Ringlokschuppen Mülheim
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Der Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr ist ein Ort für avancierte Kulturprojekte der Freien Szene - Theater, Musik, Tanz, Performance, Lesung - und Spielstätte der großen Festivals im Ruhrgebiet, der RuhrTriennale, der Mülheimer Stücke und der Impulse.
[Bearbeiten] Das Gebäude
Als Industriedenkmal verdeutlicht der Ringlokschuppen den Strukturwandel der Ruhrregion. Der um 1900 entstandene Lokschuppen umfasste 24 Kreissegmente für die Unterstellung von Loks in einem Gesamtwinkel von 154 Grad bei einer Gebäudetiefe von 22,25 m. Der Außenradius beträgt 57,75 m, der Innenkreis 35,50 m, die Firstfläche 8,30 m und die Traufhöhe 6,23 m. Als Teil des damaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerkes Speldorf diente der Ringlokschuppen zur Unterstellung von Dampflokomotiven, die vom zugehörigen Wasserturm versorgt wurden, bis 1943 die vorliegende Drehscheibe bei einem Bombenangriff zerstört wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war bis 1968 die Zentralstelle der Bundesbahnbusse hier untergebracht. In den letzten Jahren vor der Komplettsanierung wurde der ehemalige Lokschuppen von einem im Gelände ansässigen Fuhrunternehmen lediglich als Reparaturwerkstatt genutzt.
Im Rahmen der gänzlichen Neuorientierung des Sanierungsgebietes als Gelände für die Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen 1992 wurde das Gebäude komplett umgestaltet, seiner neuen Funktion als Kultur- und Begegnungsstätte entsprechend. Ein Großteil der Stahlkonstruktion musste wegen totaler Durchrostung erneuert werden, die Flächefundamentierung wurde wegen der Rollkiesunterschicht auf die alten gemauerten Blockfundamente gelegt. Um den ursprünglichen Charakter des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes zu bewahren wurden die alte Stahlfachwerkfassade und Fenster und Tore rekonstruiert bzw. in neuer Funktionalität erhalten: Im Erdgeschoss befinden sich drei große Veranstaltungsräume, die durch ein 5 m breites umlaufendes Foyer miteinander verbunden sind: der Theatersaal (ca. 500 m²) mit Saalfoyer (ca. 150 m²), die Halle (ca. 250 m²) mit Eingangsfoyer (ca. 200 m²) und den ebenfalls am Eingangsfoyer angrenzenden Tender (ca. 250 m²). In zweigeschossigen Zwischenelementen sind jeweils die erforderlichen Garderoben-, Dusch- und Umkleideräume zugeordnet, das gesamte Obergeschoss ist durch eine ebenfalls umlaufende Empore erreichbar Den Abschluss am rechten Gebäuderand bildet der Bereich der Büroräume und der Gastronomie, auf einer über zwei Geschosse verlaufenden Fläche von ca. 900 m².
Seit 1992 dient der als Spielstätte der Freien Kulturszene.
[Bearbeiten] Das Kulturzentrum
Das erklärte Ziel in der Programmplanung des Ringlokschuppens ist die kontinuierliche Förderung und Weiterentwicklung von avancierten Produktionen der Freien Kulturszene, häufig mit interkulturellem bzw. genreübergreifendem Charakter. Zu den großen Projekten der letzten Jahre zählt die Reihe Raumpfad, eine Koproduktion mit der Kultur Ruhr GmbH im Rahmen der RuhrTriennale 2004, das melez Festival 2005 und 2006 (2005 in Zusammenarbeit mit Dialog e.V. Duisburg und der Dervish Agentur Essen; 2006 in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt 2010) und das Projekt (U)topie 18, entwickelt und künstlerisch erarbeitet von raumlabor_berlin, entstanden als Koproduktion von Schauspiel Essen und dem Ringlokschuppen Mülheim in Zusammenarbeit mit den Duisburger Akzenten.
[Bearbeiten] Weblinks
- http://www.ringlokschuppen.de/
- http://www.stuecke.de
- http://www.nrw-kultur.de/output/controller.aspx?cid=72
- Beschreibung dieser Sehenswürdigkeit auf der Route der Industriekultur
51.4281926.869069Koordinaten: 51° 25′ 41″ N, 6° 52′ 9″ O
Besucherzentren und Ankerpunkte (von West nach Ost): Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | RIM Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen im CentrO | Aquarius-Wassermuseum | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Historische Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Landmarken-Kunst | per Rad
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