Risographie

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Schnitt durch einen Risographen.

Die Risographie ist ein im Zylinderdruckverfahren durchgeführtes Schablonendruckverfahren nach Art der Siebdrucktechnik. Das Verfahren wurde von der japanischen Firma Riso entwickelt, woher das Verfahren seinen Namen hat. Risographie zeichnet sich dadurch aus, dass die Farbe ohne Anwendung von Chemikalien und Hitze auf das Papier gebracht wird. Der ökologische Vorteil wird von günstigen Verbrauchskosten begleitet.

Von einer Vorlage wird eine Masterfolie erstellt, die vom Gerät vollautomatisiert auf eine rotierbare Trommel gespannt wird. Im Belichtungsvorgang, ähnlich dem bei einem Kopierer, wird die Masterfolie an den Stellen, an denen sie Farbe passieren lassen soll, thermisch durchlöchert. Das zu bedruckende Papier passiert auf relativ geradem Weg die rotierende Trommel, von der aus die Druckfarbe durch ein Sieb und die Matrize auf das Papier gebracht wird. Dadurch bietet die Risographie bei Auflagen ab 25 Kopien eine hohe Geschwindigkeit mit etwa 180 Seiten pro Minute.[1]

Üblicherweise wird schwarz oder farbig monochrom gedruckt, wobei auch Sonderfarben möglich sind. Bildrasterungen zur Erzeugung von feinen Grauwertstufen können direkt von der Vorlage per Tasteneinstellung vorgenommen werden. Risographen der neueren Generation lassen sich durch einen Computer wie ein Netzwerkdrucker direkt ansteuern; neuere Geräte erlauben auch den Zweifarbdruck in einem Druckvorgang. Neueste Riso-Geräte, die Vierfarb-Schnelldruck in einem Druckvorgang ermöglichen, basieren auf dem Tintenstrahlverfahren und arbeiten demzufolge nicht nach dem hier beschriebenen Prinzip.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Produktbeschreibung auf risoprint.de