Roßlau (Elbe)

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Dieser Artikel behandelt Daten und Geschichte der Stadt Roßlau (Elbe), die bis zum 30. Juni 2007 eigenständig war. Angaben zu der seit dem 1. Juli 2007 existierenden neuen kreisfreien Stadt und zu dauerhaften Einrichtungen sind unter Dessau-Roßlau zu finden.
Roßlau
Wappen von Roßlau
Koordinaten: 51° 53′ N, 12° 15′ O51.88888888888912.2558Koordinaten: 51° 53′ 20″ N, 12° 15′ 0″ O
Höhe: 58 m
Fläche: 61,80 km²
Einwohner: 13.849 (2006)
Eingemeindung: 1. Juli 2007
Postleitzahl: 06862
Vorwahl: 034901
Markt und Ev. Stadtkirche St. Marien Roßlau
Exzenterschaufelrad auf dem Luchplatz, gebaut in der Roßlauer Schiffswerft
 
Kath. Kirche Herz Jesu
 
Ev. Kirche St. Marien

Roßlau (Elbe) war bis zum 30. Juni 2007 eine eigenständige Stadt im Land Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehörte zum Landkreis Anhalt-Zerbst. Durch das vom Landtag des Landes Sachsen-Anhalt am 6. Oktober 2005 beschlossene Kommunalneugliederungsgesetz wurde Roßlau mit der Stadt Dessau am 1. Juli 2007 zur Stadt Dessau-Roßlau fusioniert.[1] Roßlau ist ein Stadtteil der Neugründung.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Roßlau liegt an der Elbe und etwa 55 km südöstlich der Landeshauptstadt Magdeburg sowie 120 km südwestlich der Bundeshauptstadt Berlin. Roßlau wird von der Rossel durchflossen.

Zu Roßlau gehörten die Ortsteile Natho, Meinsdorf, Mühlstedt und Streetz.

[Bearbeiten] Geschichte

1215 wurde der Ort als „Rozelowe“ erstmals urkundlich erwähnt, 1359 tauchte „Dat borchlen zu Rozlau“ auf. Der Name ist niederländischen Ursprungs und deutet auf die Gründung und Besiedlung Roßlaus von Bewohnern der niederländischen Ortschaft Reuzel (und Umgebung) in Nordbrabant.

Die erste Brücke über die Elbe wurde 1583 gebaut; schon 20 Jahre später wurden dem Ort die Markt- und Stadtrechte verliehen. An dieser Elbbrücke fand 1626 während des Dreißigjährigen Krieges eine Schlacht statt. Wenige Jahre später, 1631, wurde die Brücke zerstört. Sechs Jahre darauf brannten kaiserliche Soldaten die Stadt nieder; 1717 brannte die Stadt erneut. 1740 wurden Rathaus und Schloss gebaut. 1765–1767 war Roßlau Ausgangspunkt für Kolonistenzüge, die die russische Zarin Katharina die Große (eine Anhalt-Zerbster Prinzessin) in ihr Land gerufen hatte. 1806 brannte die Elbbrücke wieder, von fliehenden Preußen in Brand gesteckt. 1836–1838 ließ Herzog Heinrich von Anhalt-Köthen die verfallene mittelalterliche Burg im neogotisch-romantischen Zeitgeist umfassend erneuern.

In den darauffolgenden Jahren erfolgte die Anbindung an das Schienennetz der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn, Fabrik-, Zeitungs- und Werftgründungen. 1907 wurde die Straßenbahnlinie Dessau–Roßlau in Betrieb genommen.

Im Herbst 1933 richtete die nationalsozialistische anhaltische Regierung im ehemaligen Volkshaus in der Hauptstraße 51 eines der frühen KZ ein, in dem vorwiegend KPD- und SPD-Angehörige inhaftiert und schikaniert wurden. Im Sommer 1934 wurde das KZ Roßlau geschlossen. Die restlichen Insassen kamen in das KZ Lichtenburg.

Die Stadt Roßlau (Elbe) war vom 1. April 1935 bis zum 1. April 1946 in die Stadt Dessau eingemeindet, um Dessau als Gauhauptstadt zur erforderlichen Einwohnerzahl von mindestens 100.000 zu verhelfen.

Bis 1991 war Roßlau Standort der 7. Panzerdivision der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland.

Das Elbhochwasser 2002 übertraf deutlich das Elbhochwasser 1845.

[Bearbeiten] Gedenkstätten

[Bearbeiten] Wappen

Wappen der ehemaligen Stadt Roßlau

Blasonierung: „In Silber auf blauen Wellen ein linkshin fahrendes rotes Segelschiff, auf dessen goldenem Segel ein aufgerichteter, linksgewendeter, silbern gekrönter und rot bewehrter schwarzer Bär steht mit je einem abgewendeten Beil in beiden Vordertatzen; die rote Mastspitze mit einem blauen Karpfen beheftet; am Bug die Stadtfahne in Blau über Silber.“

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Roßlau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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