Riveris (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Riveris
Riveris (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Riveris hervorgehoben
49.7261111111116.7638888888889209Koordinaten: 49° 44′ N, 6° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Ruwer
Höhe: 209 m ü. NHN
Fläche: 2,11 km²
Einwohner: 414 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 196 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54317
Vorwahl: 06500
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 116
Adresse der Verbandsverwaltung: Untere Kirchstraße 1
54320 Waldrach
Webpräsenz: www.riveris.de
Ortsbürgermeisterin: Monika Thömmes
Lage der Ortsgemeinde Riveris im Landkreis Trier-Saarburg
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Über dieses Bild

Riveris, im moselfränkischen Riwwares, ist eine Ortsgemeinde im Tal des gleichnamigen Flusses Riveris im Weinbaugebiet Mosel. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ruwer im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz an, die ihren Verwaltungssitz in Waldrach hat.

Lage[Bearbeiten]

Die Ortsgemeinde Riveris liegt etwa zehn Kilometer östlich von Trier und knapp zwei Kilometer nördlich des Riveris-Stausees. An den überörtlichen Verkehr ist sie durch die Landesstraße 149 und die etwa fünf Kilometer entfernte Bundesstraße 52 angeschlossen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name und damit auch der Ort Riveris haben vermutlich römischen Ursprung. Erwähnung findet es in einer Pfandurkunde an Erzbischof Theoderich von Trier (1212 bis 1242), als die Gerichtsbarkeit im erzbischöflichen Dorf „Ruverisse“ an diesen verpfändet wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Riveris, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 133
1835 182
1871 232
1905 286
1939 290
1950 286
Jahr Einwohner
1961 289
1970 284
1987 298
1997 323
2005 398
2012 414

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Riveris besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bis 2014 war Markus Kaldunski (CDU) Ortsbürgermeister. Am 25. Mai 2014 wurde Monika Thömmes zur neuen Ortsbürgermeisterin von Riveris gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Von Silber über Blau geteilt, oben ein wachsender, roter, goldgekrönter und -bewehrter Löwe, unten ein goldenes Korneliushorn.“

Wappenbegründung: Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Riveris zum Kurfürstentum Trier. Ein Friedrich von der Brücke verpfändete die ihm zustehende Gerichtsbarkeit an dem Dorf „Ruverisse“ an Erzbischof Theoderich von Trier (1212–1242). Ein Siegel des „Petrus de ponte“ von 1322 zeigt einen gekrönten Löwen. Wegen der Zugehörigkeit von Riveris zu Kurtrier wurde auf die kurtrierischen Farben zurückgegriffen. Kapellen- und Ortspatron ist der hl. Cornelius. Sein Attribut, ein Horn, steht im unteren Feld. Das Blau im unteren Schild weist auf den Riveris-Fluss und -Stausee hin.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Riveris lebte in der Vergangenheit von Landwirtschaft, speziell Weinbau und Obstbau, hauptsächlich Äpfel. Daher wurde es auch scherzhaft die „Aäpelköst“ (Apfelkiste) genannt. Noch heute ist der Viez (Apfelwein) eine Spezialität. In Riveris gab es auch eine wasserbetriebene Getreidemühle und eine Ölmühle.

Tourismus[Bearbeiten]

Riveris ist eine anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde und ein Dorf, das vor allem von Wanderern und Ruhe suchenden Gästen gerne besucht wird. Die Riveristalsperre kann man in ihrem ganzen Umfang bewandern oder mit dem Fahrrad erkunden.

Das Riveristal ist reich an Naturdenkmalen in Form von Quarzitfelsen, wie dem „Langenstein“ (Gemarkung Morscheid) und dem „Weißenstein“.

Literatur[Bearbeiten]

Riveris, 800 Jahre am Wasser, ein Heimat- und Lesebuch; Thomas Hoffmann, Markus Kaldunski und andere – Trier, 2008. – ISBN 978-3-89890-104-8

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Riveris – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen