Rituparno Ghosh

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rituparno Ghosh beim Mumbai Academy of the Moving Image (MAMI)-Festival 2010

Rituparno Ghosh (bengalisch: ঋতুপর্ণ ঘোষ, Ṛtuparṇa Ghoṣ; * 31. August 1963 in Kalkutta, Westbengalen; † 30. Mai 2013 ebenda) war ein indischer Filmregisseur des bengalischen Films.

Leben[Bearbeiten]

Ghosh wuchs in Kolkata auf und studierte Wirtschaftswissenschaft. Er begann zunächst Werbefilme zu drehen und hatte sein Spielfilmdebüt 1992 mit dem Low-Budget-Kinderfilm Hirer Angti. Bereits mit seinem zweiten Film Unishe April wurde die Filmkritik auf ihn aufmerksam und er gewann für diesen Film 1995 seinen ersten National Film Award. Seither hat er mit Dahan, Utsab, Chokher Bali und Raincoat mehrere Erfolgsfilme gedreht. Seine Filme behandeln familiäre und gesellschaftliche Beziehungen. Wegen seiner scharfen Beobachtung der indischen Gesellschaft sahen bereits manche einheimische Kritiker in Ghosh einen Nachfolger Satyajit Rays.

Chokher Bali (2003) mit der Schauspielerin Aishwarya Rai brachte Ghosh erneut ins Rampenlicht des indischen Films. Rais Stimme wurde hierfür auf Bengalisch synchronisiert. Der Streifen war 2003 für den Goldenen Leoparden des Internationalen Filmfestivals von Locarno nominiert.

Ghosh, der an einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse litt, starb an einem Herzinfarkt in seinem Haus in Kalkutta.

Filmografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. asianfilms.org