Robert G. Hoyland

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Robert G. Hoyland (* 1966) ist ein Historiker.

Hoyland studierte an der Universität Oxford und wurde 1994 promoviert. Er hat sich auf die Geschichte des Vorderen Orients in der Spätantike und im Frühmittelalter spezialisiert, mit dem Schwerpunkt Geschichte des frühen Islam. Er hat an der Universität St. Andrews und in Oxford[1] gelehrt, bevor er eine Professur an der Universität New York angenommen hat. Dort lehrt er zur Zeit als Professor of Late Antique and Early Islamic Middle Eastern History.

Hoyland gilt als Experte für die spätantike Geschichte im Vorderen Orient und den Übergang zur frühislamischen Zeit. Er befasst sich unter anderem mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Christen, Juden und Muslimen sowie dem Wissenstransfer von der antiken in die frühislamische Welt. Sein 1997 publiziertes Werk Seeing Islam as others saw it gilt inzwischen als Standardwerk, in dem alle relevanten nicht-islamischen Quellen zur frühislamischen Zeit aufgeführt und zusammenfassend analysiert worden sind. 2011 hat er eine umfassende Untersuchung zum verlorenen Geschichtswerk des Theophilos von Edessa vorgelegt, einschließlich einer englischen Übersetzung der möglichen Fragmente.

Publikationen[Bearbeiten]

(Auswahl)

  • Seeing Islam as others saw it. A survey and analysis of the Christian, Jewish and Zoroastrian writings on Islam. Princeton 1997.
  • Arabia and the Arabs from the Bronze Age to the Coming of Islam. London/New York 2001.
  • Muslims and Others in early Islamic society. Aldershot 2004 (als Hrsg.).
  • Islamic Reflections and Arabic Musings. Oxford 2004 (Hrsg. zusammen mit Philip Kennedy).
  • From Hellenism to Islam: Cultural and Linguistic Change in the Roman Near East. Cambridge/New York 2009 (Hrsg. zusammen mit Hannah M. Cotton, Jonathan J. Price und David J. Wasserstein).
  • Theophilus of Edessa's Chronicle and the Circulation of Historical Knowledge in Late Antiquity and Early Islam (Translated Texts for Historians 57). Liverpool 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Profil an der Faculty of Oriental Studies, Oxford