Robert Lembke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Robert Emil Lembke (* 17. September 1913 in München; † 14. Januar 1989 ebenda) war ein deutscher Journalist und Fernsehmoderator.

Leben[Bearbeiten]

Robert Lembke wurde als Sohn eines Generalbevollmächtigten eines Schallplattenkonzerns geboren. Seine Eltern ließen sich bereits 1918 scheiden. Der Vater emigrierte 1936 nach Großbritannien.

Lembke begann mit 18 Jahren ein Jurastudium, welches er jedoch abbrach, und arbeitete zunächst als Zeitungsjournalist (unter anderem beim Berliner Tageblatt und beim Simplicissimus). Als er sich weigerte, eine „Loyalitätserklärung“ zu unterschreiben, durfte er in der Zeit des Nationalsozialismus nicht mehr als Journalist arbeiten und fand eine Stelle bei der I.G. Farben, für die er Anzeigen und Leuchtfarben verkaufte.[1] 1935 heiratete Lembke Mathilde Bertholt, und wurde drei Jahre später Vater einer Tochter.

Nach dem Zweiten Weltkrieg baute Lembke gemeinsam mit Hans Habe, Erich Kästner und Stefan Heym die Neue Zeitung in München auf, Lembke übernahm dabei die Leitung des Ressorts Innenpolitik.

Ab 1949 arbeitete er beim Bayerischen Rundfunk in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Hörfunkchef, als stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Nachrichtenabteilung. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 war er beim legendären „Wunder von Bern“ Assistent von Herbert Zimmermann. 1956 wurde er Chefredakteur und stellvertretender Fernsehdirektor. Ab 1969 war er Geschäftsführer des Deutschen Olympiazentrums und 1972 für die Rundfunk- und Fernsehübertragungen von den Olympischen Sommerspielen in München verantwortlich. Schließlich wurde er Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks und stellvertretender Programmdirektor der ARD. Er war auch als Regisseur für die Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 verantwortlich.

Von 1955 bis 1958 und von 1961 bis 1989 moderierte Lembke 337 Folgen der Sendung Was bin ich? im Ersten Deutschen Fernsehen, in der vier Prominente (langjährig insbesondere: Hans Sachs, Marianne Koch im Wechsel mit Anneliese Fleyenschmidt, Annette von Aretin und Guido Baumann aus der Schweiz) durch Ja/Nein-Fragen den Beruf eines Kandidaten erraten mussten.

Robert Lembke prägte und veröffentlichte zahlreiche Bonmots und Aphorismen.

Er starb 1989 während einer Herzoperation und wurde auf dem Westfriedhof in München beigesetzt.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hinweis in: WAZ vom 17 September 2013
  2. knerger.de: Das Grab von Robert Lembke