Rob Houwer

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Rob Houwer

Rob Houwer (* 13. Dezember 1937 in Hoogeveen) ist ein niederländischer Filmproduzent, Filmregisseur und Drehbuchautor.[1]

Leben[Bearbeiten]

Houwer begann 1956 in München ein Studium der Theaterwissenschaften und besuchte die Hochschule für Fernsehen und Film München. Er arbeitete als Filmkritiker, Regie- und Kameraassistent. 1959 gründete er seine Houwer-Film und gehörte zu den Unterzeichnern des Oberhausener Manifests. Nach einigen Kurzfilmen, bei denen er meist selbst Regie führte, sorgte 1967 Mord und Totschlag unter Volker Schlöndorffs Regie erstmals für Aufsehen. Als einer seiner größten internationalen Erfolge gilt Peter Fleischmanns Jagdszenen aus Niederbayern (1969). Houwer wurde zu einem bedeutenden Förderer des Neuen Deutschen Films, produzierte aber auch zeittypische Sexfilme und beteiligte sich an dem Roy Black-Film Grün ist die Heide.

1971 kehrte Houwer in die Niederlande zurück und widmete sich nun vor allem dem dortigen Filmgeschehen. Er wurde zum zunächst wichtigsten Produzenten des Regisseurs Paul Verhoeven. Houwer ist Honorarkonsul von Grenada und Träger des Verdienstordens Offizier von Oranien-Nassau.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1959: Hundstage (Kurzfilm, auch Regie)
  • 1960: Das Begräbnis (Kurzfilm, auch Regie und Kamera)
  • 1961: Brutalität in Stein (Kamera)
  • 1961: Der Schlüssel (Kurzfilm, auch Regie)
  • 1962: Ferien (auch Regie, Episode aus Hütet eure Töchter)
  • 1962: Der gelbe Wagen (auch Regie, Episode aus Hütet eure Töchter)
  • 1963: Doppelkonzert
  • 1963: Madeleine, Madeleine
  • 1964: Ein Brief wird befördert (nur Drehbuch und Regie)
  • 1964: Anmeldung (Kurzfilm, auch Regie)
  • 1964: Konferenz-Dolmetscher (Kurzfilm, auch Regie)
  • 1965: Foul (Kurzfilm)
  • 1965: Verständigung (Kurzfilm)
  • 1965: Autorennen
  • 1966: Meisjes (Kurzfilm, auch Regie)
  • 1966: Zweikampf (Kurzfilm)
  • 1967: Romy. Anatomie eines Gesichts
  • 1967: Galaxis
  • 1967: Mord und Totschlag
  • 1967: Tätowierung
  • 1967: Das Nest (Kurzfilm)
  • 1968: Mijnheer hat lauter Töchter (TV)
  • 1968: Engelchen oder Die Jungfrau von Bamberg
  • 1968: Lebeck (TV)
  • 1968: Professor Columbus
  • 1968: Zuckerbrot und Peitsche
  • 1968: Bübchen / Der kleine Vampir
  • 1968: Bengelchen liebt kreuz und quer
  • 1969: Jagdszenen aus Niederbayern
  • 1969: Michael Kohlhaas – Der Rebell
  • 1969: Alarm (TV)
  • 1969: Der Bettenstudent oder: Was mach' ich mit den Mädchen?
  • 1969: Köpfchen in das Wasser - Schwänzchen in die Höh'
  • 1969: Isabella - Mit blanker Brust und spitzem Degen
  • 1971: Paragraph 218 - Wir haben abgetrieben, Herr Staatsanwalt (auch Regie)
  • 1970: o.k.
  • 1971: Was sehe ich, was sehe ich...! (Wat Zien Ik!?)
  • 1972: Grün ist die Heide
  • 1973: Türkische Früchte (Turks Fruit)
  • 1975: Das Mädchen Keetje (Keetje Tippel)
  • 1977: Soldiers (Soldaat van Oranje)
  • 1979: Outsiders in Amsterdam (Grijpstra & De Gier)
  • 1981: Hoge hakken, echte liefde
  • 1983: Der vierte Mann (De vierde man)
  • 1983: Brandende liefde (auch Co-Drehbuch)
  • 1983: Als je begrijpt wat ik bedoel
  • 1985: Het bittere kruid
  • 1987: Van geluk gesproken
  • 1990: Ein Single zum Knutschen (De gulle minnaar, auch Drehbuch)
  • 1993: De kleine blonde dood
  • 1996: De Zeemeerman
  • 1999: Majestät brauchen Sonne
  • 2002: Soldaat van Oranje Revisited (TV)
  • 2004: Bigger Than James Dean (TV)
  • 2006: Het woeden der gehele wereld

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Geburtsort laut filmportal.de und nl.Wikipedia; andere Angaben zum Geburtsort: Groningen (Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag); Den Haag (IMDb)