Rize-Tee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Teepflanzen an Hängen in Rize

Als Rize-Tee bezeichnet man eine Sorte des schwarzen Tees, deren Anbaugebiet im Nordosten der Türkei am Schwarzen Meer und im Kaçkar-Gebirge liegt. Den Namen hat der Tee von der Provinz Rize, die als Hauptanbaugebiet gilt.

Der Tee wird traditioneller Weise in sogenannten Çaydanlık gekocht und in kleinen Teegläsern serviert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Versuche, Tee in der Türkei anzubauen, wurden im Jahr 1787 unternommen. Dafür wurden aus Japan Samen der Teepflanze importiert und in der Provinz Bursa angebaut. Da jedoch das Klima in der Region nicht den gewünschten Ertrag ermöglichte, wurde der Teeanbau dort nicht fortgeführt.

Ab 1917 hat der Botaniker Ali Rıza Erten, damals auch stellvertretender Leiter der Halkalı Ziraat Mektebi Âlisi, einer Hochschule für Landwirtschaft und Ackerbau in Istanbul, eine geeignete Region gesucht und den Nordosten der Türkei für den Teeanbau ausgemacht. Am 16. Februar 1924 genehmigte das Parlament den Antrag, Tee in Rize anzubauen. Die erste Teefabrik wurde im Jahr 1947 gebaut, was die Teeproduktion um ein Vielfaches beschleunigt hat.

Weblinks[Bearbeiten]