Robert Burton (Schriftsteller)

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Robert Burton (* 8. Februar 1577 in Lindley, Leicestershire; † 25. Januar 1640 in Oxford) war ein englischer Schriftsteller und anglikanischer Geistlicher und Gelehrter.

Robert Burton

Burton verbrachte fast sein ganzes Leben als Erwachsener als Geistlicher und Gelehrter am Christ Church College in Oxford. Er schrieb zunächst wenig erfolgreiche Dramen und unbedeutende Lyrik. Erst sein unter dem Pseudonym Democritus junior veröffentlichtes Buch Anatomie der Melancholie (engl. The Anatomy of Melancholy), das fünf ständig erweiterte Auflagen zu Lebzeiten und eine postume Auflage erlebte, wurde ein großer Erfolg. Es handelt sich dabei um eine Abhandlung über den körperlich-geistigen Krankheitszustand der Melancholie, ihrer Geschichte, Ursachen und Heilmöglichkeiten. Sie gilt heute als Vorläufer der psychischen Krankheit Depression.[1] In diesem Buch popularisierte Burton auch die Metapher „Auf den Schultern von Giganten“, deren Urheber Bernhard von Chartres ist (siehe auch die Fenster in der Kathedrale von Chartres), und begründete erste Vorläufer der Kognitionswissenschaft.

Werke[Bearbeiten]

Frontispiz der Anatomy of Melancholy (1652)[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Rezensionen zu The Anatomy of Melancholy:

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Roy Porter: Wahnsinn. Eine kleine Kulturgeschichte. Aus dem Englischen von Christian Detoux. Dörlemann, Zürich 2005, ISBN 978-3-908777-06-9; Clark Lawlor: From Melancholia to Prozac. A History of Depression. Oxford University Press, Oxford 2012, ISBN 978-0-19-958579-3 (Vorschau bei Google Bücher).
  2. Margery Corbett, Ronald Lightbrown: The Comely Frontispiece. The Emblematic Title-Page in England, 1550–1660. Henley, London 1979, S. 190–200.