Rio Tapajós

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Rio Tapajós
Der Rio Tapajós mehrere Kilometer vor der Mündung in den Amazonas. Das Foto verdeutlicht die ungeheure Breite des Flusses.

Der Rio Tapajós mehrere Kilometer vor der Mündung in den Amazonas. Das Foto verdeutlicht die ungeheure Breite des Flusses.

Daten
Lage Brasilien
Länge 810 km
Ursprung Zusammenfluss von Rio Juruena und Teles Pires
7° 21′ 1″ S, 58° 8′ 18″ W-7.350209-58.138275
Mündung bei Santarém in den Amazonas-2.409415-54.715691Koordinaten: 2° 24′ 34″ S, 54° 42′ 56″ W
2° 24′ 34″ S, 54° 42′ 56″ W-2.409415-54.715691
Flusssystem Amazonas
Rechte Nebenflüsse Rio Jamanxim
Großstädte Santarém
Mittelstädte Jacareacanga, Itaituba
Kleinstädte Fordlândia (0 Einw.)
Gemeinden Aveiro
Schiffbar oberhalb Itaituba nur für kleinere Schiffe

Der Rio Tapajós [ˌχiu ˌtapɐˈʒɔz] ist einer der größten Nebenflüsse des Amazonas. Entstanden aus mehreren kleineren Flüssen aus dem Mato Grosso, mündet er am rechten, südlichen Ufer in der Nähe von Santarém in den größten Fluss der Erde. Er hat ohne Quellflüsse eine Länge von etwa 810 Kilometern. Mit seinem rechten Quellfluss, dem Teles Pires, kommt er auf 2.291 Kilometer. Der Fluss ist über die gesamte Länge hinweg schiffbar, jedoch oberhalb Itaitubas wegen vieler Stromschnellen nur für kleinere Schiffe. In den Unterlauf fahren auch Kreuzfahrtschiffe aus Deutschland über den Atlantik und den Amazonas hinein.

Der Rio Tapajós ist gekennzeichnet durch seine blau-grüne Farbe. An der Mündung ist der Fluss etwa zwölf Kilometer breit und damit breiter (aber auch flacher) als der Amazonas. Er hat am Unterlauf hellweiße Uferstrände mit sehr feinem Sand, die sehr flach in den Fluss gehen. Im Gegensatz zum Amazonas ist sein Wasser sehr klar. Der Fluss soll nur etwa 40 Zentimeter tief sein und ist damit extrem seicht.

Bei Itaituba, knapp 400 Kilometer vor der Mündung in den Amazonas, quert die Urwaldstraße Transamazônica den Rio Tapajós. An dieser Stelle ist die Transamazônica dem Amazonas am nächsten. Von Santarem aus führt parallel zum Fluss eine für dortige Verhältnisse sehr gut ausgebaute Straße zur Transamazônica (Santarem-Cuiaba-Landstraße).

Im Oberlauf des Flusses gibt es Stromschnellen, die für größere Schiffe nicht überwindbar sind. Es gibt Pläne, die Felsen zu sprengen, damit auch große Schiffe bis in die Quellflüsse fahren können. Grund dafür sind die Rohstoffe, die dort gefördert werden können.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

  • Ein (englischsprachiger) Bericht über das „Mega-Projekt“ Stromschnellensprengung findet sich bei web.archive.org
  • Ein wissenschaftlicher Bericht (englisch) über den Zustand des Urwalds entlang des rechten Ufergebiets am Unterlauf des Rio Tapajós ist hier: lba.cptec.inpe.br
  • Eine Radtour auf der Transamazonika führt streckenweise den Rio Tapajós entlang. Die Beschreibung enthält auch Bilder: www.transamazon.de
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