Rob Tognoni

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Blues Matinee 2006 in Saarbrücken

Robert "Rob" John Tognoni (* 30. Oktober 1960 in Ulverstone, Tasmanien) ist ein australischer Bluesgitarrist. Sein Feeling für den Bluesrock kommt besonders durch seine ausgefeilte Spieltechnik zur Geltung. In seinem Spiel kombiniert er klassische Rockelemente wie Powerchords und treibende Riffs im Stile der Rockgruppe AC/DC mit dem Blues. Seine Musik wird insbesondere von Musikern wie B.B. King und Jimi Hendrix sowie der bereits erwähnten Band AC/DC beeinflusst.

Biografie[Bearbeiten]

Tognoni wird 1960 als Sohn eines italienischen Einwanderers in Ulverstone an der tasmanischen Nordwestküste geboren. Sein Interesse für Musik wird Anfang der 1970er Jahre durch das Hören von Schallplatten seiner älteren Schwestern geweckt. Die Stilrichtungen sind dabei bunt gemischt, die Interpreten reichen von B.B. King, Billy Thorpe & The Aztecs, Jimi Hendrix über Grand Funk Railroad bis zu Slade. Die eigentliche Initialzündung für Rob ist jedoch der tragische Tod seines Vaters Giovanni 1974, der bei einem Unfall von einem Wagen erfasst wird und an den Folgen verstirbt. Als Flucht vor der Depression wird die Gitarre für ihn zu einer Obsession. Zu dieser Zeit lernt er auch die in Tasmanien gegründete Rockband AC/DC kennen und lieben. In den folgenden Jahren übt Rob wahnsinnig viel und nutzt jede Gelegenheit zum Spiel, die sich ihm bietet. Immer stärker wächst in ihm der Wunsch, das Gitarrenspiel als Beruf auszuüben. Nach dem Verlassen der Schule 1976 kann er jedoch von der Musik alleine nicht leben und so hält er sich die nächsten Jahre mit diversen Gelegenheitsjobs über Wasser. 1983, ein Jahr nach der Heirat mit Leonnie, wird seine Tochter Anastasia geboren.

Rob Tognoni, dessen Stil sich mehr und mehr in Richtung Blues entwickelt hat, gründet nun seine erste Band, die Skidrow Boys, und tourt mit ihnen durch Tasmanien. Nach zwei Jahren möchte sich Rob musikalisch weiterentwickeln. Er löst die Band 1985 auf und zieht mit seiner Familie nach Melbourne. Dort schließt er sich zuerst einer Coverband an, was jedoch überhaupt nicht sein "Ding" ist. Nachdem ein Nachfolger für ihn gefunden ist, gründet er nach einem weiteren Umzug in die Nähe von Queensland 1986 wieder eine eigene Band, genannt die Outlaws, wo er nun zum ersten Mal auch als Sänger in Erscheinung tritt. Zu Beginn hat er mit der Band durchschlagenden Erfolg. Bei den 20. Annual Queensland Rock Awards werden sie in den Kategorien "Beste Band", "Bester Gitarrist" und "Bester Schlagzeuger" ausgezeichnet. 1989 zieht es sie mit der Band wieder nach Melbourne. Die Outlaws , welche sich 1990 in The Desert Cats umbenennen, touren mit verschiedenen anderen Bands durch Australien und spielen zusammen mit Musikern wie Lonnie Mack, Joe Walsh oder Roy Buchanan. Auf Grund eines unprofessionellen Managements zerbricht jedoch die Band und auch ein Wiederbelebungsversuch von Rob 1992 in einer anderen Besetzung scheitert. Rob kehrt mit seiner Familie 1993 nach Queensland zurück und tingelt durch Restaurants und Bars, um sich finanziell über Wasser zu halten.

In dieser Zeit erhält er von einem alten Freund in Melbourne das Angebot, ein paar Songs in dessen Tonstudio aufzunehmen, was er dankend annimmt. Aus Frustration über seine stagnierende Lage schickt Rob Tognoni die Demo-Bänder an Dave Hole, einen australischen Bluesmusiker, mit dem er zwei Jahre zuvor in kurzem Briefkontakt stand, als er ihn für dessen Erfolg in den USA beglückwünschte. Dieser antwortet Rob und verspricht ihm, das Tape auf seiner Europatournee seinem Plattenlabel vorzuspielen. Das Label Provogue/Mascot Records in Holland unterbreitet Rob Tognoni daraufhin ein Angebot und dieser schlägt ein. Die ersten vier seiner CDs veröffentlicht er zusammen mit Provogue und seine Tourneen durch Europa machen ihn zu einem international anerkannten Blues-Musiker. 2002 gründet Rob Tognoni sein eigenes Label Electric Renegade und veröffentlicht unter diesem seine zwei letzten Studioalben. Die Live-Aufnahme Shakin' The Devil's Hand - Live ist unter dem französischen Label Dixiefrog erschienen. Seit 2003 spielt Rob mit deutschen Musikern zusammen: ehemals Christian Schöbben, nun Mirko Kirch am Schlagzeug, Albert Zander am Bass. Letzterer wird 2004 durch den Bassisten Uwe Böttcher der Ina Deter Band ersetzt. Heute ist Frank Lennartz am Bass zu sehen.

Seinen bisher größten Auftritt hat Rob Tognoni 2004 vor 45.000 Zuschauern im Stadion und 2,5 Millionen Fernsehzuschauern allein in Dänemark anlässlich der Hochzeit des dänischen Kronprinzen Kronprinz Frederik und der Australierin Mary Donaldson auf dem Rock ’n’ Royal Festival in Kopenhagen. Rob spielt die australische Nationalhymne im "Gitarren-Duell" mit Jacob Binzer von D-A-D, der die dänische Hymne spielt.[1]

Diskografie[Bearbeiten]

Soloalben[Bearbeiten]

  • 1995 - Stones And Colours
  • 1997 - Headstrong
  • 1999 - Live At The Twilight
  • 2001 - Monkeygrinder
  • 2002 - Retro Shakin'
  • 2005 - Shakin' The Devil's Hand - Live in Europe
  • 2006 - The Ironyard
  • 2008 - Capital Wah
  • 2008 - Ironyard Revisited
  • 2009 - 2010db
  • 2010 - Rock and Roll Live
  • 2012 - Energy Red
  • 2012 - Boogie Like You Never Did (Sampler)
  • 2012 - Art
  • 2013 - Casino Placebo

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie unter http://www.robtognoni.com

Weblinks[Bearbeiten]