Riz Ortolani
Riziero Ortolani (* 4. September 1931 in Pesaro) ist ein italienischer Filmkomponist.
Inhaltsverzeichnis |
Biografie [Bearbeiten]
In den frühen 1950er-Jahren war Ortolani Gründer und Kopf einer in Italien sehr populären Jazzband.
1962 schrieb er zusammen mit Nino Oliveiro seine erste Filmmusik für Gualtiero Jacopettis Pseudo-Dokumentarfilm Mondo Cane. Der Titelsong More wurde ein Welthit, gewann den Grammy und wurde im gleichen Jahr für den Oscar in der Sparte Best Song nominiert. Damit war der Grundstein für eine Reihe von Filmen für Hollywood gelegt. Ein weiterer Welthit wurde die Titelmusik aus dem in Mexiko spielenden Film O’ Cangaçeiro (1970).
In Europa schrieb Ortolani unter anderem Filmmusiken für verschiedene Italo-Western, unter anderem für die beiden Tonino Valerii-Filme Sie verkaufen den Tod und Der Tod ritt dienstags, dessen Score von Quentin Tarantino in seinem Racheepos Kill Bill teilweise erneut verwendet wurde. Deutsche Kinobesucher kennen seine Musik auch aus den Filmen Flying Clipper, Ein Kampf um Rom und aus dem teuersten aller Karl-May-Filme Old Shatterhand, für den er sogar einen Chor einsetzen durfte. Ortolani schrieb auch die Musik für die deutsch-italienischen Gialli Das Geheimnis des gelben Grabes und Das Rätsel des silbernen Halbmonds sowie für die erste Staffel der Thriller-Serie Allein gegen die Mafia.
2004 erhielt Ortolani für sein Lebenswerk den Preis „Pippo Barzizza“.[1]
Er ist mit der Sängerin Katyna Ranieri verheiratet, für die er auch einige Lieder schrieb. 2007 hatte sein Stück Il principe della gioventù Premiere.[2]
Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]
- 1962: Mondo Cane (Mondo Cane)
- 1962: Ursus im Tal der Löwen (Ursus nella valle dei leoni)
- 1962: Verliebt in scharfe Kurven (Il sorpasso)
- 1963: Abrechnung in Veracruz (El sabor de la venganza)
- 1964: Old Shatterhand
- 1964: Beim siebten Morgengrauen (The 7th Dawn)
- 1965: Die glorreichen Reiter (The Glory Guys)
- 1966: Africa Addio (Africa addio)
- 1966: Mögen sie in Frieden ruh'n (Requiescant)
- 1967: Die letzte Rechnung zahlst du selbst (Al di là della legge)
- 1967: Der Tod ritt dienstags (I giorni dell'ira)
- 1968: Schlacht um Anzio (Anzio)
- 1968: Die Banditen von Mailand (Banditi a Milano)
- 1968: Lady Hamilton – Zwischen Schmach und Liebe
- 1968: Kampf um Rom
- 1970: Die Gräfin und ihr Oberst (The Adventures of Gerard)
- 1970: Ausbruch der 28 (The MacKenzie Break)
- 1970: Madron
- 1971: Addio, Onkel Tom! (Addio zio Tom)
- 1971: Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert (Confessione di un commissario di polizia al procuratore della repubblica)
- 1971: Dracula im Schloß des Schreckens (Nella stretta morsa del ragno)
- 1971: Leise weht der Wind des Todes (The Hunting Party)
- 1971: Das nackte Cello (Il merlo maschio)
- 1972: Bruder Sonne, Schwester Mond (Fratello sole, sorella luna)
- 1972: Das Rätsel des silbernen Halbmonds (Sette orchidee macchiate di rosso)
- 1972: Sie verkaufen den Tod (Una ragione per vivere e una per morire)
- 1974: Warum mußte Staatsanwalt Traini sterben? (Perché si uccide un magistrato)
- 1977: Ein Mann gegen die Mafia (La ragazza dal pigiama giallo)
- 1978: Tornado (Cyclone)
- 1978: Orgie des Todes (Enigma rosso)
- 1979: Das Geheimnis der eisernen Maske (The Fifth Musketeer)
- 1979: Nackt und zerfleischt (Cannibal Holocaust)
- 1984: Allein gegen die Mafia (La Piovra)
- 1985: Christopher Columbus (Christopher Columbus)
- 1991: Michelangelo – Genie und Leidenschaft (A Season of Giants)
- 1991: Paprika – Ein Leben für die Liebe (Paprika)
- 1992: Racheengel (L’angelo con la pistola)
Weblinks [Bearbeiten]
- Riz Ortolani in der Internet Movie Database (englisch)
- Webauftritt Ortolanis auf rizortolani.com
- Filmmusik-Tonträger von Riz Ortolani auf soundtrackcollector.com
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Auszeichnung auf rockol.it
- ↑ Info auf teatroarcimboldi.it
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ortolani, Riz |
| ALTERNATIVNAMEN | Ortolani, Riziero (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Filmkomponist |
| GEBURTSDATUM | 4. September 1931 |
| GEBURTSORT | Pesaro, Italien |