Robbie Rogers

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Robbie Rogers

Robbie Rogers (2009)

Spielerinformationen
Voller Name Robert Hampton Rogers III
Geburtstag 12. Mai 1987
Geburtsort Rancho Palos VerdesVereinigte Staaten
Größe 1,78 m
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
2005 Maryland Terrapins
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005
2006–2007
2007–2011
2012–2013
2012–2013
2013–
Orange County Blue Star
SC Heerenveen
Columbus Crew
Leeds United
FC Stevenage (Leihe)
LA Galaxy
03 0(0)
00 0(0)
106 (13)
4 0(0)
6 0(0)
140 (0)
Nationalmannschaft

2004–2007
2007–2008
2009–2011
USA U-18
USA U-20
USA U-23
USA
8 0(2)


18 0(2)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Robert „Robbie“ Hampton Rogers III (* 12. Mai 1987 in Rancho Palos Verdes, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Fußballspieler.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Jugend und College[Bearbeiten]

Rogers besuchte die Mater Dei High School in Santa Ana. Dort wurde er zweimal zum High School All-American gewählt. Nach seinem Abschluss wechselte er an die University of Maryland und spielte eine Saison für die College Auswahlmannschaft Maryland Terrapins. Mit der Mannschaft gewann er die NCAA Championship 2005.

Er spielte auch 2005 kurz bei den Orange County Blue Stars in der USL Premier Development League mit.

Karriere als Profi[Bearbeiten]

Im August 2006 unterschrieb Rogers einen Profivertrag bei dem niederländischen Erstligisten SC Heerenveen. Er bestritt aber nie ein Spiel für die Mannschaft und wechselte so zum Anfang der MLS Saison 2007 zu der Columbus Crew. In der Saison 2008 war Rogers einer der entscheidenden Spieler, die die Mannschaft zum Gewinn des MLS Supporters' Shield und dem MLS Cup führten. Er wurde auch 2008 in die beste Elf der Major League Soccer berufen.

Am 11. Januar 2012 wechselte Rogers zu Leeds United in die englische Football League Championship.[1] Nachdem er in der Rückrunde der Saison 2011/12 in der zweiten englischen Liga nur drei Kurzeinsätze und einen Startelfeinsatz für Leeds absolvierte, wurde Rogers im August 2012 an den Drittligisten FC Stevenage verliehen.[2] In der drittklassigen Football League One wurde er in der Spielzeit 2012/13 fünf Mal eingewechselt und absolvierte einen Startelfeinsatz. Am 15. Januar 2013 gab Leeds United noch am Tag der Rückkehr von Rogers nach dem Ende des Leihgeschäfts mit dem FC Stevenage[3] die einvernehmliche Auflösung des Vertrags von Robbie Rogers bekannt.[4]

Genau einen Monat später outete sich der vertragslose Rogers auf seiner Homepage als homosexuell[5][6] und gab gleichzeitig seinen sofortigen Rücktritt vom Profifußball bekannt. Am 25. Mai 2013 kündigte Rogers sein Comeback beim Major League Soccer Verein LA Galaxy an.[7][8] Seitdem ist er der einzige Fußball-Profi der Major League Soccer, der sich offen zu seiner Homosexualität bekennt.[9] Am 27. Mai 2013 gab er gegen Seattle Sounders nach seiner Einwechslung in der 77. Minute sein Comeback.[10] Er ist damit der erste geoutete homosexuelle Profi, der in der MLS ein Spiel absolvierte.[11]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Von 2004 bis 2007 war Rogers Mitglied der U-20 Nationalmannschaft der USA. Er nahm an der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 2007 in Kanada teil und war Stammspieler, als das Team das Viertelfinale erreichte. Im Technischen Bericht des Turniers wird er neben Freddy Adu und Michael Bradley als „herausragender Spieler“ seines Teams gelistet und mit den Worten „antrittsschneller, offensiver linker Mittelfeldspieler, stark in Eins-gegen-Eins-Situationen, gute individuelle Technik“ beschrieben.[12] Ein Jahr später nahm er mit der U-23-Auswahl an den Olympischen Sommerspielen 2008 in China teil und stand beim Vorrundenaus in allen drei Partien in der Startelf.

Sein Debüt in der US-amerikanischen A-Nationalmannschaft gab Rogers am 24. Januar 2009 im Spiel gegen Schweden. Beim CONCACAF Gold Cup 2009 war er Teil des Kaders und überzeugte im Spiel gegen Grenada mit einem Tor und zwei Vorlagen. Im Finale unterlag die US-Auswahl mit Rogers in der Startelf Mexiko mit 0:5.

Rogers stand im vorläufigen Kader für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, wurde aber von Trainer Bob Bradley am 26. Mai 2010 wieder gestrichen.[13] Sein 18. und letztes Länderspiel absolvierte Rogers am 15. November 2011, als er in einem Freundschaftsspiel gegen Slowenien in der Nachspielzeit eingewechselt wurde.

Privates[Bearbeiten]

Robbie Rogers bekannte sich im Februar 2013 zu seiner Homosexualität. Seit November 2013 ist er mit dem Filmproduzenten Greg Berlanti liiert.[14]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leeds United sign US international Robbie Rogers (BBC Sport)
  2. BORO SEAL ROGERS LOAN DEAL (FC Stevenage 23. August 2012)
  3. RISSER AND ROGERS LOANS END (FC Stevenage 15. Januar 2013)
  4. AMERICAN DEPARTS THE CLUB (Leeds United 15. Januar 2013)
  5. US-Nationalspieler outet sich als schwul und erklärt Rücktritt auf tagesspiegel.de vom 15. Februar 2013
  6. [1] Eigenes Statement auf persönlicher Webseite (15. Februar 2013).
  7. LA Galaxy to Announce Player Acquisition on Saturday
  8. Reuters: Rogers to return to game with LA Galaxy - report
  9. LA Galaxy acquire midfielder Robbie Rogers
  10. Billy Witz: Milestone for Gay Athletes as Rogers Plays for Galaxy. In: The New York Times, 27. Mai 2013. 
  11. Die Welt: Homosexueller Fußballer gibt sein Comeback
  12. FIFA (Hrsg.): Report and Statistics – FIFA U-20 World Cup Canada 2007. Zürich 2007, S. 155
  13. examiner.com: Bradley selects final World Cup roster (26. Mai 2010)
  14. Jim Halterman: Greg Berlanti Talks “The Flash” Excitement & Loving Robbie Rogers. In: thebacklot.com. 19. August 2014. Abgerufen am 23. Oktober 2014.