Ringgenbach (Ablach)

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Ringgenbach
Oberlauf: Rohrenbach
Verlauf des Ringgenbachs

Verlauf des Ringgenbachs

Daten
Gewässerkennzahl DE: 11326
Lage Landkreis Sigmaringen, Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Donau
Abfluss über Ablach → Donau → Schwarzes Meer
Ursprung im Langenmoos etwa 1,3 km nordwestlich des Klosterbereichs von Wald
47° 56′ 28″ N, 9° 9′ 20″ O47.9411972222229.1556555555556659
Quellhöhe ca. 659 m ü. NN[1] 
Ursprung des OL Rohrenbachs
ca. 623 m ü. NN[1] 
Beginn des Ringgenbach-Abschnitts
Mündung zwischen Menningen und Göggingen von rechts und Süden in die Ablach48.0016111111119.1728916666667592Koordinaten: 48° 0′ 6″ N, 9° 10′ 22″ O
48° 0′ 6″ N, 9° 10′ 22″ O48.0016111111119.1728916666667592
Mündungshöhe ca. 592 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 67 m
Länge 7,4 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen mit OL Rohrenbach
4,4 km[2] nur Namensabschnitt
Einzugsgebiet 21 km²[3]
Gemeinden Wald, MeßkirchVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Der Ringgenbach ist ein mitsamt seinem Hauptoberlauf Rohrenbach 7,4 km, auf seinem Namensabschnitt nach Aufnahme des Diegenriedbachs 4,4 km langer Bach im Landkreis Sigmaringen im südlichen Baden-Württemberg, der etwa einen Kilometer nordöstlich des Meßkircher Dorfes Ringgenbach zwischen deren Talorten Menningen und Göggingen von rechts und Süden dem Mittellauf des Donau-Zuflusses Ablach zumündet.

Geographie[Bearbeiten]

Der Ringenbach erhält seinen Namen ab hier beim Walder Weiler Allmannshofen zu Beginn des „Täle“ genannten Tals (Blick bachaufwärts).
Der Ringgenbach auf Höhe des Buffenhofener Weihers
Der Ringenbach verlässt das Dorf Ringgenbach und tritt ins Tal der Ablach ein, im Hintergrund Menningen

Verlauf[Bearbeiten]

Quellbäche[Bearbeiten]

Der Ringgenbach läuft beim Siedlungsplatz Allmannshofen des Dorfes Walbertsweiler in der Gemeinde Wald aus den zwei längeren Quellbächen Rohrenbach und Rickenbach und gleich danach zwei kürzeren Quellbächen zusammen.

Der längste Quellbach Rohrenbach fließt auf etwa 659 m ü. NHN aus dem eben südlich des Walbertsweiler Sportplatzes gelegenen, bewaldeten Langenmoos aus und entwässert dessen Nordteil nach Norden; im größeren Südteil des Moors entsteht der ostwärts laufende Burraubach, der über Kehlbach und Andelsbach letztlich auch in die Ablach entwässert. Der ungefähr genauso große, dem Rohrenbach nach ungefähr 3 km von links zulaufende, 2,4 km lange Rickenbach entspringt auf etwa 655 m ü. NHN ebenfalls einem Moor- und Waldgebiet mit Namen Riedle. Nach diesem laufen bald von jeder Seite je ein kleinerer Quellbach von um 1,5 km Länge zu, mit dem letzten entsteht der Ringgenbach.

Ringgenbach[Bearbeiten]

Der Ringgenbach läuft wie seine beiden größeren Quellbäche recht beständig nordwärts. Er tritt sehr bald auf die Dietershofener Gemarkung von Meßkirch über, worauf ihm sein längster Zulauf Rengetsweiler Graben von Südosten erreicht und er darin das Dorf Dietershofen und den Weiler Buffenhofen durchläuft. Danach wechselt er auf die anschließende Ortsteilgemarkung von Ringgenbach, das er ebenfalls quert. Hier etwa beginnt sein letzter, etwa einkilometriger nordöstlicher Fließabschnitt, an dessen Ende er auf etwa 592 m ü. NHN gegenüber den Menninger Bruckwiesen unterhalb des Dorfes und vor Krauchenwies-Göggingen in die mittlere Ablach mündet. Der Unterlauf des Ringgenbachs zieht durch das sogenannten „Täle“.

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Der Ringgenbach entwässert 21,0 km². Sein ungefähr spindelförmiges Einzugsgebiet erstreckt sich von Süden nach Norden gut 7 km weit, quer dazu ist es an der dicksten Stelle etwas über 4 km breit. Darin laufen die großen Quellbäche näher an der westlichen, der Unterlauf näher an der östlichen Wasserscheide.

Jenseits der nordöstlichen Wasserscheide entwässert der recht kurze Lautenbach nordwärts in die abwärtige Ablach, jenseits der südöstlichen der Riedelbach und vor allem der Burraubach ostwärts zum Kehlbach, der dann über den Andelsbach-Unterlauf ebenfalls die Ablach erreicht. Im Südwesten grenzt kurz Einzugsgebiet des Auenbachs an, der nordwestlich zum Ablach-Oberlauf zieht, der weniger als fünf Kilometer westlich der Ringgenbach-Talachse zu dieser parallel läuft. Die Ablach selbst ist deshalb im Westen und – in Bereich ihres Bogens bei Meßkirch – Nordwesten der wesentliche Konkurrent auf der anderen Seite des Scheidenkamms, nur der ebenfalls nordwestlich zu dieser ziehende Aspenbach ist ein einigermaßen bedeutender unmittelbarer Konkurrent des Ringgenbachs.

Der höchste Punkt im Einzugsgebiet liegt an der südöstlichen Wasserscheide über der Quelle des langen Mittellauf-Zuflusses Rengetweiler Graben auf 676 m ü. NHN. Mehrfach in ihrem Verlauf werden Höhen über 660 m ü. NHN erreicht.

Etwa ein Drittel des Einzugsgebietes an der Westseite sind bewaldete Hänge, hinzu kommen deutlich kleinere Anteile im Nordosten und Südosten. Um die Talachse liegt, von einer nur rechtsseitigen Waldenge bei Buffenhofen abgesehen, überall ein weites Band offener Flur. Flurbrücken gibt es nach Osten zum Riedelbach und vor allem nach Süden zum Burraubach.

Zuflüsse und Stillgewässer[Bearbeiten]

Hierarchische Liste der Zuflüsse und RiverIcon-SmallLake.svg Seen, jeweils von der Quelle zur Mündung und dem Vorfluter. Gewässerlänge[2], Seefläche[4] und Einzugsgebiet[5] und Höhe[1] nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.

Ursprung des Ringgenbachs auf etwa 623 m ü. NHN beim Walbertsweiler Siedlungsplatz Allmannshofen neben der L 195. Hier, kurz vor der Gemeindegrenze zwischen Wald und Meßkirch, läuft dem langen Oberlauf Rohrenbach, der vorher schon zwei andere Zuflüsse aufgenommen hat, ein eher kurzer Bach verdolt zu, womit er zum Ringgenbach wird.

  • Rohrenbach, rechter Hauptoberlauf von Süden, 3,1 km und 8,4 km²[6]. Entwässert an dessen Nordseite das Langenmoos ab etwa 400 Meter südwestlich der Sportplätze im Südwesten von Walbertsweiler auf etwa 659 m ü. NHN.
    • Rickenbach, von links und Südsüdwesten auf etwa 628 m ü. NHN nordwestlich von Walbertsweiler am Waldrand, 2,4 km und 2,1 km². (Der Rohrenbach ist oberhalb dieser Zumündung etwa 2,6 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 2,1 km².) Entsteht auf etwa 655 m ü. NHN an der Gemeindegrenze, die am Südostrand des Sauldorf-Raster Waldstücks Buchbühls entlangläuft.
      • RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt am Unterlauf ab etwa 633 m ü. NHN den ca. 0,7 ha[7] großen Oberen[8] und und gleich danach den ebenfalls 0,7 ha großen Unteren Walbertsweiler Weiher. Eng im Mündungskeil liegt dann noch eine achtgliedrige Kleinteichkette mit zusammen über 0,1 ha Fläche.
    • Ortsbach, von rechts und Süden auf etwa 619 m ü. NHN beim Siedlungsplatz Allmannshofen von Walbertsweiler, 1,3 km und 2,3 km². Entsteht auf etwa 647 m ü. NHN am Nordwestrand von Walbertsweiler.
  • Diegenriedhaugraben, linker und südwestlicher, zuletzt unter einem Acker verdolter Waldbach auf etwa 623 m ü. NHN bei Allmannshofen, 1,6 km und 1,8 km². Entsteht auf etwa 644 m ü. NHN im Bernhölzle. Ab hier beginnt der Ringgenbach-Abschnitt.
  • Rengetsweiler Graben, von rechts und Südosten auf etwa 619 m ü. NHN nach der Stadtgemarkungsgrenze von Meßkirch noch etwas südlich von dessen Dorf Dietershofen, 2,6 km und 2,5 km². Entsteht auf etwa 659 m ü. NHN südlich von Rengetsweiler im Osten des Waldes Randen nahe an einem Straßenstern.
    • RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt einen Weiher einen Steinwurf vor dem Mündung auf etwa 617 m ü. NHN, 0,2 ha, darüber liegen einige viel kleinere Vorteiche.
  • Bruckwiesengraben, von links und Süden auf etwa 615 m ü. NHN am Südrand von Dietershofen, 0,6 km. Fast paralleler naher Auengraben.
    • RiverIcon-SmallLake.svg Teich am linken Ufer auf etwa 610 m ü. NHN kurz vor Buffenhofen, 0,2 ha.
    • RiverIcon-SmallLake.svg See am rechten Ufer auf etwa 607 m ü. NHN gegenüber von Buffenhofen, 0,2 ha.
  • Gönnertalgraben, von links und Südwesten am Nordrand von Buffenhofen 605 m ü. NHN etwa 1,5 km westlich von Dietershofen im Wald an der L 195, 2,0 km und 2,8 km². Entsteht auf etwa 641 m ü. NHN etwa 1,5 km westlich von Dietershofen im Wald an der L 195.
    • Waldgraben, von links und Westen auf etwa 619 m ü. NHN am Flureintritt, 0,9 km und 0,7 km²[9]. Entsteht auf etwa 640 m ü. NHN zwischen den Waldgewannen Münzkreuz im Nordwesten und Forst im Südosten.
  • Graben aus der Grabenschlucht, von rechts und Westen auf etwa 603 m ü. NHN beim Sportplatz südlich von Ringgenbach, 1,4 km und 0,7 km²[9]. Entsteht auf über 640 m ü. NHN im Forst östlich von Buffenhofen.
  • Rosenbach, von links und Westsüdwesten auf etwa 600 m ü. NHN durch Ringgenbach, 1,4 km und 1,5 km². Entsteht auf etwa 637 m ü. NHN noch im Wald.
    • RiverIcon-SmallLake.svg Durchfließt auf etwa 615 m ü. NHN kurz vor dem folgenden einen Teich, unter 0,1 ha.
    • Lohgraben, von links und Westnordwesten auf etwa 610 m ü. NHN noch etwas vor Ringgenbach, 0,7 km und ca. 0,7 km²[9]. Entsteht meist noch vor dem Wald auf knapp 630 m ü. NHN.
  • Brühlgraben, nach und von links auf unter 608 m ü. NHN bis unter 608 m ü. NHN unterhalb von Ringgenbach, 0,5 km. Linker Nebenlauf in der Weitung zur Ablach-Talebene.

Mündung des Ringgenbachs von rechts und zuletzt Südwesten auf etwa 592 m ü. NHN gegenüber den Menninger Bruckwiesen in die mittlere Ablach. Der Bach ist hier ab dem Ursprung des Rohrenbachs 7,4 km, auf seinem Namensabschnitt ab dem Zulauf des Diegenriedhaugrabens 4,4 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 21,0 km²[3] hinter sich.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW. Siehe bei den → Weblinks.
  2. a b Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN) des Online-Kartenservers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW). Siehe bei de → Weblinks.
  3. a b Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Aggregierte Gebiete 05 des Online-Kartenservers der LUBW.
  4. Seefläche nach dem Layer Stehende Gewässer des Online-Kartenservers der LUBW.
  5. Einzugsgebiet nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  6. Einzugsgebiet aufsummiert aus den Teileinzugsgebieten nach dem Layer Basiseinzugsgebiet (AWGN) des Online-Kartenservers der LUBW.
  7. Seefläche abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.
  8. Seename nach dem des folgenden erschlossen.
  9. a b c Einzugsgebiet abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte des Online-Kartenservers der LUBW.

Literatur[Bearbeiten]

  • Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg, als Einzelblatt , Nr. 7920 Leibertingen, Nr. 7921 Sigmaringen – auf beiden liegen nur mündungsnahe Zwickel – owie Nr. 8020 Meßkirch und Nr. 8021 Pfullendorf

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ringgenbach (Ablach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien