Robert Conquest

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Robert Conquest (links) bei der Verleihung der Freiheitsmedaille zusammen mit Aretha Franklin (Mitte) und Alan Greenspan (rechts)

Robert Conquest mit vollem Namen George Robert Ackworth Conquest (* 15. Juli 1917 in Malvern, Worcestershire, England) ist ein britischer Dichter und Historiker. Er ist seit 1980 als Politologe in konservativen Institutionen tätig. Conquest wurde in England als traditionalistischer Dichter und Science-Fiction-Autor bekannt. Conquest gilt als einer der wichtigsten westlichen Historiker mit Werken über die Stalinzeit.

Leben[Bearbeiten]

Robert Conquest wurde am 15. Juli 1917 in Malvern, Worcestershire, England geboren. Sein Vater war ein amerikanischer Geschäftsmann, seine Mutter Norwegerin. Conquests Vater diente im Ersten Weltkrieg in einer Ambulanzeinheit der französischen Armee und erhielt 1916 ein Croix de Guerre.

Conquest studierte am Winchester College in Oxford und erhielt dann ein Stipendium für das Magdalen College, er erwarb seinen B.A. und M.A. in den Modern Greats (Politikwissenschaft, Philosophie und Ökonomie). Seinen Doctor of Letters machte er in Geschichte.[1]

1936 verbrachte er ein Jahr an der Universität Grenoble und unternahm eine Reise durch Bulgarien. Im Jahr 1937 kehrte er nach Oxford zurück und schloss sich der Kommunistischen Partei an, zu deren Mitgliedern zu dieser Zeit auch Denis Healey und Philip Toynbee gehörten. Zur selben Zeit besuchte er aber auch regelmäßig den konservativen Carlton Club. Er verließ die KP bald wieder und begann den Kommunismus abzulehnen. Ebenfalls 1937 veröffentlichte er einige erste Gedichte in einer Anthologie.

1939 trat er der Armee als Nachrichtenoffizier bei und heiratete 1940 Joan Watkins, mit der er zwei Söhne hat. Im Jahr 1942 wurde er zur School of Slavonic Studies abgeordnet, weil er sich beim Training den Fuß gebrochen hatte. Dort lernte er vier Monate lang Bulgarisch. 1944 wurde er als Verbindungsoffizier zu den bulgarischen Einheiten abkommandiert, die unter sowjetischem Kommando kämpften. Nach Kriegsende wurde er an Ort und Stelle aus der Armee entlassen und wurde Presseoffizier in der britischen Botschaft in Sofia. Im Jahr 1948 zog er zurück nach London, ließ sich von seiner ersten Frau scheiden und heiratete Tatiana Mihailova, die er in Bulgarien kennengelernt hatte.

Conquest nahm wieder eine nachrichtendienstliche Arbeit beim Information Research Department (IRD) des britischen Außenministeriums auf. Dort sollte er den kommunistischen Einfluss in Großbritannien zurückdrängen und verfasste antikommunistische Propagandaschriften und Desinformationen[2]. Er war in seiner Arbeit für die Behörde sehr erfolgreich und für einige Zeit sogar Mitglied der britischen Delegation im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Im Jahr 1956 schrieb Conquest auf Wunsch des IRD mit Common Sense about Russia (dt.: Vernunft im Umgang mit Russland) sein erstes Buch über die Sowjetunion. Ein Drittel der Auflage wurde von Praeger Press aufgekauft, einem Verlag, der eng mit der Central Intelligence Agency (CIA), dem Auslandsgeheimdienst der USA, zusammenarbeitet[2].

Im selben Jahr trennte sich Conquest von seiner zweiten Frau.[2] Da zur damaligen Zeit eine zweite Scheidung für einen Mitarbeiter des Außenministeriums nicht statthaft war, verließ Conquest den IRD und wurde ein freier Schriftsteller und Historiker. Er veröffentlichte zwei Gedichtbände und einen Science-Fiction-Roman und gab von 1962 bis 1966, zusammen mit Kingsley Amis, die fünfbändige Spectrum-Reihe von SF-Anthologien heraus. Er zählt sich selbst zu einer Literatenvereinigung, die sich The Movement nennt, die für klassische Formen in der Dichtung eintritt und modernistische Dichtung ablehnt.[3]

Zwischen 1962 und 1963 arbeitete er sechs Monate lang als Redakteur beim konservativen britischen Nachrichtenmagazin The Spectator. In dieser Zeit veröffentlichte er auch seine frühen Werke über die Sowjetunion wie Power and Politics in the USSR (dt.: Macht und Politik in der UdSSR) und Soviet Deportation of Nationalities (dt.: Die sowjetische Deportation der Völker). Danach schrieb er weitere Werke zur Nationalitätenfrage, zum Rechtssystem und zur Landarbeit in der UdSSR.

1964 heiratete er seine dritte Frau Caroleen Macfarlane, eine Amerikanerin. 1968 erschien während des Prager Frühlings sein erstes Hauptwerk: The Great Terror (dt.: Der große Terror). Im Jahr 1977 übersetzte Conquest Ostpreußische Nächte von Solschenizyn.[4]

1978 ließ sich Conquest von seiner dritten Frau scheiden und heiratete ein Jahr später 1979 die Lektorin Elizabeth Neece Wingate. 1981 ziehen beide nach Kalifornien, wo Conquest eine Stelle in der Hoover Institution annimmt, einem konservativen „think tank“. 1986 erscheint sein zweites Hauptwerk The Harvest of Sorrow: Soviet Collectivisation and the Terror-Famine (dt. erschienen als: Ernte des Todes. Stalins Holocaust in der Ukraine 1929–1933), das den Holodomor behandelt, die Hungersnot in der Ukraine zwischen 1929 und 1931. Im selben Jahr erscheint What to Do When the Russians Come: A Survivor’s Guide (dt.: Was tun, wenn die Russen kommen: Eine Anleitung zum Überleben), in dem er die Idee einer Besetzung der Vereinigten Staaten durch die Rote Armee entwickelt.

Zudem ist er beratendes Mitglied des Center for Strategic and International Studies, einer anderen Denkfabrik, die sich mehr mit Außenpolitik beschäftigt, und Mitglied des Direktoriums des Institute for European Defence and Strategic Studies. Heute schreibt er regelmäßig im The New York Review of Books[5] und im The Times Literary Supplement.

Politik[Bearbeiten]

Im Jahr 1937 trat der damals 20-jährige Conquest der Kommunistischen Partei Großbritanniens bei, fühlte sich aber dort nicht wohl. Er selbst äußerte sich:

“I found the communists very dull and rather stupid.”

„Ich empfand die Kommunisten als sehr langweilig und ziemlich dumm.“

Robert Conquest[2]

Von Anfang an schien er kein strenger Kommunist zu sein, besuchte regelmäßig den konservativen Carlton Club und war mit dem Trotzkisten John Blakeway befreundet, der später britischer Generalkonsul in Istanbul wurde. Nach der Rückkehr aus Bulgarien lehnte Conquest den Kommunismus radikal ab. Viele begründen dies mit dem Kurs Stalins, den er für terroristisch hält. Der Labour-Politiker und Ex-Parteigenosse Denis Healey beurteilte ihn so:

“He always tended to extremes. He had become rather an extremist rightwinger within 10 years.”

„Er tendierte immer zum Extremen. Er wurde ein wirklich extremistischer Rechter binnen zehn Jahren.“

Denis Healey[2]

Später ist Conquest überzeugter Antikommunist; er verfasste in seiner IRD-Zeit viele Propagandaschriften dieser Gesinnung und bleibt zeit seines Lebens ein Warner vor der kommunistischen Gefahr. In den 1960ern nahm Conquest an den von seinem Freund Kingsley Amis, Starautor der Angry Young Men-Generation, arrangierten Essen teil, zu denen sich wöchentlich konservative und rechtsextreme Politiker trafen.[6]

Conquest war ein betonter Befürworter des Vietnamkriegs und äußerte sich 2009 besorgt darüber, dass aus jungen Viet Cong Groupies heute Akademiker in einflussreichen Positionen geworden seien[7].

Im Jahr 1999 benutzte Conquest den Begriff des Schurkenstaates, um Nordkorea und den Irak anzugreifen. Er forderte, die Handlungsfähigkeit dieser beiden Staaten einzuschränken[8]. Später befürwortete er die Politik Präsident Bushs[9]. In einem Interview verglich er Saddam Hussein mit Benito Mussolini und sagte:

„Natürlich war Mussolini weniger schlimm als Saddam Hussein. Es ist auch falsch, wenn man von Faschismus in Deutschland redet. Man sollte immer Nationalsozialismus sagen.“

Robert Conquest[10]

Conquest lehnt die Europäische Union ab und wünscht, dass Großbritannien aus der EU ausscheide und ein lockereres Bündnis mit den englischsprachigen Nationen einginge, für das er den Namen Anglosphäre vorschlägt[11][9]. Die Vereinten Nationen lehnt er genauso ab; die UNO sollte keinen Einfluss auf die Gesetzgebung der westlichen Welt haben, da viele Schurkenstaaten Einfluss auf die UNO hätten[12].

Werk und Rezeption[Bearbeiten]

Die ersten Veröffentlichungen Conquests waren ein Science-Fiction-Roman und Gedichtbände. Sein großes Thema, die Diktatur, ist bereits in diesen frühen Werken erkennbar. In seinem Roman A World of Difference (dt.: Eine Welt der Unterschiede) wird eine Welt beschrieben, in der die Regierung eine totale psychologische Kontrolle über die Bevölkerung ausübt und so eine Welt der Konformität entsteht.

Auch in seinem gemeinsam mit Kingsley Amis verfassten Werk The Egyptologists wird eine autoritäre Gesellschaft beschrieben mit ausufernden Sicherheitsbehörden und starker Regulation. Der Plot der Novelle kam von Conquest, und Amis schmückte die Geschichte mit explizit sexuellen Schilderungen aus[13].

Conquests Gedichte sind nahezu unpolitisch, sie beschreiben die sichtbare Welt in einer sehr kraftvollen Sprache[14]. Oft beschäftigen sie sich mit Emotionen oder Sexualität, bleiben aber unromantisch[15]. Seine Gedichte sind klassisch; falsche Grammatik, gebrochenes, unsauberes Englisch, Metaphern, modernistische oder amerikanisierende Einflüsse lehnt er ab[3]. Dies bleibt auch so, als Conquest in die Vereinigten Staaten übersiedelt, dort verteidigt er die britische Literatur unter dem amerikanischen Adler[16]. Bemerkenswert ist seine Science-Fiction-Dichtung Between Mars and Venus.

Der große Terror[Bearbeiten]

Titelbild von The Great Terror

Conquests erstes Hauptwerk Der große Terror behandelt die dritte der Stalinschen Säuberungswellen, die 1934 mit der der Ermordung Sergei Mironowitsch Kirows beginnt, für die Conquest Stalin verantwortlich macht. Die Prozesse gegen Grigori Jewsejewitsch Sinowjew und Nikolai Iwanowitsch Bucharin werden behandelt sowie das GULag-System beschrieben. Das Buch endet mit Beschuldigungen gegen westliche Linke und Intellektuelle, die sich aus Sicht Conquests zu Dienern von Stalins Terror gemacht haben. Dabei werden unter anderen Jean-Paul Sartre, Lillian Hellman und Walter Duranty namentlich benannt[17]. Das Buch besticht vor allem durch seinen prosaischen und leichtverständlichen Schreibstil, das es von anderen geschichtswissenschftlichen Werken abhebt[18].

Conquest verwendete sowjetische Zeitungen und offizielle Publikationen als Quellen sowie Berichte von Personen, die sich aus der Sowjetunion abgesetzt hatten. Die historischen Quellen, die Conquest benutzen konnte, waren dementsprechend beschränkt. Nachdem 1991 die Archive der Sowjetunion teilweise zugänglich geworden waren, wurde auch die stalinistische Phase der sowjetischen Geschichte neu untersucht. Der trotzkistische Historiker Wadim Rogowin, dem diese Archive zugänglich waren, warf Conquest „zahlreiche Fehler und Verfälschungen“ vor und zweifelte dessen Schlussfolgerungen an. Sie würden auf Arbeiten antikommunistischer Ideologen der dreißiger Jahre beruhen.[19]

Das Buch, das 1968 erschien – mitten im Vietnamkrieg und im Prager Frühling –, hatte sofort eine erhebliche Wirkung. Es erschien fünf Jahre vor Solschenizyns Der Archipel Gulag (1974) und gilt als Pionierarbeit über die Zeit des Großen Terrors. Diese Studie war die erste, die sich systematisch mit diesen Ereignissen befasste. Zwar wurden diese politischen Vorgänge im Westen schon intensiv diskutiert, literarische Darstellungen wie Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch und Koestlers Sonnenfinsternis (1940) waren gedruckt worden und das Problem der geschichtlichen Rolle des Stalinschen Terrors und die Möglichkeiten seiner Überwindung waren auch unter Intellektuellen wie Maurice Merleau-Ponty (Humanismus und Terror, 1947) ein wichtiges Thema. Conquests Buch hatte aber eine andere Qualität und war auch für eine breitere Leserschicht verständlich geschrieben. Als Hauptquelle verwendet Conquest Alexander Michailowitsch Orlows The Secret History of Stalin's Crimes aber auch Chruschtschows Geheimrede auf dem XX. Parteitag der KPdSU und viele andere Schriften. Dabei ist es nicht so sehr Conquests Verdienst zu enthüllen, sondern vielmehr Übersicht zu schaffen.[20]

Während das Buch in konservativen Kreisen großen Anklang fand und als machtvolle Dokumentation galt[20], war es bei Linken umstritten. Vor allem Conquests Gleichsetzung von Lenin und Stalin traf auf viel Widerspruch. Er betrachtete Stalin nicht als einen diktatorischen Auswuchs, sondern als unausweichliche Konsequenz aus dem Marxismus-Leninismus[21]. Der schottische Journalist Neal Ascherson bemerkte 1969 dazu:

“Everyone by then could agree that Stalin was a very wicked man and a very evil one, but we still wanted to believe in Lenin; and Conquest said that Lenin was just as bad and that Stalin was simply carrying out Lenin's programme.”

„Man konnte zugeben, dass Stalin ein sehr gefährlicher und sehr böser Mensch war, aber wir wollten weiterhin an Lenin glauben; und Conquest sagte, dass Lenin genau so übel war und Stalin einfach nur Lenins Programm durchführte.“

Neal Ascherson[22]

Besonders umstritten war Conquests scharfe Kritik an westlichen Linken und Intellektuellen, die er als Marionetten Stalins bezeichnet. Kritisiert wurde vor allem die Gleichsetzung und pauschale Verurteilung vieler. Der Historiker Kevin Tyner Thomas schreibt dazu:

“Conquest lumps together the revisionists, labeling them as Stalinists, semi-Stalinists, and those who lack the mind to understand the enormity of Stalin's criminality.”

„Conquest wirft alle in einen Topf, die Revisionisten, für ihn Stalinisten, die Halbstalinisten und solche, denen es an Einsicht über den gewaltigen Umfang der Verbrechen Stalins fehlt.“

Kevin Tyner Thomas[18]

Gegenstand der Kritik war zudem Conquest Umgang mit Quellen. Der Vorwurf lautete, Conquest unterscheide nicht sauber zwischen Augenzeugenberichten oder bloßen Gerüchten.[20] Daneben werden vor allem die Zahlen Conquests kritisiert. Er spricht von 8 Millionen Toten während der großen Säuberung und von 17 Millionen Toten zwischen 1930 und 1938, die durch Stalin umgekommen sind. Die Zahlen widersprechen teilweise seinem späteren Werk Ernte des Todes, das nochmals erhöhte Zahlen nennt.[23] Bei einer Neuauflage im Jahr 1990 erhöhte Conquest die Zahlen noch einmal. Im Jahr 1990 wurden jedoch die Lagerlisten herausgegeben, aus ihnen errechnete der französische Stalinismusforscher Nicolas Werth deutlich niedrigere Opferzahlen und gibt Conquests Zahlen als 14fach zu hoch an[24]. Conquest hat seine Zahlen immer wieder verteidigt[25][26].

Aufgrund der damaligen Quellenlage fokussiert Conquest seine Untersuchung auf die Säuberungsaktionen gegen die Eliten der Sowjetunion. Im Rahmen des Großen Terrors spielen diese Repressionsmaßnahmen jedoch eine nur untergeordnete Rolle. Den weit überwiegenden Teil der Opfer stellten einfache Bürger der Sowjetunion, die aufgrund von „Massenoperationen“, wie etwa dem NKWD-Befehl Nr. 00447, verfolgt wurden.[27]

Ernte des Todes[Bearbeiten]

Conquests zweites Hauptwerk Ernte des Todes beschreibt den Holodomor, die Hungersnot in der Ukraine zwischen 1929 und 1933. Das Buch ist grob dreigeteilt: Zunächst gibt es einen Abriss der ukrainischen Geschichte seit der Oktoberrevolution und schildert den soziokulturellen Zustand der Ukraine. Im zweiten Teil wird die Hungersnot beschrieben, und im dritten Teil wendet sich Conquest an den Westen. Er beschuldigt die westlichen Linken und Intellektuellen, den Terror in der Ukraine zu leugnen und nicht scharf genug zu verurteilen[28].

Das Buch erzielte eine große Wirkung und wurde vor allem in konservativen Kreisen sehr positiv aufgenommen. L. A. Kosiński nennt das Buch sorgfältig recherchiert und einen wichtigen Beitrag zur Geschichte sowie eine Warnung vor Fanatikern in Machtpositionen. Zudem sei es ein Buch, das viele wichtige Fragen aufwerfe.[29] Historiker und Linke kritisierten das Buch dagegen von Anfang an als fehlerhaft und warfen Conquest vor, Forschung und Fiktion zu vermischen[30]. Linke kritisieren seinen laxen Umgang mit dem Faschismus. Auch Historiker kritisieren die zu einfache Analogie, die Conquest zwischen dem Hunger in der Ukraine und den Konzentrationslagern im Dritten Reich zieht[18].

Besonders umstritten sind wiederum die von Conquest genannten Zahlen. Er gibt die Zahl der Toten durch den Holodomor mit 14,3 Millionen an[31], bei weitem die höchste bis dahin genannte Zahl. Dana G. Dalrymple hatte 1964 von 5,5 Millionen Toten gesprochen. Diese Zahl hatte sie als Durchschnitt von 20 Schätzungen anderer Autoren berechnet, dabei aber Quellen aus dem Dritten Reich miteinbezogen[32]. Ralph Barnes, ein Journalist des Herald Tribune, der die Ukraine 1933 bereist hatte, schrieb von einer Million Toten[33]. Der spätere Pulitzerpreisträger Walter Duranty von der New York Times nennt 2 Millionen[34]. Conquest greift die Arbeit von Duranty auf, nennt ihn aber einen Lügner und Stalins Freund[35]. Andere Quellen, die offizielle sowjetische Zahlen nutzten, nennen noch weit niedrigere Opferzahlen.[36] Mittlerweile werden zirka sechs bis acht Millionen Opfer der Hungerkatastrophe angenommen.[37]

Das Buch basiert auf einer Vielzahl verschiedener Quellen, wie Augenzeugenberichten, offiziellen sowjetischen Dokumenten und Presseerklärungen, Reportagen und Analysen von sowjetischen und ausländischen Akademikern sowie sowjetischen fiktionalen Quellen[29]. Dennoch wird Conquests Umgang mit Quellen kritisiert. So wird zum Beispiel das Buch Black Deeds of the Kremlin (dt.: Die verbrecherischen Aktionen des Kremls), das 1951 und 1953 in zwei Bänden vom „Ukrainischen Verband der Opfer des russischen kommunistischen Terrors“ herausgegeben wurde, über 55mal als Quelle zitiert. In dem Buch wird Symon Wassyljowytsch Petljura glorifiziert und werden die Pogrome geleugnet, bei denen zwischen 1918 und 1920 zwischen 35.000 und 100.000 Juden den Tod fanden. Auch ukrainische Faschisten wie Roman Schuchewytsch werden in dem Buch durchweg positiv betrachtet. Alle Bilder des Buches, die die ukrainische Hungersnot illustrieren, stellten sich später als Fälschungen heraus.[38] Auch zitiert er das Buch Der neunte Kreis von Olexa Woropay 18mal: Es wurde von der Jugendorganisation Stepan Banderas herausgegeben, der später mit dem Bataillon „Nachtigall“ an der Ermordung von 7000 Kommunisten und Juden in Lemberg am 30. Juni 1941 beteiligt war und mit dem nationalsozialistischen Deutschland kollaborierte. Andere Quellen stellten sich später als falsch datiert oder gefälscht heraus[39].

Weiterhin wird kritisiert, dass Conquest als Grund für die Hungersnot allein die Kollektivierung der Landwirtschaft anführt und so alle Verantwortung Stalin gibt. Die Dürre in der Ukraine von 1930 und 1931 sowie eine verheerende Typhusepidemie bleiben von Conquest unberücksichtigt[40][41]. Bei den Zahlen für die Toten in der Ukraine während des Zweiten Weltkriegs gibt er hingegen Typhus als eine Hauptursache für Opfer an[29].

Spätwerk[Bearbeiten]

Auch in seinen späteren Werken bleibt Conquest sich und seinen Themen treu. So wird zum Beispiel im 1999 erschienenen Reflections on a Ravaged Century wieder die Geschichte der Sowjetunion aufgerollt und Kritik an westlichen Linken wie Akademikern geübt. Vor allem Eric Hobsbawm wird in diesem Buch direkt kritisiert[42]. In der konservativen Kritik wird das Buch gefeiert[43].

In seinem 2006 erschienenen Werk The Dragons of Expectations wiederholt Conquest seine Ergebnisse zur Stalinzeit und zum Holodomor. Vor allem aber fixiert er seine Kritik an den Vereinten Nationen und der Europäischen Union. Wie in fast allen seinen Büchern werden auch wieder westliche Linke und Akademiker kritisiert. So schreibt er:

“Those things that have made Western society (especially America and Britain) great have been and are being eaten away from within by ideological elites and political-economic plunderers who are undermining the morality and institutional order on which our system of liberty and law has been based.”

„All das, was die westliche Gesellschaft (insbesondere Amerika und Britannien) groß gemacht hat, wurde und wird von innen aufgelöst durch ideologische Eliten und politökonomische Plünderer, die die Moral und die institutionelle Ordnung untergraben, auf denen unser System von Freiheit und Gesetz fußt.“

Robert Conquest[44]

Viele Aussagen, die er in dem Buch trifft, trafen auf Kritik in den Medien. Der Journalist Christopher Hitchens bemängelte, dass Conquest die Konzentrationslager des italienischen Faschismus als „im Allgemeinen nicht sehr unmenschlich“ und das Gerichtsverfahren Ethel und Julius Rosenbergs als „aufrichtig“ (genuine) bezeichnet.[11]

Ehrungen[Bearbeiten]

1993 wird Conquest die Jefferson Lectureship verliehen, eine hohe Auszeichnung des Bundesstaats Kalifornien für Verdienste um die Menschlichkeit. Im selben Jahr erhält er den Richard Weaver Award for Scholarly Letters und den Alexis de Tocqueville Award, der vom National Endowment for the Humanities verliehen wird.

1994 wird er zum Mitglied der Royal Society of Literature der British Academy gewählt. Zudem ist er Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und der Society for the Promotion of Roman Studies.

1956 wurde er Officer des Order of the British Empire, 1996 wurde er Companion des Order of St. Michael and St. George.

1997 wird ihm von der American Academy of Arts and Letters der Michael Braude Award for Light Verse für sein fiktionales Lebenswerk verliehen. Ebenfalls für sein fiktionales Werk erhält er 2001 den Rita Ricardo-Campbell and W. Glenn Campbell Uncommon Book Award.

Im Jahr 2005 überreichte US-Präsident George W. Bush Conquest die Freiheitsmedaille („The Presidential Medal of Freedom“), die höchste zivile Auszeichnung in den USA. Im selben Jahr wird er von Wiktor Juschtschenko in den Orden von Jaroslaw Mudry als Ritter V. Klasse aufgenommen.[45]

2012 erhält Conquest den Dan-David-Preis.

Werkliste[Bearbeiten]

  • A World of Difference. London: Ward, Lock, 1955; New York: Ballantine, 1964. ISBN 978-0-7221-2438-3.
  • New Lines: An Anthology, edited by Conquest. London: Macmillan/ New York: St. Martin’s Press, 1956.
  • Where Do Marxists Go from Here?, as J.E.M. Arden. London: Phoenix House, 1958.
  • Back to Life: Poems from Behind the Iron Curtain, edited by Conquest. London: Hutchinson, 1958; New York: St. Martin’s Press, 1958.
  • Common Sense about Russia. London: Gollancz, 1960; New York: Macmillan, 1960.
  • The Soviet Deportation of Nationalities. London: Macmillan/ New York: St. Martin’s Press, 1960; überarbeitet und erweitert als The Nation Killers: The Soviet Deportation of Nationalities, London: Macmillan, 1970; New York: Macmillan, 1970. ISBN 978-0-333-10575-7.
  • Courage of Genius: The Pasternak Affair. London: Collins and Harvill Press, 1961; as The Pasternak Affair: Courage of Genius, a Documentary Report, Philadelphia: Lippincott, 1962. ISBN 978-0-374-91913-9.
  • Power and Policy in the USSR: The Study of Soviet Dynastics. London: Macmillan/ New York: St. Martin’s Press, 1961. ISBN 978-1-125-54842-4.
  • Spectrum: A Science Fiction Anthology, edited by Conquest, with Kingsley Amis. London: Gollancz, 1961; New York: Harcourt, Brace & World, 1962. ISBN 978-0-330-02236-1.
  • The Last Empire. London: Ampersand, 1962. ISBN 978-0-8179-8251-5.
  • Between Mars and Venus. London: Hutchinson, 1962; New York: St. Martin’s Press, 1962.
  • Spectrum 2. London: Gollancz, 1962; New York: Harcourt, Brace & World, 1963.
  • New Lines 2, edited by Conquest. London: Macmillan, 1963; New York: Macmillan, 1963.
  • Spectrum 3. London: Gollancz, 1962; New York: Harcourt, Brace & World, 1963. ISBN 978-0-330-20113-1.
  • Marxism Today. London: Ampersand, 1964.
  • Spectrum 4. London: Gollancz, 1964; New York: Harcourt, Brace & World, 1965. ISBN 978-0-330-20193-3.
  • The Egyptologists, by Conquest and Kingsley Amis. London: Cape, 1965; New York: Random House, 1965. ISBN 978-0-14-002769-3.
  • Russia after Khrushchev. London: Pall Mall Press, 1965; New York: Praeger, 1965.
  • Spectrum 5. London: Gollancz, 1966; New York: Harcourt, Brace & World, 1967. ISBN 978-0-330-02236-1.
  • The Politics of Ideas in the U.S.S.R., edited by Conquest. London: Bodley Head, 1967, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1967, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies.
  • Industrial Workers in the U.S.S.R., edited by Conquest. London: Bodley Head, 1967, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1967, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies.
  • Soviet Nationalities Policy in Practice, edited by Conquest. London: Bodley Head, 1967, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1967, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies.
  • Agricultural Workers in the U.S.S.R., edited by Conquest. London: Bodley Head, 1968, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1968, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies. ISBN 978-0-370-00438-9.
  • The Soviet Police System, edited by Conquest. London: Bodley Head, 1968, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1968, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies.
  • The Soviet Political System, edited by Conquest. London: Bodley Head, 1968, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1968, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies.
  • Religion in the U.S.S.R. edited by Conquest. London: Bodley Head, 1968, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1968, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies. ISBN 978-0-370-00435-8.
  • Justice and the Legal System in the U.S.S.R., edited by Conquest. London: Bodley Head, 1968, Soviet Studies Series; New York: Praeger, 1968, Contemporary Soviet Union Series: Institutions and Policies.
  • The Great Terror: Stalin’s Purges of the Thirties. London: Macmillan, 1968; New York: Macmillan, 1968; überarbeitete Ausgabe, Harmondsworth: Penguin, 1971; New York: Macmillan, 1973. ISBN 978-0-19-507132-0.
  • Arias from a Love Opera and Other Poems. London: Macmillan, 1969; New York: Macmillan, 1969. ISBN 978-0-333-10142-1.
  • Where Marx Went Wrong. London: Tom Stacey, 1970.
  • The Human Cost of Soviet Communism, Prepared…for the Subcommittee to Investigate the Administration of the Internal Security Acts and Other Internal Security Laws of the Committee on the Judiciary, United States Senate. Washington, DC: United States Government Printing Office, 1970.
  • Lenin. London: Fontana, 1972; als V.I. Lenin, New York: Viking, 1972. ISBN 978-0-670-01949-6.
  • A Childhood in Prison, by Petr I. Yakir, edited, with an introduction, by Conquest. London: Macmillan, 1972; New York: Coward, McCann, & Geogheghan, 1973. ISBN 978-0-698-10506-5.
  • The Robert Sheckley Omnibus, edited, with an introduction, by Conquest. London: Gollancz, 1973.
  • The Great Terror: A Reassessment. London: Macmillan, 1973; revised edition, London: Hutchinson, 1990; New York: Oxford University Press, 1990.
  • Casualty Ward. London: Poem-of-the-Month Club, 1974. Broadside.
  • The Russian Tradition, by Tibor Szamuely, edited, with an introduction, by Conquest. London: Secker & Warburg, 1974; New York: McGraw-Hill, 1974.
  • Defending America, by Conquest and others. New York: Basic Books, 1977.
  • Prussian Nights: A Narrative Poem, by Aleksandr Solzhenitsyn, translated by Conquest. London: Collins Harvill, 1977; New York: Farrar, Straus & Giroux, 1977.
  • Kolyma: The Arctic Death Camps. London: Macmillan, 1978; New York: Viking, 1978.
  • Coming Across. Menlo Park: Buckabest Books, 1978.
  • The Abomination of Moab. London: Temple Smith, 1979. ISBN 978-0-85117-170-8.
  • Forays. London: Chatto & Windus/ Hogarth Press, 1979.
  • Present Danger: Towards a Foreign Policy. Oxford: Blackwell, 1979; Stanford, CA: Hoover Institution Press, 1979. ISBN 978-0-631-12882-3.
  • We and They: Civic and Despotic Cultures. London: Temple Smith, 1980. ISBN 978-0-85117-184-5.
  • What to Do When the Russians Come: A Survivor’s Guide, by Conquest and Jon Manchip White. New York: Stein & Day, 1984. ISBN 978-0-8128-2985-3.
  • The Man-made Famine in Ukraine, by Conquest and others. Washington, DC: American Enterprise Institute for Public Policy Research, 1984.
  • Inside Stalin’s Secret Police: NKVD Politics 1936-39. Basingstoke: Macmillan, 1985; Stanford, CA: Hoover Institute Press, Stanford University, 1985; London: Macmillan, 1985. ISBN 978-0-8179-8241-6.
  • The Harvest of Sorrow: Soviet Collectivization and the Terror-famine. London: Hutchinson, 1986; New York: Oxford University Press, 1986. ISBN 978-0-19-505180-3.
  • New and Collected Poems. Irvine, CA: C. Schlacks, Jr., 1986; London: Hutchinson, 1988.
  • The Last Empire: Nationality and the Soviet Future, edited by Conquest. Stanford, CA: Hoover Institution Press, 1986.
  • Tyrants and Typewriters: Communiqués in the Struggle for Truth. London: Hutchinson, 1988; Lexington, MA: Lexington Books, 1989. ISBN 978-0-669-21222-8.
  • Stalin and the Kirov Murder. New York: Oxford University Press, 1989; London: Hutchinson, 1989. ISBN 978-0-88864-200-4.
  • Stalin: Breaker of Nations. London: Weidenfeld & Nicolson, 1991; New York: Viking, 1991. ISBN 978-0-14-016953-9.
  • History, Humanity, and Truth. Stanford, CA: Hoover Institution on War, Revolution, and Peace, Stanford University, 1993.
  • The Russian Girl mit Kingsley Amis, Viking Press, New York, 1994. ISBN 978-0-670-85329-8.
  • The World I Left Behind:: Pieces of a Past mit Luba Brezhneva und Geoffrey Polk, Random House, 1995. ISBN 978-0-679-43911-0.
  • Political and Ideological Confrontations in Twentieth-Century Europe: Essays in Honor Of Milorad M. Drachkovitch, edited by Conquest and Dušan J. Djordjevich. New York: St. Martin’s Press, 1996; Basingstoke: Macmillan, 1996.
  • Demons Don’t. London: London Magazine Editions, 1999. ISBN 978-0-904388-78-7.
  • Reflections on a Ravaged Century. London: Murray, 1999; New York: Norton, 2000. ISBN 978-0-393-32086-2.
  • CNN’s Cold War Documentary: Issues and Controversy, edited by Arnold Beichman. Stanford, CA: Hoover Institution Press, 2000. Essays by Conquest and others.
  • The Dragons of Expectation. Reality and Delusion in the Course of History. W.W. Norton and Co, 2006. ISBN 978-0-393-32759-5.

auf deutsch erschienen:

  • Sowjetrussland. Das System und die Menschen (Originaltitel: Common-Sense about Russia übersetzt von Jochen Voss), Wissenschaft und Politik, Köln [1962].
  • Russland nach Chruschtschow (Originaltitel: Russia after Krushchev übersetzt von Barbara Bortfeldt), Rütten & Loening, München 1965 (keine ISBN).
  • Am Anfang starb Genosse Kirow. Säuberungen unter Stalin (Originaltitel: The Great Terror übersetzt von Jutta und Theodor A. Knust) Droste, Düsseldorf, 1970 (ohne ISBN; erschien in der 2. Auflage 2001 bei Langen-Müller, München unter dem Titel Der große Terror).
  • Kontinent 2. Ullstein, Berlin / Frankfurt am Main, 1975 (Unabhängiges Forum russischer und osteuropäischer Autoren: Robert Conquest, Ignazio Silone, Alexander Solschenizyn, Wladimir Maramsin, Tams Deak, Andrej Sinjawski, Graham Freene, Anatol E. Baconsky, Ota Filip, Waldimir Kornilow, Leszek Kolakowski, Josef Jedlicka, Gojko Boric, Silva Salmanson).
  • Stalins Völkermord. Wolgadeutsche, Krimtataren, Kaukasier (Originaltitel: The Nation Killers übersetzt von Peter Aschner) Europaverlag, Wien 1984, ISBN 978-3-203-50485-8.
  • Stalin. Der totale Wille zur Macht [Biographie], List, München / Leipzig 1999, ISBN 978-3-471-77234-8.
  • Der große Terror. Sowjetunion 1934-1938, 2. Auflage, Langen-Müller, München 2001, ISBN 978-3-7844-2415-6.
  • Ernte des Todes. Stalins Holocaust in der Ukraine 1929 - 1933 (Originaltitel: ''The Harvest of Sorrow. Soviet Collectivization and the Terror-Famine. Oxford University Press, Oxford 1986, ISBN 0-19-505180-7, übersetzt von Enno von Löwenstern)) Langen-Müller, München 1988 ISBN 3-7844-2169-5 (als Taschenbuch bei Ullstein-TB 33 138, Frankfurt am Main / Berlin 1991, ISBN 3-548-33138-6).

Quellen[Bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten]

  •  Andrew Brown: Scourge and Poet, a profile of Robert Conquest. In: The Guardian. 15. Februar 2003 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  •  Hanspeter Born, Vera Hartmann: Der Mann, der Recht hatte. In: Die Weltwoche. 40, 2005 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Porträt auf der Website der Hoover Institution, Stanford University.
  2. a b c d e  Andrew Brown: Scourge and Poet, a profile of Robert Conquest. In: The Guardian. 15. Februar 2003 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  3. a b  Rob Jackaman: Broken English/breaking English: A Study of Contemporary Poetries in English. Fairleigh Dickinson University Press, 2003, ISBN 978-0-8386-3991-7, S. 50–51 (Google Books, abgerufen am 24. Juli 2008).
  4.  Robert Conquest: Patriot, Poet and Prophet. In: Standpoint magazine. September 2008 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  5. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRobert Conquest. The New York Review of Books, abgerufen am 24. Juli 2009.
  6.  Merritt Moseley: Understanding Kingsley Amis. University of South Carolina Press, Columbia 1993, ISBN 978-0-8724-9861-7, S. 3 (Google Books, abgerufen am 24. Juli 2009).
  7.  Robert Conquest: Where Ignorance Isn’t Bliss. In: National review Online. 1. Oktober 2001 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  8.  Elizabeth Farnsworth: A Ravaged Century. In: OnlineNewsHour. 24. Dezember 1999 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  9. a b  Jay Nordlinger: Conquest’s Conquest. In: National review Online. 9. November 2005 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  10.  Hanspeter Born, Vera Hartmann: Der Mann, der Recht hatte. In: Die Weltwoche. 40, 2005 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  11. a b  Christopher Hitchens: Robert Conquest's realities and delusions. In: The Times Literary Supplement. 15. Februar 2006.
  12.  George Walden: History on his side. In: Telegraph. 6. November 2005 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  13. Moseley, S. 95–97
  14.  Ian Hamilton: The Oxford companion to twentieth-century poetry in English. Ian Hamilton, 1994, ISBN 978-0-19-866147-4, S. 98–99 (Google Books, abgerufen am 24. Juli 2009).
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRobert Conquest. In: Encyclopædia Britannica. 2009, abgerufen am 24. Juli 2009.
  16.  Adam Piette: Pointing to East and West. In: Tim Kendall (Hrsg.): The Oxford handbook of British and Irish war poetry. Oxford University Press, 2007, ISBN 978-0-19-928266-1, S. 636–638 (Google Books, abgerufen am 24. Juli 2009).
  17.  J. A. Parker: The Great Terror at 40 – Remembering the Western Elites’ Enchantment with Communism. In: Lincoln Review. 12, Nr. 4, Juli-August 2008 (pdf).
  18. a b c  Kevin Tyner Thomas: On the Politics of Interpretation: Robert Conquest and the Historiography of Stalinism. In: Radical History Review. 52, November 1992, ISBN 978-0-521-42215-4, S. 121–131 (Google Books, abgerufen am 24. Juli 2009).
  19. Wadim Sacharowitsch Rogowin: Gab es eine Alternative?, Bd 4. 1937. Jahr des Terrors. Mehring, 1998, ISBN 3-88634-071-6, S. 17 und S. 364 f.
  20. a b c  John A. Armstrong: Book Review: The Great Terror: Stalin's Purge of the Thirties by Robert Conquest. In: Russian Review. 28, Nr. 3, Juli 1969, S. 344-345 (abstract).
  21.  Hana R. Alberts: High Five With Robert Conquest. In: Forbes Magazine. 13. Oktober 2008 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  22. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRobert Conquest. Spartacus Educational, abgerufen am 24. Juli 2009.
  23.  R.W. Davies: Reply to RobertConquest. In: New Left Review. I, Nr. 225, September–Oktober 1997 (abstract).
  24.  Nicolas Werth: Gulag: Die wahren Zahlen. In: L'Histoire. 193, 1993, S. 38–51.
  25.  Robert Conquest: Stalin's Victims: A Reply to R. W. Davies. In: New Left Review. a, 1997 (Questia, abgerufen am 24. Juli 2009).
  26.  Michael Young: Grand Inquisitor. In: Reason Online. August/September 2000 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  27. Vergleiche bspw. Rolf Binner, Bernd Bonwetsch, Marc Junge: Massenmord und Lagerhaft. Die andere Geschichte des Großen Terrors (Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Moskau, Bd. 1), Akademie Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-05-004662-4., hier S. 11.
  28. Ernte des Todes, Seite 321
  29. a b c  L. A. Kosiński: Robert Conquest: The Harvest of Sorrow: Soviet Collectivization and the Terror-Famine. In: Population and Development Review. 13, Nr. 1, März 1987, S. 149–153 (abstract).
  30.  Peter Wiles: Stalin's Two Famines. In: The new York Review of Books. 34, Nr. 5, 26. März 1987 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  31.  Robert Conquest: The Harvest of Sorrow: Soviet Collectivization and the Terror-famine. Oxford University Press, 1986, ISBN 978-0-19-505180-3, S. 300 (Google Books, abgerufen am 24. Juli 2009).
  32.  Dana G. Dalrymple: The Soviet famine of 1932–1934. In: Europe-Asia Studies. 15, Nr. 3, 1964, S. 250–284, doi:10.1080/09668136408410364.
  33.  Ralph W. Barnes: Grain Shortage in the Ukraine Results in Admitted Failure of the Soviet Agricultural Plan. In: New York Herald Tribune. 15. Januar 1933, S. 5.
  34.  Walter Duranty: Russian Hungry but not Starving. In: New York Times. 31. März 1933, S. 13.
  35. Ernte des Todes, Seite 318-320
  36.  S. G. Wheatcroft: Ukrainian Famine. In: Problems of Communism. März-April 1985, S. 133.
  37. Angabe nach Encyclopædia Britannica online.
  38. Tottle, S. 5–6
  39.  Arch Getty: Origins of the Great Purges: The Soviet Communist Party Reconsidered, 1933–1938. Cambridge University Press, New York, S. 5.
  40. Tottle, S. 97
  41.  Peter Wiles: 'Harvest of Sorrow'. In: The New York Review of Books. 34, Nr. 12, 16. Juli 1987 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  42.  N. K.: Review of Robert Conquest's Reflections on a Ravaged Century. In: Associated Content. 7. April 2006 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  43.  Richard M. Ebeling: Book Review: Reflections on a Ravaged Century by Robert Conquest. In: Freedom Daily. April 2000 (Online, abgerufen am 24. Juli 2009).
  44.  Richard M. Ebeling: Book Review: The Universal Hunger for Liberty: Why the Clash of Civilizations Is Not Inevitable. In: The Freeman. März 2005, S. 43 (pdf).
  45. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatУкраїнські новини: Украина отметила День памяти жертв голодоморов и политрепрессий. gala.net, 28. November 2005, abgerufen am 24. Juli 2009.