Rivière Saint-Maurice

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Rivière Saint-Maurice
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Vereister Abschnitt des Rivière Saint-Maurice

Vereister Abschnitt des Rivière Saint-Maurice

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Lage Mauricie in Québec (Kanada)
Flusssystem Sankt-Lorenz-Strom
Abfluss über Sankt-Lorenz-Strom → Atlantik
Ursprung Gouin-Stausee
48° 21′ 15″ N, 74° 6′ 0″ W48.354167-74.1404
Quellhöhe 404 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Sankt-Lorenz-Strom bei Trois-Rivières46.356944444444-72.5341666666673Koordinaten: 46° 21′ 25″ N, 72° 32′ 3″ W
46° 21′ 25″ N, 72° 32′ 3″ W46.356944444444-72.5341666666673
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 401 m
Länge 563 km[1]
Einzugsgebiet 43.300 km²[1]
Abfluss[1] MQ
730 m³/s
Linke Nebenflüsse Rivière Trenche, Rivière Croche, Rivière Bostonnais, Petite rivière Bostonnais
Rechte Nebenflüsse Rivière Manouane, Rivière Vermillon, Rivière Matawin
Großstädte Trois-Rivières
Mittelstädte Shawinigan
Kleinstädte La Tuque
Rivière Saint-Maurice bei Les Piles

Rivière Saint-Maurice bei Les Piles

Einzugsgebiet des Saint-Maurice

Einzugsgebiet des Saint-Maurice

Der Rivière Saint-Maurice ist ein linker Nebenfluss des Sankt-Lorenz-Stroms in der kanadischen Provinz Québec.

Er ist 563 km lang und entwässert ein Gebiet von 43.300 km². Der Fluss entspringt im Gouin-Stausee inmitten des Kanadischen Schilds, fließt südwärts und mündet unmittelbar östlich der Stadt Trois-Rivières in den Strom.

Ursprünglich nannten die Algonkin den Fluss Metaberutin, was in etwa „Abfluss des Windes“ bedeutet. Die Attikamek wiederum bezeichneten den Fluss als Tapiskoan Sibi („Fadennadel“). Jacques Cartier nannte ihn 1535 Rivière de Fouez. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts besaß Maurice Poulin de La Fontaine Grundstücke entlang des Flusses und die von seinem Vornamen abgeleitete Bezeichnung setzte sich schließlich um 1730 durch. Nach dem Fluss ist heute die Verwaltungsregion Mauricie benannt.

Während des 18. Jahrhunderts nutzten Pelzhändler den Saint-Maurice als bevorzugte Handelsroute in den Norden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Forstwirtschaft zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig, wegen der reichlich vorhandenen Wasserkraft siedelten sich auch zahlreiche Papierfabriken an. In den Forges Saint-Maurice bei Trois-Rivières, dem ersten Schwerindustriebetrieb der Provinz, wurde von 1738 bis 1883 Stahl hergestellt.

Wasserkraftwerke und Dämme[Bearbeiten]

Entlang dem Flusslauf liegen eine Reihe bedeutender Wasserkraftwerke, die von Hydro-Québec (HQ) betrieben werden.[2] In Abstromrichtung sind das:

Name Fertig-
stellung
Leistung
[MW]
Anzahl
Turbinen
hydraul.
Potential
[m]
Reservoir
Barrage Gouin 1918 0,6 2 n/a Réservoir Gouin
Chute-Allard 2008–2009 62 6 17,83 n/a
Rapide-des-Cœurs 2008–2009 79 6 22,69 n/a
Rapide-Blanc 1934–1955 204 6 32,92 Réservoir Blanc
Trenche 1950–1955 302 6 48,47 Lac Tourouvre
Beaumont 1958–1959 270 6 37,8 n/a
La Tuque 1940–1955 294 6 34,75 n/a
Grand-Mère 1915–1930 99 6 25,61 n/a
Rocher-de-Grand-Mère 2004 230 3 24,3 n/a
Shawinigan-3 1948–1949 194 3 44,2 n/a
Shawinigan-2 1911–1929 200 8 44,2 n/a
La Gabelle 1924–1931 131 5 17,38 n/a

Die Barrage de Rapide-Blanc wurde 1930–1934 fertiggestellt. Sie hat eine Höhe von 45 m und eine Länge von 268 m. Das Speichervolumen beträgt 466 Mio. m³.[3]

Die Barrage de la Trenche wurde 1951 fertiggestellt. Sie hat eine Höhe von 53 m sowie eine Länge von 442 m. Das Speichervolumen beträgt 6 Mio. m³.[4]

Die Barrage Beaumont wurde 1958 fertiggestellt. Sie hat eine Höhe von 52 m sowie eine Länge von 489 m. Das Speichervolumen beträgt 2 Mio. m³.[5]

Die Barrage de La Tuque wurde 1940 fertiggestellt. Sie hat eine Höhe von 40 m und eine Länge von 408 m. Das Speichervolumen beträgt 4,8 Mio. m³.[6]

Die Barrage de Grand-Mère wurde 1916 erstellt. Sie weist eine Höhe von 26 m und eine Länge von 785 m auf. Das Speichervolumen beläuft sich auf 27 Mio. m³.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rivière Saint-Maurice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c The Atlas of Canada - Rivers
  2. Hydro-Québec - Hydroelectric Generating Stations
  3. Commission de toponymie du Québec - Barrage de Rapide-Blanc
  4. Commission de toponymie du Québec - Barrage de la Trenche
  5. Commission de toponymie du Québec - Barrage Beaumont
  6. Commission de toponymie du Québec - Barrage de La Tuque
  7. Commission de toponymie du Québec - Barrage de Grand-Mère