Rioni

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Rioni
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Der Rioni in Kutaissi

Der Rioni in Kutaissi

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Kaukasus, Westen Georgiens
Flusssystem Rioni
Quelle Großer KaukasusVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung in das Schwarze Meer nördlich Poti42.18416666666741.6361111111110Koordinaten: 42° 11′ 3″ N, 41° 38′ 10″ O
42° 11′ 3″ N, 41° 38′ 10″ O42.18416666666741.6361111111110
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/HÖHENUNTERSCHIED_fehlt
Länge 327 km[1]
Einzugsgebiet 13.400 km²[1]
Abfluss am Pegel an der Mündung[1] MQ
405 m³/s
Großstädte Kutaissi
Mittelstädte Samtredia, Poti
Kleinstädte Oni, Ambrolauri
Schiffbar 95 km

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Der Rioni (georgisch რიონი) ist der drittgrößte Fluss Georgiens.

Verlauf und Nutzung[Bearbeiten]

Der Fluss ist 327 Kilometer lang, entspringt am Südwestabhang des Großen Kaukasus in Swanetien. Er durchfließt zunächst die Region Ratscha-Letschchumi und Niederswanetien zumeist als wild tosender Gebirgsfluss, erreicht in Imeretien das Flachland und durchquert die Kolchische Tiefebene an der Grenze zwischen Mingrelien und Gurien in westlicher Richtung zum Schwarzen Meer. An seiner Mündung bei Poti bildet er ein sumpfiges Flussdelta. Die Ufer des Rioni zeichnen sich durch üppige Vegetation und Waldreichtum aus.

Der Ober- und Mittellauf wird zur Stromproduktion genutzt: Die Wasserkraftwerkskaskade Warziche ist mit einer Leistung von 184 Megawatt (MW) der drittgrößte Stromproduzent Georgiens. Die Regierung plant die Errichtung weiterer Wasserkraftwerke am Rioni: Namachwani (250 MW) und Schoneti (100 MW). Am Unterlauf in der Tiefebene wurde der Fluss zu sowjetischer Zeit eingedämmt, begradigt und mit einem ausgedehnten Kanalsystem ergänzt, um die subtropische Landwirtschaft zu bewässern.

Geschichte[Bearbeiten]

Karte des Mündungsdeltas

Die Griechen nannten den Fluss Phasis (Φάσις). Bereits Hesiod erwähnt ihn in der Theogonie.[2] Eine ausführliche Beschreibung findet sich auch bei Pseudo-Hippokrates (Über die Lüfte, die Gewässer und die Örtlichkeiten),[3] später auch bei Apollonios von Rhodos,[4] Vergil[5] und Aelius Aristides.[6] Hekataios von Milet nahm an, dass der Phasis Schwarzes und Kaspisches Meer verband.

Der Fluss war bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. von großer Bedeutung. Er verband die griechische Hafenstadt Phasis (heute Poti) an der Flussmündung mit Kutaia (heute Kutaissi) am Mittellauf des Flusses. Schiffe transportierten Getreide, Metall, Wein, Oliven und Keramik.

Das riesige, durch ausgedehnte Sümpfe unzugängliche Hinterland der Stadt Poti war seit der Antike als seuchengefährdete Region (Malaria, Sumpffieber) berüchtigt. Erst im 20. Jahrhundert wurden mit gewaltigem Aufwand Projekte zur Trockenlegung realisiert.[7]

Literatur[Bearbeiten]

  • D. Braund: Georgia in Antiquity: A History of Colchis and Transcaucasian Iberia 550 BC–AD 562. Oxford 1994.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Rioni in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (russisch)
  2. Hesiod, Theogonie 337-340
  3. http://classics.mit.edu/Hippocrates/airwatpl.15.15.html Airs, Waters, and Places 15. 20ff.
  4. Argonautika 2.1261
  5. Georgica 4.367
  6. Ad Romam 82
  7.  Tessa Hofmann: Armenien und Georgien. In: Express Reisehandbuch. Mundo-Verlag, Leer 1990, ISBN 3-87322-001-6, Poti, S. 339.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rioni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien