Robert James Graves

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Robert James Graves (* 27. März 1797; † 20. März 1853) war ein irischer Arzt aus Dublin.[1]

Er war mit William Stokes befreundet, mit dem er auch von 1836 bis 1842 das "Dublin Journal of Medical Science" herausgab.

In Dublin wurde ihm 1878 eine Statue errichtet.

Innovationen in der Medizin[Bearbeiten]

Er gilt Erstbeschreiber der Autoimmunthyreopathie Typ 3, die im deutschen Sprachraum als "Basedowsche Erkrankung" und im englischen Sprachraum als "Graves' disease" bekannt ist, weil er der erste war, der die Kombination von Exophthalmus und Schilddrüsenvergrößerung erkannte. Graves sah jedoch das Herz ursächlich für die Struma an. Er ging davon aus, dass Palpitationen die Vergrößerung der Schilddrüse bewirken. - Er hatte sich intensiv mit den Herztönen beschäftigt wobei ihm ein Patient aufgefallen war, dessen ersten Herzton er ohne Stethoskop aus einer Entfernung von über einem Meter hören konnte. [1]

Die Ausprägung, in der der Exophtalmus zur damaligen Zeit auffiel zeigt ein überliefertes Zitat von Graves: "Die Augäpfel waren in einem derartigen Ausmaß sichtbar vergrößert, daß die Augenlider während des Schlafes nicht mehr geschlossen werden konnten. Wenn die Augen offen waren, war das Weiße des Auges in der Breite mehrerer Linien um die Cornea herum sichtbar."[1]

Daneben beschrieb er auch das angioneurotische Ödem, die Sklerodermie und die Erythromelalgie.

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c www.whonamedit.com: Robert James Graves; zuletzt eingesehen am 23. März 2008