Robert Moray

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Sir Robert Moray (* 1608 oder 1609; † 4. Juli 1673) war schottischer Universalgelehrter, Freimaurer und Gründungsmitglied und Präsident der Royal Society.

Leben[Bearbeiten]

Gemäß Burke’s History of the Landed Gentry war er der Sohn von Sir Mungo Murray. Nachdem er die Universität St Andrews besuchte, setzte er seine Ausbildung in Frankreich fort, wo er in die Armee von Ludwig XIII. eintrat und den Rang eines Oberst erreichte. Dort war er mit Kardinal Richelieu befreundet, einem Berater Ludwigs XIII.

Nach Schottland zurückgekehrt, wurde er General der Artillerie in der Covenanter Armee, die 1641 in England einfiel, wo er bei Newcastle upon Tyne für die schottische Armee verantwortlich war. Dort wurde er am 20. Mai 1641 von Freimaurern in einer Deputationsloge der Loge von Edinburgh (Mary’s Chapel) No. 1[1] initiiert. Obgleich er in einer schottische Loge initiiert wurde – das Ereignis fand im Süden der schottischen Grenze statt – gilt der Bericht als die frühste Aufzeichnung einer Person, die in der spekulativen Freimaurerei auf englischem Boden initiiert wurde. Auf seiner Korrespondenz verwendete er regelmäßig den fünfzackigen Stern als Freimaurerzeichen.

Am 10. Januar 1643 wurde er in Oxford von Karl I. geadelt.

In Deutschland kämpfte er in der Armee von Jules Mazarin und wurde in Bayern inhaftiert. Als ernannter Oberst des schottischen Regiments war er zugleich Unterhändler für Frankreich. Sobald seine Freilassung in Bayern gesichert war, kehrte er nach England zurück.

Um 1646 war er mit Karl I. und der schottischen Armee in Newcastle, wo er die Flucht des Königs in Verkleidung arrangierte. Aber Karl I. machte in letzten Minute einen Rückzieher, weil er befürchtete, in einer lächerlichen Situation entdeckt zu werden.

Zur Zeit des Commonwealth of England lebte Moray im Ausland; 1656 war er in Brügge, später in Maastricht bis 1659.

Sir Robert Moray führte auf der Gründungsversammlung der Royal Society den Vorsitz und eine Woche später gab er auf der zweiten Versammlung bekannt, dass König Karl II. ihre Treffen offiziell genehmigt habe. An der Zuerkennung der Royal Charter war er ebenso maßgeblich beteiligt wie an der Formulierung ihrer Satzung.

Er heiratete Sophia Lindsay, Tochter des Sirs David Lindsay, 12. Graf von Crawford. Nach ihrem Tod lebte er zurückgezogen, außer um philosophischen Sitzungen beizuwohnen und widmete sich vor allem seinen chemischen Experimenten.

Moray hatte eine Reihe notabler Freunde wie z. B. Samuel Pepys, Thomas Vaughan (1621−1666), Andrew Marvell, John Evelyn und Gilbert Burnet (1643–1715).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.lodgeofedinburgh.org.uk/index.html