Rita Ora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rita Ora (2012)

Rita Sahatçiu Ora (* 26. November 1990 in Priština, heute Kosovo) ist eine britische Sängerin, Model und Schauspielerin albanischer Abstammung. Seit 2010 steht sie bei Roc Nation unter Vertrag.

Leben[Bearbeiten]

Rita Ora kam 1990 als zweitjüngstes Kind albanischer Eltern in Priština zur Welt. Noch vor ihrem ersten Geburtstag starb ihre Schwester Melissa, und danach zog sie zusammen mit ihrer Familie nach London.[1] Sie spricht sowohl Englisch als auch Albanisch fließend.[2] In ihrer Jugend besuchte sie unter anderem die Sylvia Young Theatre School, eine Schule der darstellenden Künste, bei der ihr Chorleiter sie empfohlen hatte.[3] Ihre Mutter ist Psychiaterin, ihr Vater ist Besitzer mehrerer Pubs in London. Sie selbst arbeitete mit sechzehn Jahren bei size?, einem Schuhgeschäft.[4][5]

Sie war von Mai 2013 bis Juni 2014 mit Calvin Harris liiert.

Karriere[Bearbeiten]

2004 − 2009: Erste Erfahrungen mit Musik und Plattenvertrag[Bearbeiten]

Entdeckt wurde Ora im Alter von 14 Jahren vom schwedischen Musikproduzenten und Songwriter Martin Terefe, welcher unter anderem bereits mit Jason Mraz, KT Tunstall, James Morrison und Mary J. Blige zusammenarbeitete. Dabei sagte Ora, dass sie bei einem Auftritt in einem Park in London von Terefe angesprochen wurde, welcher sie anschließend in ein Tonstudio einlud. Nachdem sie dort vorgesungen hatte, unterschrieb sie wenig später einen auf zwei Jahre befristeten Produktionsvertrag. Erst ab diesem Zeitpunkt begann sie sich eingehender mit Musik zu beschäftigen und schrieb ihre ersten Songs.[6] Durch Terefe erlangte Ora erste Aufmerksamkeit in der Musikbranche.[3] Gegen Ende des Jahres 2008 zog Ora schließlich während eines Konzertes in London das Interesse einer A&R auf sich, welche die Sängerin, der sie in einem Studio Terefes erstmals begegnet war, wiedererkannte. Nach einem Treffen am nächsten Tag, an dem Ora der Frau mithilfe ihres Laptops ihre Musik vorstellte, meinte diese, dass sie für Jay Brown, den Präsidenten von Roc Nation, interessant sei. Sie stellte letztlich auch den Kontakt zu dem Plattenlabel her, von dem sie nach einigen Treffen 2009 auch unter Vertrag genommen wurde.[3]

2009 hatte Ora einen Gastauftritt in dem Musikvideo zum Lied Young Forever, einer Single aus dem elften Studioalbum von Jay-Z. Bereits 2008 trat sie als Gastmusikerin von Craig David bei dessen erster Single aus seinem Greatest-Hits-Album in Erscheinung, Where’s Your Love. Allerdings wurde sie nicht offiziell als Interpretin des Liedes aufgeführt. Auch in dem dazugehörigen Musikvideo war sie zu sehen.

2010 bis 2012: Debütalbum[Bearbeiten]

Nach dem Unterzeichnen ihres ersten Plattenvertrages mit Roc Nation begann Ora mit den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum. 2010 war sie außerdem in Drakes Musikvideo zu seiner Single Over zu sehen. Über das gesamte Jahr 2011 verteilt postete Ora immer wieder Videos von sich auf der Website von Roc Nation, die sie bei Arbeiten im Tonstudio zeigen. Im Februar 2012 wurde das Lied Hot Right Now veröffentlicht, bei welchem Ora als Gastmusikerin auftritt. Der Titel von Hauptinterpret DJ Fresh erreichte nach der Veröffentlichung Platz eins in den britischen Charts, in den USA stieg das Lied nicht in die Charts ein, während die Single in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Top-40 erreichte. Im Februar und März wurden zudem weitere Informationen über ihr Debütalbum bekannt. So arbeitete Ora unter anderem mit Ester Dean, Drake, The-Dream, Stargate und Kanye West zusammen, wobei Tinie Tempah jedoch der einzige Gastmusiker auf ihrem Album sei.[7][8][9]

Am 24. Februar 2012 war Ora zusammen mit Jay-Z, dem Chef ihres Plattenlabels Roc Nation, zu Gast bei der Radiostation Z100, wo das Lied How We Do (Party), ihre Debüt- und Leadsingle ihres ersten Albums, Premiere feierte. Da der Titel den Refrain von Notorious B.I.G.s Party & Bullshit übernommen hat, wird fälschlicherweise oft angenommen, dass Oras Lied ebenfalls diesen Namen trägt.[10] Im Mai wurde der Titel R.I.P. veröffentlicht, eine Zusammenarbeit mit Tinie Tempah. Beide Singles erreichten Platz 1 in den britischen Charts. Über den Sommer ging Ora zusammen mit Coldplay und DJ Fresh auf Tour. Am 27. August 2012 erschien ihr Debütalbum Ora. Als vierte Single hat Ora den Track Shine Ya Light veröffentlicht, der übrigens auch ein Lieblingsstück von Beyoncé ist.[11][12] Außerdem hat sie den Song Radioactive veröffentlicht.[13]

Seit 2012 bis heute[Bearbeiten]

zweites Album[Bearbeiten]

Es wurde bekanntgegeben, dass Rita Ora an ihrem zweiten Studioalbum arbeitet, welches auch für die Veröffentlichung in den USA bestimmt sein soll.[14] Die erste Single aus Oras neuem Album heißt I Will Never Let You Down, sie erreichte nach der Veröffentlichung Platz eins in den britischen Charts.[15] Produziert wurde der Song von Calvin Harris, mit dem sie von Mai 2013 bis Juni 2014 auch liiert gewesen war. Ora sang I Will Never Let You Down zum ersten Mal live beim Germany’s Next Topmodel-Finale 2014 in Köln.[16] Außerdem ist Ora gemeinsam mit der Rapperin Iggy Azalea in dem Song Black Widow zu hören, den die beiden bei den MTV Video Music Awards 2014 und bei der The Ellen DeGeneres Show am 9. September 2014 präsentierten.[17][18]

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 21. Mai 2014 gab adidas eine Kooperation mit Rita Ora über insgesamt drei Saisons bekannt, bei der die Künstlerin neben Kleidungsstücken auch ihre eigenen Schuhe entworfen hat.[19] Zudem wird Ora in der Verfilmung von Shades of Grey zu sehen sein, die 2015 in die Kinos kommt.[20]

Einflüsse/Inspiration[Bearbeiten]

Ora bezeichnet die US-amerikanische Sängerin Gwen Stefani als ihre größte Inspiration. In einem Interview sagte sie, dass sie „alles liebt, was mit ihr zu tun hat“.[7] Außerdem nannte sie in dem gleichen Interview noch die Contemporary-R&B-Sängerin Beyoncé Knowles, von welcher sie bei den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum Rückmeldungen und Unterstützung erfahren hätte.[7] Auch Vybz Kartel, ein jamaikanischer Dancehall-Künstler, hätte sie zu ihrer Musik inspiriert.[21]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[22] Anmerkungen
DE AT CH UK US
2012 Ora 63
(1 Wo.)
51
(1 Wo.)
15
(6 Wo.)
1
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. August 2012

Singles[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[22] Anmerkung
DE AT CH UK US
2012 Hot Right Now
Ora / Nextlevelism
28
(12 Wo.)
24
(9 Wo.)
39
(3 Wo.)
1
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 12. Februar 2012
(mit DJ Fresh)
R.I.P.
Ora
36
(11 Wo.)
51
(2 Wo.)
46
(4 Wo.)
1
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Mai 2012
(feat. Tinie Tempah)
How We Do (Party)
Ora
40
(12 Wo.)
35
(9 Wo.)
41
(1 Wo.)
1
(15 Wo.)
62
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. August 2012
Young, Single & Sexy
Ora
54
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: Nur als Albumtrack
Shine Ya Light
Ora
10
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. November 2012
2013 Radioactive
Ora
18
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Februar 2013
2014 I Will Never Let You Down 23
(23 Wo.)
15
(18 Wo.)
12
(20 Wo.)
1
(… Wo.)
77
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Mai 2014

Als Gastmusikerin[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[22] Anmerkung
DE AT CH UK US
2008 Where’s Your Love
Greatest Hits
58
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. November 2008
(Craig David featuring Tinchy Stryder & Rita Ora)
2013 Lay Down Your Weapons
I Ain't Perfect
18
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. März 2013
(K Koke featuring Rita Ora)
2014 Black Widow
The New Classic
39
(… Wo.)
48
(… Wo.)
31
(… Wo.)
4
(… Wo.)
3
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Juli 2014
(Iggy Azalea featuring Rita Ora)

Weitere Gastbeiträge[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Rita Ora - BIO. Abgerufen am 28. Oktober 2012.
  2. Zach Pina: HYPETRAK: Rita Ora – Patience & Persistence. hypebeast.com. 24. Februar 2012. Abgerufen am 27. März 2012.
  3. a b c Rita Ora. lastfm.de. 19. Januar 2011. Abgerufen am 27. März 2012.
  4. Suyeon Kim: Rita Ora Is Hot Right Now. mtviggy.com. 18. März 2012. Abgerufen am 29. März 2012.
  5. Cinzia Venafro: Rita Ora - Ich hasse meinen Hintern und liebe meine Brüste. blick.ch. 13. Oktober 2012. Abgerufen am 28. Oktober 2012.
  6. Malte Zill: Backstage-Quickie: 10 Fragen an Rita Ora. bonedo.de, abgerufen am 18. August 2014.
  7. a b c Rap-Up TV: Rita Ora Talks Roots, Roc Nation, & Rolling with Jay-Z and Beyoncé. rap-up.com. 8. Februar 2012. Abgerufen am 27. März 2012.
  8. New Music: Ester Dean – ‘Let It Grow (Celebrate the World)’. rap-up.com. 21. Februar 2012. Abgerufen am 29. März 2012.
  9. Rap-Up TV: Rita Ora Dishes on Debut, Working with Drake and Kanye West. rap-up.com. 20. März 2012. Abgerufen am 29. März 2012.
  10. New Music: Rita Ora – ‘How We Do (Party)’. rap-up.com. 23. Februar 2012. Abgerufen am 29. März 2012.
  11. Video: Rita Ora – Shine Ya Light. rap-up.com, abgerufen am 18. August 2014 (englisch).
  12. Beyonce reached out personally on her blog to let the world know how huge Rita Ora is!! mtv.tv/news, 26. September 2012, abgerufen am 18. August 2014 (englisch).
  13. Videopremiere: Rita Ora und Radioactive. bravo.de, abgerufen am 18. August 2014.
  14. Colin Daniels: Rita Ora: 'Second album is much clearer'. digitalspy.co.uk, 14. Januar 2013, abgerufen am 18. August 2014 (englisch).
  15. Renzo Wellinger: MIDEM 2014: Rita Ora kündigt zweites Album an, Vevo Lift bald in Deutschland. musikmarkt.de, 3. Februar 2014, abgerufen am 18. August 2014.
  16. Jonas Gall (uploader): Rita Ora – I Will Never Let You Down I Germany's next Topmodel Finale 2014. youtube.com, 8. Mai 2014, abgerufen am 18. August 2014.
  17. https://www.google.de/?gws_rd=ssl#tbm=nws&q=Black+Widow+ora
  18. http://www.ampya.com/news/Aktuell/Video-Iggy-Azalea-feat.-Rita-Ora-Black-Widow-SN110338
  19. adidas Originals präsentiert ersten Teil der Rita Ora Kollektion. sneakerlover.de. 14. August 2014. Abgerufen am 18. August 2014.
  20. Sophie: Rita Ora: So sehr wird Shades of Grey schocken. promiflash.de, 28. Januar 2014, abgerufen am 18. August 2014.
  21. Rita Ora EPK
  22. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rita Ora – Sammlung von Bildern