Robert Gordon Latham

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Robert Gordon Latham

Robert Gordon Latham, spr. läthäm, (* 1812 in Billingborough, Lincolnshire; † 1888) war ein englischer Linguist und Ethnologe.

Latham studierte am King's College (University of Cambridge) Medizin. Nach erfolgreichem Abschluss bekam er eine Anstellung als Assistenzarzt am Middlesexhospital. Ab 1823 hielt er sich zehn Jahre lang in Dänemark und Schweden auf. Nach seiner Rückkehr 1833 berief man ihn als Professor der englischen Sprache und Literatur an das University College London.

Latham war maßgeblich an der Gründung der Philological Society in London beteiligt. Als 1852 in Sydenham (London Borough of Lewisham) eine ethnologischen Abteilung im Kristallpalast etabliert wurde, ging dies auf Lathams Initiative zurück.

1863 legte Latham alle seine Ämter nieder und zog sich ins Privatleben zurück.

Rezeption[Bearbeiten]

Lathams wissenschaftlicher Ruf ist weniger in seinem medizinischen denn in seinem sprachwissenschaftlichen Können begründet. Gerade seine ethnologischen und linguistischen Untersuchungen wurden von Fachleuten seiner Zeit hoch gelobt. Z.B. ging Latham mit seiner „Treatise on the English language“ als einer der ersten auf die historische Entwicklung der englischen Sprache ein.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

als Autor
  • Norway and the Norwegians. London 1840 (2 Bde.)
  • Treatise on the English language. 5. Aufl. 1862.
  • History and etymology of the English language. 1849.
  • Handbook of the English language. 9. Aufl. 1875.
  • Natural history of the varieties of man. 1850.
  • Man and his migrations. 1851.
  • Ethnology of British colonies. 1851.
  • Ethnology of the British Islands. 1852.
  • Ethnology of Europe. 1852.
  • The native races of the Russian empire. 1854.
  • Varieties of the human species. 1855.
  • Descriptive ethnology. 1859 (2 Bde.)
  • The nationalities of Europe. 1863 (2 Bde.)
  • Russian and Turk. 1878.
  • Logic in its application to language. 1856.
als Herausgeber
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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