Robert-Georg Freiherr von Malapert-Neufville

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Robert-Georg Freiherr von Malapert, genannt von Neufville (* 7. August 1912 in Darmstadt; † 21. Mai 1942 bei Moskau) war ein Hauptmann der deutschen Luftwaffe und erster Träger des Deutschen Kreuzes in Gold.

Leben[Bearbeiten]

1934 erfolgte sein Eintritt in die Wehrmacht und seine Zuteilung zum Infanterie-Regiment 19. Anschließend besuchte er im Jahre 1935 die Kriegsschule in Potsdam, die er erfolgreich abschloss und sodann 1936 als Oberfähnrich zur Luftwaffe zu wechseln. Zum 1. April 1937 erfolgte seine Beförderung zum Leutnant und der Abschluss seiner Flugzeugführerausbildung.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Anfang des Jahres 1939, inzwischen zum Oberleutnant befördert, erfolgte von Malaperts Zuteilung zum Sturzkampfgeschwader 1, deren Kommodore zu dieser Zeit Oberst Walter Hagen war. Das Geschwader war anschließend im Polenfeldzug beteiligt. Dabei flog von Malapert mehrere Einsätze gegen die Städte Radom und Warschau. Im Frankreichfeldzug 1940 flogen er und seine Geschwader mehrere Angriffe u.a. gegen Dünkirchen und die Maginotlinie. Für diese Leistungen wurde von Malapert schließlich im Juni 1941 zum Flugkapitän der 5. Staffel, die dem Jagdgeschwader 27 untergeordnet war, befördert. Diese war dann im Zuge der Luftschlacht um England an mehreren Angriffen auf die Städte Midlands und Birmingham beteiligt. Nach dem Scheitern des deutschen Versuches, die Luftherrschaft über den englischen Luftraum zu gewinnen, nahm von Malaperts Staffel in der Folge an weiteren Einsätzen in Malta, Kreta aber auch Nordafrika teil. Im Juni 1941, kurz vor Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion (vgl. Fall Barbarossa), wurde seine Staffel dann an die Ostfront verlegt von wo aus sie bei mehreren erfolgreichen Einsätzen operierte. Für seine Leistungen erhielt von Malapert schließlich am 6. Januar 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.[1]

Tod[Bearbeiten]

Am 21. Mai 1942, seinem 510. Feindflug gegen eine Brücke vor Moskau, wurde von Malaperts Junkers Ju 87 durch russischen Flak-Beschuss so schwer am Kühler getroffen, das er hinter den feindlichen Linien notlanden musste. Malaperts und sein Bordfunker Otto Mees blieben dabei unverletzt und konnten sich in der Folge den russischen Suchtrupps entziehen. Kurz vor Erreichen der eigenen deutschen Linien wurde von Malaperts durch einen Scharfschützen der Roten Armee durch Kopfschuss tödlich getroffen. Sein Bordfunker überlebte und konnte sich durchschlagen. Von Malaperts Leiche konnte aber wenig später von einem Stoßtrupp des Infanterie-Regiments 10 geborgen werden. Seine Beisetzung fand wenig später auf einem Friedhof in Seschtschinskaja, 85 km von Brjansk entfernt, statt.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • John Weal: Stukageschwader of the Russina Front
  • Internationales Militaria-Magazin Nr 141, S.43/44
  • Ernst Obermeier: Die Ritterkreuzträger der Luftwaffe 1939-1945

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. John Weal: „Stukageschwader of the Russina Front“; Ausriss in der Google-Buchsuche (englisch)
  2. Internationales Militaria-Magazin Nr 141, Seiten 43/44
  3. a b Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.190