Parteien den Finanzierungsplan für die achtspurige Untertunnelung (inkl. Verteilerfahrbahnen) Maastrichts durch die A2 unterzeichnet. Die Übereinkunft sah eine Bauzeit von 2007 bis 2012 vor. Der Tunnelbau begann im Jahr 2012 und ist bis 2016 geplant.

Brückenbauwerke[Bearbeiten]

Im Rahmen des Ausbaus der A2 werden auch eine Reihe von Brücken saniert bzw. neu gebaut:

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Über die A2 ist in den Niederlanden ein Computerspiel mit dem Titel A2 Racers erschienen.
  • In Höhe des Knotenpunktes Vught bei ’s-Hertogenbosch wurde die Autobahn im Januar 1995 von der Dommel überflutet.

Bilder[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rijksweg 2 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien