Rob Pilatus

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Rob Pilatus (rechts) bei der Grammy-Verleihung 1990

Robert Pilatus (* 8. Juni 1965 in München; † 2. April 1998 in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main) war ein deutscher Tänzer und Sänger. Bekannt wurde er als Teil des Popduos Milli Vanilli.

Leben[Bearbeiten]

Robert Pilatus wurde am 8. Juni 1965 als Sohn eines US-amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Er wurde später von einem Münchener Ehepaar adoptiert.[1]

Im Jahr 1987 nahm Pilatus mit der Gruppe Wind mit dem Titel Laß die Sonne in Dein Herz am 32. Eurovision Song Contest in Brüssel teil und belegte den 2. Platz.

Pilatus trat in dem Milli-Vanilli-Video Girl You Know It's True (sowie in weiteren Hitvideos) als Sänger und Tänzer auf. Im Herbst 1988 war Girl You Know It's True ein weltweit großer Erfolg.

1990 starb der Adoptivvater von Rob Pilatus. Nachdem während der US-Tour das Playback-Band hängenblieb, erklärte Frank Farian, der ehemalige Produzent von Milli Vanilli, kurz darauf, dass Milli Vanilli nie selbst gesungen hätten.[2]

Nach der Auflösung von Milli Vanilli Anfang der 1990er Jahre gründete Pilatus dann mit Fabrice Morvan das Duo Rob & Fab. Dieses Projekt blieb erfolglos und Pilatus geriet in Los Angeles in Schwierigkeiten mit der Polizei, die ihn unter anderem wegen Körperverletzung und Vandalismus verhaftete. Frank Farian unterstützte ihn damals mit Geld und einem deutschen Rechtsanwalt, der ihm zu einem Freispruch verhalf. Nach dieser Zeit und der Rückkehr nach Deutschland versuchte sich Pilatus wiederholt an einer Alkoholtherapie und wartete darauf, neue Projekte mit Farian zu starten.

Am 2. April 1998 fand Farian ihn mit einer Überdosis an Alkohol und anderen Drogen tot in einem Hotelzimmer in Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main. Rob Pilatus wurde auf dem Waldfriedhof München (Alter Teil) beigesetzt.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMilli Vanilli's Pilatus Dead. In: Mtv.com. 6. April 1998, abgerufen am 28. August 2008 (englisch).
    Vgl. hierzu auch Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatChris Willman: The Sad Truth. In: EW.com (Entertainment Weekly). Abgerufen am 28. August 2008 (englisch, 2 Seiten).
  2. http://www.welt.de/kultur/article747566/Wie_aus_Rob_und_Fab_Milli_Vanilli_wurde.html
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatLana Fanelli: Milli Vanilli's Pilatus Dead At 33. In: Rolling Stone. 7. April 1998, abgerufen am 30. Dezember 2010 (englisch).

Literatur[Bearbeiten]

  • Ingeborg Schober: Pop-Tragödien: die spektakulärsten Fälle von den Beach Boys bis Nirvana. Ueberreuter, Wien 2004, ISBN 3800070049

Weblinks[Bearbeiten]