Robert Graf Douglas

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Robert Douglas
Ruine von Schloss Stjärnorp, Östergötland, Schweden; erbaut 1655-62 von Robert Douglas, 1789 abgebrannt, bis heute im Besitz der Grafen Douglas

Robert Graf Douglas (* 17. März 1611 auf Gut Standingstone, East Lothian ; † 28. Mai 1662 in Stockholm) war ein schwedischer Feldmarschall [1] und begründete die schwedische Linie des schottischen Clans Douglas. Unter dem Gesellschaftsnamen der Lebhafte wurde er als Mitglied in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen.

Leben[Bearbeiten]

Robert Douglas war der zweite Sohn des William Douglas of Whittingehame (ca. 1540 – 1595), welcher zusammen mit seinem Bruder Archibald in den Mord an Henry Stuart, Lord Darnley, Ehemann der Königin Maria Stuart, verwickelt war. Der Herrensitz Whittingehame war 1372 von den Earls of March durch Heirat an James Douglas of Dalkeith gekommen.

Schon früh verwaist, ging Robert, wie viele seiner schottischen Standesgenossen, auf den Kontinent, um sich als Soldat an einen Kriegsherrn zu verdingen. Da in Europa der Dreißigjähriger Krieg tobte, waren junge Männer aus aller Herren Länder gesucht, um die Heere mit Rekruten zu versorgen. Er wurde 16-jährig 1627 Page beim Pfalzgrafen Johann Casimir, einem auf der protestantischen Seite kämpfenden deutschen Fürsten, bald darauf Fähnrich im Regiment Alexander Leslie, einem Verwandten seiner Mutter. Schon 1631 wurde er Kapitänleutnant in einer von Oberstleutnant Archbald Hamilton (ebenfalls ein Schotte) geführten Kompanie. Er avancierte 1632 zum Kapitän in dem Regiment des von dem inzwischen zum Regimentskommandeur aufgestiegenen Alexander Hamilton. 1633 wurde er Kapitän der Dragonergarde des in schwedischen Diensten stehenden Herzogs Bernhard von Weimar, 1634 Oberstleuntnant in derselben Einheit und schließlich unter dem schwedischen Feldherrn Axel Oxenstierna Oberst eines Kavallerieregimentes. Zum Generalmajor befördert, wurde er schwedischer Gouverneur in Schwaben, schließlich 1647 Generalleutnant. Nach dem Friedensschluss von Münster und Osnabrück blieb er in schwedischen Diensten. Er wurde in den schwedischen Freiherrnstand erhoben (29. März 1651), wurde dann am 24. Mai 1451 General der Kavallerie und Kriegsrat und war vom 6. November 1652 – 28. Mai 1654 Reichsstallmeister. Nachdem er am 28. Mai 1654 in den schwedischen Grafenstand mit der Grafschaft Skenninge in Östergötland erhoben worden war und die Güter Stjärnorp und Hogsäter erworben hatte, begründete er die bis heute in Schweden ansässige schwedische Linie der Douglasfamilie.

Nachdem er 1656 noch Feldmarschallleutnant geworden und am 13. Mai 1657 zum Feldmarschall befördert worden war, übernahm er zusätzlich auch politische Ämter. So wurde er 1658 Geheimrat im Senat und schließlich ab dem 25. Mai 1658 Oberbefehlshaber in Estland und Livland[2]. Robert Douglas stand seit 1629 bei Axel Oxenstierna in hoher Gunst. Er diente seit 1630, von Oxenstierna gefördert, in Gustav Adolfs Heer in Deutschland. Mit Alexander Hamiltons Truppen kam er nach Frankfurt am Main, nahm am Vorstoß nach Kreuznach teil, folgte dann mit seiner Kompanie dem König nach Nürnberg und zog mit ihm, nun Regimentskommandeur, nach Lützen, wo er von einer Musketenkugel verwundet wurde. Robert Douglas war seit dem 26. Mai 1646 mit Hedwig von Mörner verheiratet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Band G XII, Seite 169, C.A. Starke-Verlag, Limburg, 1988
  2. Svenskt Biografiskt Lexikon, Band 11, Seiten 372 ff, Albert Bonnier, 1945