Roßberg (Schwäbische Alb)

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Roßberg
Roßberg von Norden aus gesehen

Roßberg von Norden aus gesehen

Höhe 869 m ü. NHN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Schwäbische Alb
Koordinaten 48° 25′ 4″ N, 9° 8′ 34″ O48.4177777777789.1427777777778869Koordinaten: 48° 25′ 4″ N, 9° 8′ 34″ O
Roßberg (Schwäbische Alb) (Baden-Württemberg)
Roßberg (Schwäbische Alb)
Gestein Weißer Jura

Der Roßberg ist ein 869 m ü. NHN[1] hoher Berg am Albtrauf, dem Nordrand der Schwäbischen Alb, im Bereich der Mittleren Kuppenalb. Er liegt auf einer halbinselartigen Hochfläche, dem so genannten Roßfeld, das nur noch im Südosten mit der übrigen Hochfläche der Schwäbischen Alb verbunden ist und im Norden durch das Wiesaztal, im Süden durch das Tal des Öschenbachs begrenzt wird. Die aus Oberjura-Gestein gebildete Kuppe des Roßbergs erhebt sich rund 100 Meter über die Hochfläche. Etwas westlich davon schließt sich der Kleine Roßberg mit 827 Metern Höhe an. Dieser besteht aus Tuffgestein und ist Teil des Schwäbischen Vulkans.

Die nächstgelegenen Orte sind Öschingen (Mössingen) im Westen und Gönningen (Reutlingen), zu dessen Gemarkung der Berg gehört, im Nordosten, die beide unterhalb des Albtraufs liegen, sowie im Osten auf der Albhochfläche Genkingen. Von Genkingen aus führt eine fünf Kilometer lange Straße zum Roßberg bis hinauf zum Gipfel, wo es den Roßbergturm, einen Aussichtsturm mit Restaurant, sowie ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins gibt. Aus diesem Grunde ist der Roßberg ein beliebtes Ausflugsziel, unter anderem führt der Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg über ihn hinweg.

Roßbergturm und Roßberghaus[Bearbeiten]

Der Roßbergtum ist der 28 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Roßberg. Auf seiner Spitze trägt der in Gussbeton-Bauweise ausgeführte Turm einen Antennenmast für den BOS-Funk. In den Turm integriert ist ein Wanderheim. Auf jedem Stockwerk des Turms gibt es ein oder mehrere Zimmer mit einfachen Übernachtungsmöglichkeiten. Im unteren Teil des Turms ist eine Gastwirtschaft untergebracht.

Turm und Wanderheim wurden 1913 zum 25-jährigen Jubiläum des Schwäbischen Albvereins von diesem erbaut, als die Kuppe noch weniger stark bewaldet war. Ursprünglich befand sich das gesamte Wanderheim im Turm, in den 1930er- und 1960er-Jahren wurde die Anlage durch Anbauten erweitert und 1982 nochmals saniert. Die Roßbergsteige genannte Straße hinauf zum Turm wurde 1934 angelegt.

Von der Spitze des Turms blickt man auf die Schwäbische Alb und ihr Vorland. Im Westen reicht der Blick zum Schwarzwald, im Norden zum Schönbuch und dem Stuttgarter Fernsehturm. Im Nordosten sind am Albtrauf unter anderem der Hohenstaufen und die Ruine Hohenneuffen zu erkennen. Bei guten Sichtverhältnissen sind nach Süden hin die Gipfel der nördlichen Alpen zu erkennen.

Quenstedt-Denkmal[Bearbeiten]

Auf der westlichen Seite des Wanderheims steht an einem Aussichtspunkt ein Obelisk, der an Friedrich August von Quenstedt erinnert. Der Geologe, Paläontologe und Heimatforscher war Professor in Tübingen und leistete Pionierarbeit bei der geologischen Erforschung der Schwäbischen Alb; das Denkmal wurde nur vier Jahre nach seinem Tod, am 9. Juli 1893 eingeweiht.

Sonstiges[Bearbeiten]

Von der in Mössingen ansässigen Nudelfabrik Schneider werden die nach dem Roßberg benannten Roßberg-Sonntagsnudeln hergestellt und vertrieben.

Alpenpanorama, aufgenommen vom Roßbergturm am 14. Januar 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)

Weblinks[Bearbeiten]