Georg Ringsgwandl

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Georg Ringsgwandl (* 15. November 1948 in Staufenbrücke bei Bad Reichenhall) ist ein bayerischer Kabarettist und Liedermacher.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Ringsgwandl wuchs in Staufenbrücke auf, einem Ortsteil von Bad Reichenhall. Er stammt aus einfachen Verhältnissen, sein Vater war kriegsversehrt und arbeitete als Postbeamter. Zur Musik kam er durch das Zitherspiel, die Zither bekam er von einer Tante. Während eines achtmonatigen Sanatoriumsaufenthaltes 1967 wegen Lungentuberkulose brachte sich Ringsgwandl selbst das Gitarrespielen bei. Von 1968 bis 1975 studierte er Medizin und schloss das Studium mit der Promotion zum Dr. med. ab.

Nach seiner Zeit als Assistenzarzt im Münchner Klinikum Großhadern ging Ringsgwandl für einige Zeit nach Amerika. Er arbeitete als Oberarzt der Kardiologie am Klinikum Garmisch-Partenkirchen und tourte nebenbei jahrelang mit seinem musikalischen Kabarettprogramm durch Deutschland. Ringsgwandl erhielt diverse Auszeichnungen, z.B. den deutschen Kleinkunstpreis. Nach kleineren Auftritten in Kneipen und bei Konzerten ging er 1978 mit seinem ersten eigenen Programm "Gurkenkönigs Hausfrauenshow" auf Tour. Es folgten weitere Programme und zahlreiche Auftritte. 1993 gab Ringsgwandl schließlich seinen Arztberuf komplett auf und arbeitete von da an nur noch künstlerisch.

Die musikalische Besetzung seiner Band wechselte sehr häufig. Am längsten und intensivsten arbeitete Ringsgwandl in den ersten erfolgreichen Bühnenjahren mit dem Gitarristen Georg Schreiner und dem Keyboarder Klaus Reichardt zusammen. Ein weiterer wichtiger Mitstreiter ist Nick Woodland, der Ringsgwandl seit Vogelwild als Bluesgitarrist begleitet. Seine Musik verbindet Elemente der bayerischen Volksmusik, etwa die Moritat über Mathias Kneißl, und der Rockmusik mit skurrilen und parodistischen Elementen.

Auf der CD Der Gaudibursch vom Hindukusch waren zum ersten Mal auch längere Wortbeiträge aufgenommen, wie sie Ringsgwandl bis dahin nur bei seinen Auftritten zu Gehör gebracht hatte. Diverse Fernsehauftritte begleiteten seine Bühnenarbeit, z.B. in der Sendung Ottis Schlachthof, dem Scheibenwischer sowie einigen Talkshows. 1994 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil, seine von ihm selbst dort vorgetragene Kurzgeschichte 24 Stunden Sanitär-Notdienst Maderegger fiel jedoch bei der anschließenden Live-Kritik bei den meisten Juroren durch. Das Programm von 2006 trug den Titel Der schärfste Gang.

Ringsgwandl lebt mit seiner Frau, einer Ärztin, in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen.

[Bearbeiten] Diskographie, Bühnenstücke

  • 1986: Das Letzte
  • 1989: Trulla! Trulla!
  • 1991: I wui net Ski fahrn, aber i muaß (Single)
  • 1992: Vogelwild
  • 1993: Staffabruck
  • 1995: Die Tankstelle der Verdammten (Münchner Kammerspiele)
  • 1996: Der Gaudibursch vom Hindukusch
  • 1998: Ludwig II - Die volle Wahrheit (Münchner Kammerspiele)
  • 2001: Gache Wurzn
  • 2004: Prominentenball (Bayerisches Staatsschauspiel)
  • 2005: Alte Reißer – Verreckte Geschichten (live Conferencen)
  • 2006: Der schärfste Gang
  • 2009: Untersendling

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

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