Roßtal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Roßtal
Roßtal
Deutschlandkarte, Position des Marktes Roßtal hervorgehoben
49.410.883333333333373Koordinaten: 49° 24′ N, 10° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Fürth
Höhe: 373 m ü. NHN
Fläche: 44,4 km²
Einwohner: 9588 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner je km²
Postleitzahl: 90574
Vorwahl: 09127
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 5 73 125
Marktgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
90574 Roßtal
Webpräsenz: www.rosstal.de
Bürgermeister: Johann Völkl (SPD)
Lage des Marktes Roßtal im Landkreis Fürth
Landkreis Fürth Bayern Landkreis Ansbach Landkreis Roth Schwabach Erlangen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Fürth Nürnberg Obermichelbach Tuchenbach Puschendorf Veitsbronn Seukendorf Wilhermsdorf Langenzenn Cadolzburg Großhabersdorf Ammerndorf Roßtal Zirndorf Oberasbach Stein (Mittelfranken)Karte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Lage
Roßtal mit der St.-Laurentius-Kirche
Roßtals Oberer Markt

Roßtal (umgangssprachlich: Rŏschdəl) ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Fürth.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Der Markt Roßtal liegt etwa 15 Kilometer westlich von Nürnberg. Am nördlichen Rand fließt die Bibert durch das Gemeindegebiet.

Ortsteile[Bearbeiten]

Roßtal hat [2] 17 Ortsteile:

  • Stöckach
  • Trettendorf
  • Weitersdorf
  • Wimpashof

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind:

(Aufzählung: im Norden beginnend im Uhrzeigersinn)

Geschichte[Bearbeiten]

  • 954: erste urkundliche Erwähnung Roßtals durch Widukind als „Horsadal“
  • 1050: In einer Bamberger Urkunde von 1050 erscheint der Ortsname „Rossestal“.
  • 12. und 13. Jahrhundert: Man schreibt den Ortsnamen „Rostal“.
  • 1328: „Rostal“ erhält von Kaiser Ludwig dem Bayern die Stadt- und Marktrechte.
  • nach 1328: Die Nachsilbe „-stal“ wird später zu „–stall“: „Roßstall“.
  • 1872: Errichtung der Eisenbahnstrecke Nürnberg-Ansbach durch Roßstall
  • 1910: Einrichtung des elektrischen Lichts. Die Transformatorenstation befand sich auf der Gemeindewiese am Mühlbach.[3]

Im Jahr 1913 wurde die Gemeinde „Roßstall“ amtlich in „Roßtal“ umbenannt.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Buchschwabach, Großweismannsdorf und Weitersdorf sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Weinzierlein eingegliedert.[5]

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat hat einschließlich des Bürgermeisters 21 Mitglieder. Dabei haben die CSU sieben Sitze, die SPD acht Sitze, die Freien Wähler vier Sitze und Die Grünen zwei Sitze. Dies entspricht dem Stand der Kommunalwahl am 2. März 2008.

Partnerkommunen[Bearbeiten]

  • FrankreichFrankreich Auzances, Frankreich
    Seit 1997 besteht eine Partnerschaft mit Auzances, die durch den Deutsch-Französischen Freundschaftskreis getragen wird. Aufgrund der guten Beziehungen der beiden Partnerkommunen wurde am 6. April 2000 dem Markt Roßtal das Europadiplom für das Jahr 2000 zuerkannt. Am 8. November 2002 wurde dem Markt Roßtal die Ehrenfahne des Europarates übergeben.
  • DeutschlandDeutschland Thalheim/Erzgeb. (Partnerschaft seit 1992 (?))
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Es bestehen freundschaftliche Beziehungen zu Frankenmuth in den USA, da viele Frankenmuther Siedler aus Roßtal stammen.

Verkehr[Bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Im Süden des Marktes Roßtal verläuft durch die Ortsteile Großweismannsdorf und Buchschwabach die Bundesstraße 14, ansonsten ist Roßtal mit seinen Nachbarorten durch Staats- und Kreisstraßen verbunden. Zum Autobahnnetz bestehen Verbindungen über die Bundesstraße 14 zur Anschlussstelle Neuendettelsau auf die A 6 und zur Südwesttangente an der Anschlussstelle Nürnberg-Schweinau.

Eisenbahn[Bearbeiten]

ÖPNV in Roßtal

Roßtal liegt unmittelbar an der Kursbuchstrecke 891.7 (Nürnberg – AnsbachCrailsheim). Innerhalb des Gemeindegebietes befinden sich an der Strecke die Bahnhöfe und Haltepunkte Roßtal-Bahnhof, Roßtal-Wegbrücke und Raitersaich. Der Bahnhof Roßtal liegt am äußeren östlichen Rand, während der Haltepunkt Roßtal-Wegbrücke im Zentrum Roßtals liegt. Die Strecke wird von der S-Bahnlinie S 4 ( Nürnberg-Hauptbahnhof – Ansbach) in einem 20/40 Minutentakt bedient.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Der Markt Roßtal ist in das Tarifsystem des VGN (Verkehrsverbund Großraum Nürnberg) integriert. Der öffentliche Personennahverkehr wird im Wesentlichen von der S-Bahnlinie S 4 (Nürnberg-Hauptbahnhof – Ansbach) übernommen, die Roßtal im 20/40 Minutentakt mit Nürnberg und Ansbach verbindet. Des Weiteren ist das Gemeindegebiet mit den Regionalbuslinien 112 und 114 der OVF, sowie 713 und 714 des privaten Verkehrsunternehmens Reck erschlossen, die Verbindungen zur S-Bahn und zu den Nachbarorten herstellen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten]

Ende der 1990er Jahre wurde das Gewerbegebiet „Flugplatz“ im Ortsteil Buchschwabach ausgewiesen.

Energie[Bearbeiten]

Im Ortsteil Raitersaich steht ein 380-kV-Umspannwerk. 380-kV-Hochspannungsleitungen führen von dort nach Ingolstadt, Grafenrheinfeld und Erlangen.

Krypta
In Stein gemeißeltes Martinerla
Spitzweed mit Wohnhaus

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Hallenkrypta des frühromanischen Kirchenbaus von 1025 bis 1042 unter der Pfarrkirche St. Laurentius
  • Museumshof Roßtal
  • „Der Menschensohn, sitzend auf dem Regenbogen der Herrlichkeit ...“: Monumentales (100 m²) Altargemälde von Herbert Bessel in der katholischen Christkönigskirche, 1957 gemalt

Heimatverein Markt Roßtal e. V.[Bearbeiten]

Am 20. Juli 2002 wurde dem Heimatverein Markt Roßtal e. V. im Rahmen einer Festveranstaltung „100 Jahre Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e. V.“ für die Erforschung, Dokumentation und Vermittlung von Geschichte und Kultur des heimatlichen Landschaftsraumes vom Präsidenten des Bayerischen Landtags die Medaille „Für vorbildliche Heimatpflege“ verliehen.

Martinimarkt[Bearbeiten]

Der Martinimarkt findet alljährlich am Wochenende vor dem Volkstrauertag statt. Obwohl er ein Herbstmarkt ist, hat er wegen der vielen geschmückten Stände ein weihnachtliches Flair. Jedes Jahr strömen tausende Besucher von außerhalb dorthin, um den Pulzermärtl zu sehen. Er verteilt an die anwesenden Kinder die „Martinerli“, das traditionelle Gebäck zum Martinimarkt. In den Martinimarkt eingegliedert findet im Rathaus die Sozialmesse und in der Grundschule der Handwerks- und Gewerbemarkt statt.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

  • Gebiet „Freizeit und Erholung“ mit DFB-Minispielfeld, Bolzplatz und Bouleanlage
  • Ponyhof Raitersaich

Sport[Bearbeiten]

In Roßtal und seinen Ortsteilen sind verschiedene Sportvereine vertreten:

  • Tuspo Roßtal (Fußball, Tischtennis, Taekwon-Do)
  • TV Roßtal (Handball, Turnen, Judo)
  • SV Großweismannsdorf-Regelsbach
  • SV Raitersaich
  • Tennis-Club Roßtal

Literatur[Bearbeiten]

  • Adolf Rohn: Heimatbuch von Roßtal und Umgebung. Roßtal: Selbstverlag, 1928, XIV, 112 S.
  • Helmut Mahr, Kirche und Krypta in Roßtal, in: Fürther Heimatblätter, Neue Folge 25, 1975, S. 33
  • Roßtaler Heimatblätter, Mitteilungen des Heimatvereins Roßtal e. V.; online:
  • ROSSTAL: Vergangenheit und Gegenwart. Hrsg.: Markt Roßtal, 1979, 375 S.
  • Roßtal: 1050 Jahre Heimat - offen und lebendig. Hrsg.: Markt Roßtal. Neustadt an der Aisch: Schmidt, 2004, 341 S., ISBN 3-87707-635-1
  • Hans Kreutzer/Gottlieb Schwemmer: Der Ortsname. In: Festschrift zur Tausendjahrfeier von Roßtal
  • Ulrich Grimm: Roßtal 1945/46, Aus einer mittelfränkischen Landgemeinde in schweren Zeiten, Roßtal 2007

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Roßtal – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20110918/114755&attr=OBJ&val=1410
  3. http://www.rosstal.de/index.php?id=476,26
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 467.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 714.