Ringdisteln

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Ringdisteln
Carduus cephalanthus

Carduus cephalanthus

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Carduoideae
Tribus: Cynareae
Gattung: Ringdisteln
Wissenschaftlicher Name
Carduus
L.

Die Ringdisteln (Carduus) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae), von lateinisch carduus ‚Distel‘[1].

Die in Mitteleuropa häufig vorkommende Nickende Distel (Carduus nutans) besitzt derbstachelige Laubblätter, die als dorniger Saum am Stängel herablaufen, und ist als „Unkraut“ an Wegesrändern, Schuttplätzen und Böschungen anzutreffen.

Die Distel allgemein gilt in der Symbolsprache der Blumen als Sinnbild der Wehrhaftigkeit.

Beschreibung[Bearbeiten]

Illustration der Alpen-Ringdistel (Carduus defloratus).

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Ringdistel-Arten sind meist ein- bis zweijährige, selten ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 30 bis 200 (selten bis 400) cm erreichen. Sie sind gewehrt und mehr oder weniger wollig behaart, nur selten unbehaart. Die aufrechten Stängel sind einfach oder verzweigt und oft stachelig-geflügelt.

Die grundständigen und am Stängel wechselständig verteilt angeordneten Laubblätter sind gestielt oder ungestielt. Die kahlen oder behaarten Blattspreiten sind ungeteilte bis fiederspaltig oder ein- bis zweifach gelappt und am Rand dornig gezähnt.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Blütendiagramm für Carduus.

Die körbchenförmigen Blütenstände stehen einzeln oder zwei bis zwanzig zusammen auf stachlig geflügelten, beblätterten oder kahlen Blütenstandsschäften. Die vielen in sieben bis über zehn Reihen zylindrisch bis kugelig aufsteigend bis ausgebreitet oder zurückgebogen angeordneten Hüllblätter sind lineal bis breit eiförmig mit glattem Rand weisen stachelige Spitzen auf. Der Blütenstandsboden (Receptaculum) ist flach. Es sind abgeflachte, borstige Spreublätter vorhanden. Jeder Blütenstand enthält einige bis viele Röhrenblüten.

Die Röhrenblüten sind zwittrig. Die fünf weißen über rosafarbenen bis violetten Kronblätter sind zu einer mehr oder weniger stark zygomorphen langen, schmalen Kronröhre verwachsen, die sich abrupt glockenförmig öffnet und in linealen Kronzipfeln endet. Der Griffel ist bis weit nach oben verwachsen und so sind die freien Griffeläste nur sehr kurz.

Die eiförmigen, etwa abgeflachten Achänen sind glatt. Im Gegensatz zu den ansonsten ähnlichen Kratzdisteln sind die Pappushaare nicht gefiedert, d. h. nicht wiederum mit kleinen Härchen besetzt.

Die Chromosomengrundzahlen betragen x = 8, 9, 10, 11, 13.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Carduus wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 820-826 mit der Typusart Carduus nutans L. aufgestellt. Synonyme für Carduus L. sind: Wettsteinia Petr., Clavena DC., Clomium Adans., Ascalea Hill Onopyxus Bubani nom. illeg..

929 wissenschaftliche Beschreibungen existieren, welche sich auf 127 Arten in Eurasien, Nordamerika und Afrika zurückführen lassen.[2] Davon kommen 90 Arten auch in Nordamerika vor, zum Teil als invasive Neophyten.[3].

Weg-Distel (Carduus acanthoides)
Habitus einer blühenden Carduus carpetanus
Krause Distel (Carduus crispus)
Nickende Distel (Carduus nutans)
Kletten-Distel (Carduus personata)
Blütenstand von Carduus platypus subsp. granatensis mit zurückgebogenen Hüllblättern

Hier eine Liste der in Europa und im Mittelmeerraum vorkommenden fast 60 Arten [4]:

Carduus bourgeanus aggr.:

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. dict.cc: carduus. Abgerufen 23. Juli 2014.
  2. The Plant List: Carduus. Abgerufen 23. Juli 2014
  3. Flora of North America: Carduus. Abgerufen 23. Juli 2014.
  4. Carduus bei Euro+MedPlantBase von Werner Greuter.

Ergänzende Literatur[Bearbeiten]

  • M. A. Fischer, W. Adler & K. Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ringdisteln (Carduus) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien